Hoch hinaus geht es im Europa-Park.

RUST. Als ich uns vor gut vier Wochen als NN-Leserreporter für einen Freizeitpark beworben hatte, rechnete ich nicht damit zu gewinnen. Umso größer war dann die Freude, als wir die Nachricht erhielten, dass wir – Frank, Katrin, Jonas und Julia Neu aus Weeze – in den Europa-Park nach Rust reisen durften. Grandios, so was hatten wir noch nie gemacht!

Da der Europa-Park gut 500 Kilometer entfernt ist, fuhren wir am Donnerstag los. Wir übernachteten in einem Gasthof in der Nähe und fuhren Freitagmorgen zum Hotel Krønasår. Schon von außen staunten wir nicht schlecht: Dies ist kein gewöhnliches Hotel! Das Skelett von Svalgur, einer Meeresschlange, hängt dort lebensgroß in der Lobby. Angrenzend des Hotels wird derzeit die neue Wasserwelt Rulantica erbaut. Im November wird sie eröffnet.

Beim Check-In hieß man uns „Välkømmen“, und wir erhielten die Karten für den Park. Das Zimmer stand uns bereits ab 14.30 Uhr zur Verfügung. Mit dem Shuttelbus ging es zum Eingang des Parks für die Hotelgäste. Nach kurzer Kontrolle ging es los! Bei bestem Wetter, ausgerüstet mit Plan und Europa-Park-App, ließen wir die Kinder loslaufen und stiegen in den österreichischen Alpenexpress. Ich gebe zu, dass ich nicht die Mutigste bin, die auf Achterbahnen steht. Aber um zu berichten, musste ich da durch.

Die Fahrt ging los, und ich schrie! Julia neben mir lachte und sprach mir Mut zu: „Mama, du schaffst das!“ Weiter ging‘s zur Tiroler Wildwasserbahn. Nach kurzer Zeit kamen wir in den Genuss der Fahrt. Es machte Gaudi. Danach: Wer ist nasser? Ergebnis: Alle, aber Papa Frank am meisten! Da wir schon mal nass waren, ging es weiter nach Island zum Fjord-Rafting. Auf dem reißenden Wildbach, mitten durch Skandinavien, vorbei an wilden Stromschnellen, blieben wir auch hier nicht trocken. Beim kurzen Spaziergang erkannten wir schon, wie viel Liebe in Pflege und Gestaltung des Parks steckt.

Familie Neu besuchte den Europa-Park-

In Portugal wurde die Atlanica-Supersplash von Vater und Sohn getestet. Wir Damen genossen das Päuschen auf der Terrasse bei Eis und Kaffee.

Danach sahen wir uns die Highdiving-Show „Retorno dos Piratos“ an. Sprünge, Saltos und Schrauben aus schwindelerregender Höhe. Jonas überredete mich, den Wodan Timburcoaster zu fahren. Ganz ehrlich – ich habe um mein Leben geschrien. Auf meine Frage, ob wir am Ende angekommen sind, kam die Antwort: „Nein Mama, jetzt kommt die zweite Runde! Spaß!“ Mit wackeligen Beinen und flauem Magen stieg ich aus. Mir war klar: Jetzt nur noch gemütlichen Fahrten – zumindest für mich!

Während die Männer in Russ­land in die Euro-Mir stiegen, nahmen Julia und ich die Monorail-Bahn und genossen in luftiger Höhe einen Ausblick auf den Park. Dabei stellten wir fest, wo wir überall noch hin müssen. Mittlerweile war es nach 16 Uhr. Zurück zum Hotel wollte keiner. Wir nahmen nun die Panorama-Bahn. Poseidon in Griechenland, Silverstar in Frankreich und die Arthur-Bahn im Königreich der Minimoys wurden noch gefahren. Zum Glück hatte der Park bis 19 Uhr geöffnet.

Im Hotel bezogen wir unser Zimmer. Sie waren mit viel Liebe zum Detail ausgestattet. So schliefen die Kinder in Etagenbetten, die aussahen wie riesige, alte Koffer. Die weitere Ausstattung war hochwertig. Kurze Pause, noch mal zum Park, dort fand eine Party in der After-Park-Lounge statt. Da wir den Tag über in unterschiedlichen Ländern gegessen hatten, begnügten wir uns am Abend mit dem Snack- und Getränkeangebot. Fazit: Der Tag war lang. Ein letztes Getränk in der Hotelbar Erikssøn, um dann glücklich in die Kojen zu gehen.

Samstagmorgen. Frühstück im „Bubba Svens“, eindrucksvoll eingerichtet im Stil eines alten Bootshauses. Es gab viel zu gucken. Nach dem Buffett ging es gut gestärkt ans Kofferpacken, zum Check-Out und ab zum Park! Einiges wurde wiederholt. Jonas war mutig und fuhr den Blue Fire Megacoaster. Zum Schluss noch in den Traumzeit Dome, dort bekamen wir einen Einblick in die Welt der ISS.

Jonas und Julia machen Begegnung mit einem Hai.

Im Gegensatz zu Freitag war es Samstag sehr voll, und schnell wurde klar: Gut, dass wir freitags die Zeit genutzt hatten. Die Wartezeiten um 11 Uhr: ab 40 Minuten aufwärts.

Wir können den Europa-Park nur empfehlen. Er ist für jung und alt geeignet. Das Hotel Krønasår hat berechtigte vier Sterne und wäre auch ohne Parkkarte eine Reise wert. Klar ist aber auch, in diesem Stil hätten wir wohl nie so eine Reise gemacht. Es ist das Geld allemal wert, aber für zwei Tage schon sehr hochpreisig. Wir danken den Nieder­rhein Nachrichten für dieses tolle Wochenende! Es war ein guter Ersatz für das ausgefallene Ferienlager.

Weiter geht es am Samstag, 3. August, mit dem Bericht unserer Leserreporter aus dem Hansa-Park an der Ostsee.