Futura Flower
Bernd Germes (links) und Tom Canders von Futura Flowers. Foto: privat

NIEDERRHEIN. In dem Straelener Gartenbaubetrieb „Futura Flower“ arbeiten in Spitzenzeiten bis zu 65 Mitarbeiter. Die beste Möglichkeit neue Mitarbeiter zu gewinnen, laufe über die Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter, erklären Tom Canders und Bernd Germes, Betriebsinhaber der Futura Flower.

Das Thema Fachkräftemangel ist im Gartenbaubetrieb sehr aktuell: „Fachkräfte oder auch Auszubildende zu finden, ist sehr schwierig geworden“, erklärt Tom Canders. Viele junge Leute hätten ein falsches Bild von dem Beruf: „Das Image ist verstaubt und eher schlecht, obwohl der Beruf mittlerweile viel mit Technik zu tun hat“, so Bernd Germes und fügt hinzu, „Angebot und Nachfrage stehten hier in keinerlei Verhältnis.“

Drei Auszubildende absolvieren gerade ihre Ausbildung zum Gärtner mit Fachrichtung Zierpflanzenbau bei Futura Flower. Neben klassischen Printanzeigen, dem Internetauftritt und Ausbildungsmessen stehen die Betriebsinhaber auch mit den Berufsschulen und Meisterschulen in Kontakt, und laden diese zu Betriebsbesichtigungen ein
Zudem arbeitet Futura Flower auch eng mit der Landwirtschaftskammer zusammen: „Am Wichtigsten ist aber, dass die Mitarbeiter zufrieden sind, denn die tragen das auch nach außen und werben so automatisch für das Unternehmen.“

Finanzieller Bonus fürs Auswendiglernen

Um stetig im Austausch mit den Auszubildenden und den Meistern zu bleiben, setzten sich alle jeden Donnerstagnachmittag gemeinsam zusammen: „Da besprechen wir aktuelle Themen“, verrät Canders. Zudem müssen die Auszubildenden zehn botanische Namen von Pflanzen vortragen: „Insgesamt müssen sie in der Ausbildung 380 Namen lernen. Wir haben das wöchentlich aufgeteilt und wenn sie diese können, gibt es einen kleinen finanziellen Bonus“, so der Betriebsinhaber der Jungpflanzen.

Neben den Meistern, den Gesellen, den Bürokräften und den Auszubildenden gibt es zudem auch viele polnische Mitarbeiter bei Futura Flower: „Mein Vater hat diesen Betrieb mit ihnen aufgebaut und ihre Arbeit wird hier sehr hoch geschätzt“, so Canders. Genau deshalb liegt dem Meister für Zierpflanzenbau das Wohl der Saisonarbeitskräfte auch sehr am Herzen: „Uns ist wichtig, dass die Mitarbeiter hier sehr gut untergebracht sind und sich wohlühlen, denn wir möchten sie natürlich auch gerne halten.“

Saisonabschnitte gemeinsam feiern

Für alle Mitarbeiter werden zudem auch mehrmals im Jahr Aktivitäten angeboten: „Wir haben vier Saisonabschnitte und das erfolgreiche Ende dieser wird immer gemeinsam gefeiert. Zudem waren wir letztens mit allen unseren Mitarbeitern drei Tage auf Mallorca“, so Canders. Für die Zukunft seien außerdem noch ein Fitnessraum und eine neue Kantine in Planung: „Wir möchten unseren Mitarbeitern eine bestmögliche Atmosphäre schaffen, in der sie gerne arbeiten“, so Germes.

Dazu gehöre natürlich auch, dass Wasser und Kaffee gestellt werden, aber das sei für die Geschäftsführer eine Selbstverständlichkeit: „Wichtig ist uns vor allem, dass wir diese Dinge gerne tun. Unsere Mitarbeiter müssen uns dafür nicht ewig dankbar sein, sondern sollen einfach gerne bei uns arbeiten“, so Canders abschließend.

Weitere Informationen zu Futura Flower gibt es auf der Internetseite des Unternehmens.