NIEDERRHEIN. Im Droompark Bad Hoophuizen im niederländischen Hulshorst am Veluwemeer haben Willi und Christa Strumpen aus Wachtendonk-Wankum als Leserreporter der NN vier Tage in einem „Tiny House“ verbracht: „Der Park besteht fast ausschließlich aus festen Ferienhäusern, deren Eigentümer sie als Wochenendhaus nutzen. Viele Grundstücke stehen auch noch zur Bebauung zur Verfügung. Der Campingplatz hingegen macht höchstens ein Sechstel der Fläche aus. Da wir unser Haus erst um 15 Uhr beziehen konnten, haben wir uns erst einmal für ein kühles Getränk zum Strandrestaurant begeben. Ein schattiges Plätzchen auf der Terrasse mit Blick auf das Veluwemeer lässt direkt Urlaubsstimmung aufkommen. Die Preise sind nur wenig höher als in den Restaurants in der Stadt. Der Badestrand des Parks hat ein flach abfallendes Ufer. Hier steht auch ein Klettergerüst. Der Nichtschwimmer-Bereich ist gut erkennbar. Insgesamt ist der Park ein absolutes Kinderparadies. Es gibt einen Animationsklub. Direkt daneben befindet sich das Hallenbad, das auch für die Parkbewohner frei zugänglich ist.

Freitag
Endlich ist es 15 Uhr, und wir holen in der Lobby den Schlüssel zu unserem „Tiny House“. Das Personal ist sehr nett. Mit einem Plan werden wir mit unserem Auto zu unserer Unterkunft geleitet. Pro Haus darf ein Pkw mit in den Park genommen werden. Von der Lobby und dem Zentrum des Parks sind es rund 700 Meter bis zum „Tiny House“. Die insgesamt fünf Selbstverpflegungs-Häuser dieser Art stehen in einem großzügigen Halbkreis zu einem gemeinsamen Garten mit Feuerstelle und Whirlpool zueinander. Unser erster Eindruck vom Haus: echt süß! Und echt heiß! Denn es steht mitten in der gleißenden Sonne. Als wir die Doppelglastür, die gleichzeitig die Haustüre ist, aufschließen und den Vorhang beiseiteschieben, trifft uns fast der Hitzschlag. Das Thermometer an der Wand zeigt 40 Grad – also erst mal alle Fenster und Türen auf. Die Wohnküche verfügt über einen Kühlschrank, zwei Kochplatten, Kaffeemaschine, Sandwichtoaster, Wasserkocher sowie Geschirr und Töpfen. Zur Ausstattung des „Tiny House“ gehören außerdem Bettwäsche, Handtücher und Spül- und Trockentücher für die Küche. Eine Schrankwand trennt den Wohn- vom Schlafbereich. Durch das Öffnen der Schranktüre gelangt man ins Schlafzimmer. Das Badezimmer ist in den Schlafraum integriert – inklusive WC. Da hätten wir uns doch eine Türe gewünscht. Hinter einer weiteren Schranktüre führt eine Leiter auf den Spitzboden, dort befindet sich ein weiteres Doppelbett. In Anbetracht der Temperaturen haben wir jedoch die Schlafmöglichkeit im Erdgeschoss bevorzugt.
Samstag
Für das Wochenende mieten wir uns zwei E-Bikes. Da der Park mit einem ortsansässigen Verleiher kooperiert, nehmen wir die Räder am Vormittag in Empfang und machen uns auf, die Umgebung zu erkunden. Nach einem Gewitter und einigen heftigen Regenschauer starten wir in Richtung Harderwijk. Neben der sehenswerten Fußgängerzone erkunden wir den Stadtpark und die kleinen Gassen. Auf dem Markt gibt es eine Kinderdisco, bevor abends das Harderwijk Live beginnt. Einfach schön! Der Rückweg führt uns durch das große Waldgebiet der Veluwe. Den Abend verbringen wir gemütlich – und mit Anti-Mücken-Spray – auf
unserer Terrasse.
Sonntag
Nach dem Frühstück fahren wir mit den Rädern nach Elburg, einer kleinen mittelalterlichen Festungsstadt. Der Ort mit den vielen denkmalgeschützten Gebäuden ist auf jeden Fall einen Abstecher wert. Er ist durchzogen von einem kleinen Kanal, der teils unter den Häusern verläuft, und besitzt einen Hafen, in dem diverse Plattbodenschiffe ankern.
Von Elburg aus überqueren wir das Veluwemeer über eine Brücke nach Flevoland. Die jüngste Provinz der Niederlande wurde erst im 20. Jahrhundert dem Ijsselmeer abgewonnen. Entsprechend gibt es hier keine älteren Städte. Nach 50 Kilometern mit der „Fusch-Fiets“ bestellen wir uns im Mini-Markt des Droomparks zum Abendessen Pizza – sie ist sehr lecker und der Preis total fair. Wer lieber Fritten & Co. bevorzugt, ist beim Schnellimbiss im Park sehr gut aufgehoben. Den Abend lassen wir im Wohnbereich unseres „Tiny Houses“ ausklingen.
Montag
Wir genießen noch zwei Stunden den Sandstrand und das herrlich kühle, klare Wasser, bevor wir, mit einem Abstecher nach Zwolle, wieder nach Hause fahren. Das Sauna- und Sportangebot haben wir aufgrund des Wetters und der Kürze des Aufenthalts nicht genutzt. Vor allem der Wassersport wird im Park großgeschrieben. Wir hätten noch viele Tage dort verbringen können. Denn sobald man im Droompark ankommt, stellt sich das Urlaubsfeeling ein.“