Bargeldversorgung bleibt an bekannter Stelle erhalten

Volksbank und Gemeinde stellen zukunftsfähige Lösung für Schaephuysen vor

SCHAEPHUYSEN. Für Schaep­huysen ist eine Lösung gefunden. Hier wird die Volksbank an der Niers auch in Zukunft mit einem Geldautomaten präsent sein – und das an altbekannter Stelle. Wilfried Bosch, Vorstandsmitglied der Volksbank an der Niers, und der Rheurdter Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen gaben jetzt gemeinsam bekannt, dass die Gemeinde Rheurdt ab dem 1. Juli 2016 das jetzige Volksbank-Gebäude an der Hauptstraße in Schaephuysen übernimmt. Die Volksbank wird im Gegenzug ihre Selbstbedienungsautomaten weiterhin an dieser Stelle betreiben.

Im April dieses Jahres hatte der Volksbank-Vorstand bekannt gegeben, im Zuge von Filialzusammenlegungen seine Geschäftsstellen in Pont, Wankum, Hartefeld, Wetten, Kervenheim, Kessel und Schaephuysen zu schließen. In allen betroffenen Ortschaften kochten die Emotionen der Bürger nach dieser Entscheidung hoch. So auch in Schaephuysen. „Ein Ort fühlt sich ohne eine Bank abgehängt, das ist nachvollziehbar”, erklärt der Bürgermeister. „Uns war es wichtig, eine zukunftsfähige Lösung für Schaephuysen zu finden.”

Lösungen gesucht für alle betroffenen Standorte

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Bereits wenige Tage nach der Vertreterversammlung am 17. Juni, in der die Volksbank eröffnete, dass nun doch an allen betroffenen Standorten und am SB-Standort Lüllingen weiterhin ein Geldautomat präsent sein soll, kontaktierte Bürgermeister Kleinenkuhnen den Volksbank-Vorstand mit folgender Idee: Die Gemeinde kauft das jetzige Volksbank-Gebäude, und bietet der Volksbank die Möglichkeit, den SB-Bereich mit Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker beizubehalten. So erfolgt die notwendige Kostensenkung für die Volksbank, gleichzeitig bleibt die Bargeldversorgung in Schaephuysen erhalten.

Zentrale Stelle bietet
viele Möglichkeiten

Sowohl bei den Mitgliedervertretern der Volksbank in Schaephuysen als auch im Gemeinderat fanden die Plänen breite Zustimmung – nachdem der notwendige Ratsbeschluss jetzt einstimmig verabschiedet wurde, können die Verträge unterzeichnet werden.

„Durch die Übernahme des Gebäudes gewinnen wir weitere Gestaltungsmöglichkeiten für das Dorfleben in Schaephuysen”, ergänzt der Bürgermeister. „Die zentrale Stelle bietet viele Möglichkeiten, so könnte eventuell die Pizzeria während der Baumaßnahmen im Bereich der Pastoratsstraße hier einziehen, vorstellbär wäre auch ein Jugendtreff oder ein Ausstellungsraum für die Heimatstube – wichtig ist zuerst einmal, dass wir das Gebäude haben.” Ab Mitte nächsten Jahres könnten auch Sprechstunden des Bürgerbüros oder der Polizei hier stattfinden. Zunächst für fünf Jahre garantiert die Volksbank das SB-Angebot in Schaephuysen, eine Option für weitere fünf Jahre besteht. Kleinenkuhnen appelliert an die Einwohner des Ortsteils, das Angebot der Volksbank nach der Schließung der Geschäftsstelle im nächsten Jahr zu nutzen und möglichst viele Geldgeschäfte über die künftige Selbstbedienungseinrichtung abzuwickeln.

Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen (l.) und Volksbank-Vorstandsmitglied Wilfried Bosch freuen sich, dass die Bargeldversorgung in Schaephuysen auch in den kommenden Jahren erhalten bleibt. NN-Foto: Andrea Kempkens
Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen (l.) und Volksbank-Vorstandsmitglied Wilfried Bosch freuen sich, dass die Bargeldversorgung in Schaephuysen auch in den kommenden Jahren erhalten bleibt. NN-Foto: Andrea Kempkens

Wilfried Bosch betont, dass die Sicherheitstechnik inklusive Kameraüberwachung am Gebäude bestehen bleibt. Zudem sollen in der künftigen SB-Geschäftsstelle die Kontaktdaten der Kundenberater veröffentlicht werden, die für persönliche Beratungsgespräche zum Kunden kommen. „Für Schaephuysen ist jetzt eine Lösung gefunden, das ist auch unser Ziel für alle weiteren betroffenen Standorte”, erklärt Bosch. „In allen Ortschaften laufen bereits die Gespräche und erste Ideen werden geprüft.”