Die neuen Auszubildenden mit ihren Ausbildern: (v.l.n.r.) Petra van Schöll, Ausbildungsleiterin, Finn Kösters, Auszubildender, Isabell Langenberg, Auszubildende und Barbara Nickesen, Regionaldirektorin. Foto: AOK-Regionaldirektion Kreis Kleve & Kreis Wesel

NIEDERRHEIN. Viele Jahre lang brauchten sich Unternehmen keine Sorgen um Nachwuchskräfte zu machen. Sie kamen von selbst. Das hat sich mittlerweile geändert, weshalb Johannes Verfürth, zuständig für das Regional-Marketing der AOK-Regionaldirektion Kreis Kleve und Kreis Wesel, klar sagt: „Unternehmen müssen raus aus dem Dornröschenschlaf und aktiv auf junge Leute zugehen.“

Für Verfürth sind dies aber nicht nur leere Worthülsen, sondern die AOK-Regionaldirektion Kreis Kleve und Kreis Kleve füllt diese mit leben: „Wir selbst sind auf zahlreichen Berufsmessen unterwegs und bieten auch kostenfreie Bewerbungstrainings und Assessment-Center in Schulen vor Ort an, um so erste Kontakte zu knüpfen und die jungen Leute in Lohn und Brot zu bringen“, erklärt Verfürth. Der Leiter des Regionalmarketings ist sich sicher, dass Krankheiten auch durch Arbeitslosigkeit entstehen können: „Wenn ich keinen Job habe, kann es zu psychischen Erkrankungen kommen.“

Um dem Entgegenzuwirken, engagiert sich die AOK mit Netzwerkpartnern in der Region, um jungen Menschen bei den ersten Schritten ins Berufsleben zu helfen. Zudem weist Verfürth daraufhin, dass es die Aufgabe solcher Messen auch sei, die Ausbildung wieder attraktiver zu machen: „Nicht jeder muss studieren gehen, es gibt auch attraktive Ausbildungsmöglichkeiten.“

-Anzeige-

Auszubildende über Praktika finden

Neben Ausbildungsmesse bietet die AOK auch regelmäßig Praktikumsplätze an, um jungen Menschen einen Einblick ins Unternehmen zu geben: „Unsere Praktikanten sollen hier live erleben, wie wir sind und arbeiten. Nicht selten haben wir über diesen Weg schon neue Auszubildende finden können“, erklärt Verfürth und fügt hinzu, „wenn man nichts säht, kann man auch nicht ernten.“

Die AOK predigt aber nicht nur, wie wichtig die Gesundheit von Mitarbeitern ist, sondern setzt dies auch aktiv in den eigenen Reihen um: „Unser Ziel ist es, unsere Beschäftigten zu stärken, weil sie das wichtigste Kapital in unserem Unternehmen sind“, erläutert Barbara Nickesen, Regionaldirektorin der AOK Kreis Kleve und Kreis Wesel. Zur Stärkung der Mitarbeiter werden zum Beispiel Gesundheitsangebote wie Bewegungspausen am Arbeitsplatz, Achtsamkeitsübungen und Resilienz-Workshops angeboten: „Eigentlich ist das alles natürlich nichts Neues“, erklärt Nickesen. „Wir alle möchten leistungsstarke Mitarbeiter haben, dann müssen wir aber auch etwas dazu beitragen, dass die Mitarbeiter leistungsstark bleiben.“

Emapthie und Motivation

Dazu gehöre es zum Beispiel auch, einmal zuzuhören und sich empathisch zu zeigen: „Man kann nicht immer nur super Tage haben und große Ziele erreichen. Wichtig ist es aber dann, nicht die Mitarbeiter zu demotivieren, sondern weiterzumachen und sie anzuspornen.“
Von der Durchblick-Konferenz erhoffen sich Verfürth und Nickesen einmal mehr Aufmerksamkeit für diese wichtigen Themen, und die Stärken der Region Niederrhein.

Weitere Informationen zum See Park Janssen gibt es auf der Internetseite des Unternehmens.