Hallensportler und Schwimmer freuen sich

In Sonsbeck dürfen Vereine bedingt die Sporthalle nutzen, in anderen Kommunen werden die Vorbereitungen dazu getroffen, Freibadsaison ab 20. Mai

 

ALPEN.RHEINBERG/SONSBECK/XANTEN. Corona bedeutet Einschränkungen und Verzicht für fast alle Menschen. So freuten sich alle über die Ankündigung der Lockerungen. Unter anderem dürften auch für Sportangebote die Sportstätten und Hallen geöffnet werden.

Stefanie Kaleita und Bürgermeister Frank Tatzel freuen sich auf die Öffnung des Freibads. Foto: privat

Das stellt Kommunen und Vereine vor neuen Herausforderungen. Denn selbstverständlich gelten zahlreiche Maßnahmen hinsichtlich Hygiene und Abstandswahrung, denn keiner will die Ansteckungsgefahr durch unvorsichtiges Vorgehen erhöhen.

Ludger Funke vom Ordnungsamt der Gemeinde Alpen bittet um Verständnis, dass die Hallen im Gemeindegebiet Alpen zunächst geschlossen bleiben. Die Regelung des Schulbetriebs habe zunächst Vorrang und man wolle die Entwicklung abwarten.

Manfred van Rennings von der Gemeinde Sonsbeck konnte den Sporttreibenden die freudige Mitteilung machen, dass sie die Hallen in Sonsbeck wieder nutzen dürfen. Er verweist jedoch darauf, dass nur kontaktloser Breiten- und Freizeitsport wieder erlaubt ist und unbedingt die strengen Abstands- und Hygieneauflagen zu beachten sind. Der SV Sonsbeck hat dazu alle Trainer und Übungsleiter angeschrieben und sich bei der Umsetzung an die Empfehlungen des Landessportbundes gehalten. Die Gruppengröße ist dem Raum anzupassen, damit die Abstände von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden können. Die Sportler müssen in Sportkleidung zur Halle kommen, da weder Umkleide- noch Duschräume genutzt werden dürfen. Erst in der Halle darf der Mund- Nasenschutz abgenommen werden. Alle Teilnehmenden werden erfasst, damit im Krankheitsfall die Infektionskette zurück verfolgt werden kann. Teilnehmen dürfen selbstverständlich nur gesunde Mitglieder. Materialien müssen nach Gebrauch desinfiziert werden. Nach dem Sport müssen sofort alle den Heimweg antreten. Die Einhaltung dieser und weiterer Maßnahmen liegt in Verantwortung jeden Einzelnen und der Übungsleiter.

Diese Empfehlungen schickt die Stadt Rheinberg auch in dieser Woche an alle Vereine. Bürgermeister Frank Tatzel versichert: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Hallen für den Breiten- und Freizeitsport wieder zu öffnen. Aber zuvor müssen Spender für Desinfektionsmittel beschafft und angebracht werden sowie Vorkehrungen geschaffen, damit alle Hygienemaßnahmen eingehalten werden können.“

Auch Sandra Bree vom Fachbereich Bildung, Sport und Kultur der Stadt Xanten hat am Montag alle sporttreibenden Vereine angeschrieben. Sie weist darauf hin: „Die Vorbereitung zur Öffnung wird !!mindestens!! zwei Wochen in Anspruch nehmen und steht letztendlich auch in Abhängigkeit zur Entwicklung des Infektionsgeschehens.“ Stadt und Dienstleistungsbetrieb hätten vor der Öffnung der Hallen sehr viel Arbeit zunächst mit dem vermehrten Schüleraufkommen in den Schulen, um dafür die entsprechenden Hygienemaßnahmen zu ermöglichen. Sie erbittet von jedem Verein konkrete Nutzungskonzepte unter Berücksichtigung der erforderlichen Lüftung und zur Sicherung des kontaktarmen Wechsels sowie der vorgesehenen Hygieneregeln. Sie macht darauf aufmerksam, dass nur vereinseigene Sportgeräte genutzt werden dürfen, die selbstverständlich auch von den Nutzern desinfiziert werden müssen. Alternativ empfiehlt sie, im Namen des Krisenstabes den Sport nach draußen zu verlegen, weil draußen das Infektionsrisiko nicht so hoch sei.

Underbergbad öffnet

Ab dem 20. Mai dürfen Freibäder unter strengen Auflagen von Abstand und Hygiene öffnen. Das freut auch Bürgermeister Frank Tatzel und die stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Schule-Sport-Kultur, Stefanie Kaleita, denn auch das Underbergbad in Rheinberg wird wieder öffnen. Neben den obligatorischen Arbeiten wie der Beckenreinigung, Fliesenarbeiten, Grünpflege durch den DLB, Wartung der Badetechnik und Instandsetzung der Gebäude, ist in diesem Jahr aber vieles anders. Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen hatte dazu einen Pandemieplan entwickelt.

Da das Underberg-Freibad über große Flächen verfügt, dürfen circa 1.300 Besucher das Freibad zeitgleich besuchen. Damit die Gästezahlen richtig ermittelt werden, wird ein Besucherzähler angeschafft. Für den Einlass und das Verlassen des Bades, musste ein Personenleitsystem entwickelt werden. Die Bezahlvorgänge sollen möglichst kontaktlos erfolgen. Für die Gäste und die Mitarbeiter wurden Handdesinfektionsspender angeschafft.

„Die Freibaderöffnung ist in diesem Jahr besonders wichtig – gerade für Familien und Kinder, da bestimmt Urlaube ausfallen werden,“ unterstreicht der Bürgermeister. Die für den 6. Juni geplante Familiade kann aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen in diesem Jahr jedoch leider nicht stattfinden.