KREIS KLEVE. Erfolg für die Ermittlungskommission „Glockenturm“: Die Kriminalpolizei hat bei ihrer umfangreichen Arbeit die richtigen Puzzlestücke zusammengesetzt und so zwei Täter identifiziert, denen eine Reihe von Einbrüchen vor allem auf Gelderner und Gocher Stadtgebiet aber auch in den Nachbarkreisen Wesel und Viersen zur Last gelegt wird.

Unter anderem aufgrund von hinterlassenen DNA-Spuren konnte die Polizei ihnen insgesamt 35 Taten seit dem Jahr 2018 nachweisen. Der 31-Jährige aus Kevelaer und der 28-Jährige aus Geldern sind demnach oftmals als Duo auf Beutezug gegangen und hatten es vor allem auf Schulen abgesehen: 15-mal stiegen sie in Schulgebäude ein, etwa in die Grundschulen in Winnekendonk im Dezember 2019 und in Geldern Anfang Februar dieses Jahres. In 13 Fällen handelte es sich bei den Tatobjekten um Pfarrgemeindehäuser. Dazu zählte beispielsweise das Issumer Pfarrbüro, in das Anfang Februar eingebrochen wurde.

Auf die Spur des 31-Jährigen kamen die Kriminalbeamten auch aufgrund seiner Nachlässigkeit: Bei einer Wohnungsräumung im Oktober 2019 entdeckte der Vermieter des 31-Jährigen in dessen Wohnung eine Vielzahl von Beutestücken, die die Kripo verschiedenen Einbruchstaten zuordnen konnte. Schnell stellten die Ermittler fest, dass der Mann mit dem 28-Jährigen befreundet ist, der in der Vergangenheit schon mehrfach aufgrund gleichgelagerter Delikte polizeilich in Erscheinung getreten war. Der jüngere der beiden Täter wurde letztlich in Kempen bei einem Einbruch in ein Pfarrhaus auf frischer Tat festgenommen. Im August wurde der Mann zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Gegen den 31-Jährigen wurde ein Haftbefehl erwirkt. Als der Fahndungsdruck zu groß wurde, stellte er sich im vergangenen Juni der Polizei in Geldern und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.

Bei der Auswertung der großen Menge an Spuren förderte das LKA in Düsseldorf noch andere Treffer zu Tage. Im Rahmen von DNA-Auswertungen konnte bei einer Tat auch die Beteiligung eines 33-jährigen Verwandten des 28-Jährigen nachgewiesen werden. Der Verfahren gegen ihn wird gesondert geführt. Auch fünf männliche Täter im Alter von 18 bis 29 Jahren konnten im Zuge der Ermittlungen identifiziert werden und müssen sich für vier weitere Schuleinbrüche verantworten. Die Verfahren befinden sich aktuell zur Bearbeitung bei der Staatsanwaltschaft Kleve.