Landesgartenschau öffnet morgen für Besucher

Auflagen der Coronaschutzverordnung werden erfüllt: Besucher sind in Kamp-Lintfort ab morgen willkommen, die sich aber an Regeln halten müssen

Laga 2020
Das ehemalige Zechengelände ist für Besucher geöffnet, einzig die Fahrt auf den Förderturm ist noch nicht möglich. Foto: Stefan Büschken

NIEDERRHEIN. Ein laut Bürgermeister Christoph Landscheidt „schwieriger Prozess“ liegt hinter den Verantwortlichen der Landesgartenschau Kamp-Lintfort. Doch heute Abend konnte Landscheidt, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Laga, verkünden: „Unter strikter Berücksichtigung der Erlasslage können wir für Besucher öffnen.“ Die weiteren Lockerungen der Corona-Auflagen in Nordrhein-Westfalen machen es möglich, und so ist es morgen um 9 Uhr soweit: Die Landesgartenschau öffnet für Gäste.

Im Vorfeld war es Landscheidt wichtig zu betonen, dass es keine „Lex Laga“ gegeben habe. Vielmehr habe man die Eröffnung „in enger Abstimmung mit den zuständigen Ministerien“ genau vorbereitet, Ratschläge von Fachleuten eingeholt und diese in das Handlungskonzept einfließen lassen, das man den Ministerien schon zu einem frühen Zeitpunkt vorgelegt habe.

Ein fünftägiger „Testlauf“ mit rund 16.000 Besuchern habe gezeigt, „dass die Rahmenbedingungen stimmen und wir die Auflagen der Coronaschutzverordnung erfüllen“, sagte Landscheidt. So stimmte nach dem Aufsichtsrat der Gartenschaugesellschaft auch der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Kamp-Lintfort der Eröffnung zu. Damit war auch das Thema einer möglichen Verschiebung ins Jahr 2021 vom Tisch. „Das hätte uns einen deutlich zweistelligen Millionenbetrag gekostet“, sagte Landscheidt. Die bislang entstandenen Mehrkosten ließen sich derzeit nicht beziffern.

Mit der Landesgartenschau neuen Stadtteil entwickeln

Doch nicht nur das: „Wir verfolgen hier die Philosophie, dass wir mit der Laga einen neuen Stadtteil auf den Weg bringen“, erläuterte Landscheidt. Das einstige Zechengelände sei 100 Jahre lang eine „No-go-area“ gewesen. „Es wäre schwierig gewesen, dies nun noch einmal zwölf Monate abzusperren.“

Laga 2020
Kloster Kamp ist der zweite Standort der Landesgartenschau.
Foto: Laga Kamp-Lintfort

Der große Vorteil der Laga ist die Architektur des rund 40 Hektar großen Geländes, verteilt auf zwei Standorte. „Hier lassen sich die Abstandsregelungen problemlos einhalten“, ist Geschäftsführer Martin Notthoff überzeugt. Dennoch geht die Eröffnung mit strengen Auflagen einher. So dürfen jeweils maximal 5.000 Besucher gleichzeitig den Zechenpark- und den Kamper-Park-Bereich betreten. Zutrittsbeschränkungen gelten in den Pavillons (ein Gast auf zehn Quadratmetern) und der Blumenhalle (maximal 50 Besucher). In allen geschlossen Räumen gilt zudem Maskenpflicht.

Nur Förderturm und Gastronomie geschlossen

Vorerst geschlossen bleiben nur der Förderturm – Notthoff hofft, dass dieser unter Auflagen in der kommenden Woche eröffnet werden kann – und die Gastronomien. Hier gibt es aber „to go“-Angebote. Der Streichelzoo öffnet ebenfalls heute, der Spielplatz folgt am kommenden Donnerstag. Vielerorts gibt es Einbahnstraßenregelungen.

(Dauer)Karten
Gutschein: Wer in der nächsten Zeit eine Eintrittskarte (18,50 Euro) erwirbt, erhält einen Gastrogutschein über drei Euro.
Dauerkarte: Wer eine Dauerkarte besitzt, kann diese bis Freitag, 8. Mai, zurückgeben und erhält den vollen Preis erstattet. Wer seine Dauerkarte behält, wird zu einer von (derzeit) drei exklusiven Veranstaltungen eingeladen. Diese sollen stattfinden, sobald es die Corona-Lage zulässt.
Weitere Infos: www.kamp-lintfort2020.de

Veranstaltungen in den Themenbereichen finden erst einmal nicht statt. „Wenn es weitere Lockerungen gibt, können wir vielleicht über kleinere Veranstaltungen nachdenken“, sagte Landscheidt. Am Samstag, 16. Mai, ist die Jungfernfahrt für den Pendelverkehr zwischen Moers und Kamp-Lintfort, der dann immer an den Wochenenden verkehrt. Da es sich, wie beim Shuttlebus, um einen ÖPNV handelt, gilt auch hier die Maskenpflicht.