Hallenfußball-Kreismeisterschaften
Auch der TSV Wachtendonk-Wankum möchte 2020 um die vorderen Plätze mitspielen. NN-Foto (Archiv): Gerhard Seybert

KREIS KLEVE. Ob das Eröffnungsspiel der Hallenfußball-Kreismeisterschaften in Geldern schon ein vorgezogenes Finale ist, vermag natürlich keiner voraussagen. Denkbar wäre es aber. Mit dem SV Straelen und dem 1. FC Kleve treffen am Samstag, 4. Januar, ab 14 Uhr zwei Teams aufeinander, die in den vergangenen sieben Jahren jeweils drei Mal den Titel geholt haben. Nur die Sportfreunde Broekhuysen sorgten 2018 für Abwechslung.

„Der erste Gegner im Turnier hätte nicht schlimmer kommen können“, sagt Marcel Blaschkowitz, Trainer der zweiten Mannschaft des SV Straelen, welche die grün-gelben Farben in Geldern vertreten wird. Sein Gegenüber, Umut Akpinar, Trainer des 1. FC Kleve, sieht an dieser Konstellation aber auch etwas Positives: „So weiß man wenigstens sofort, wo man steht.“ Was beide vereint: die Vorfreude auf die Partie.

„Die Gruppe ist sehr stark“

„Die Hallenkreismeisterschaften sind immer etwas Besonderes. Da wollen wir schon erfolgreich sein und mindestens ins Halbfinale einziehen“, sagt Blaschkowitz. Dazu müssten die Straelener in der Gruppe A mit dem 1. FC Kleve, dem SV Walbeck und dem SV Rindern einen der beiden vorderen Plätze belegen. „Unsere Gruppe ist schon sehr stark. Beim 1. FC Kleve als Oberligist muss man natürlich schauen, mit was für einer Mannschaft sie antreten. Mit dem SV Walbeck haben wir einen ebenbürtigen Bezirksligisten dabei. Rindern ist zudem ein guter Kreisliga A-Ligist“, meint Blaschkowitz.

In der anderen Gruppe, die aus dem Ausrichter GSV Geldern, dem FC Aldekerk, den Sportfreunden Broekhuysen und dem TSV Wachtendonk/Wankum besteht, sieht er die beiden letztgenannten in der Favoritenrolle. „Ich denke aber, dass der TSV Wa./Wa. die Gruppe gewinnen wird. Dadurch wäre es für uns durchaus ein Vorteil, wenn wir in unserer Gruppe den Tabellensieg holen und dann nur auf den Zweiten der Gruppe B treffen würden“, sagt der Straelener Trainer. Der SVS habe allerdings auch durchaus eine Mannschaft, die stark in der Halle auftreten kann – wie sie bereits 2019 bei den Hallenfußball-Kreismeisterschaften einmal mehr bewiesen haben: „Wir haben gute Dribbler im Team, aber in der Halle ist alles sehr eng. Da entscheidet auch immer die Tagesform.“

Spaß steht an erster Stelle

Dem stimmt auch Akpinar zu. „Es sind nur gute Mannschaften dabei und in der Halle ist immer alles möglich. Da darf man gar keinen unterschätzen“, sagt der Klever Cheftrainer. Zum Favoritenkreis zähle er neben dem SV Straelen aber auch erneut die Sportfreunde Broekhuysen dazu, die im vergangenen Jahr dem SVS im Finale unterlagen.

„Am Ende kann aber jeder die Kreismeisterschaft holen“, ist Akpinar überzeugt. Für ihn stehe jedoch ohnehin nicht der Titelgewinn an erster Stelle: „Wir wollen vor allem Spaß haben. Meine Spieler freuen sich auf das Turnier. Für uns ist aber wichtig, dass sich niemand verletzt. Denn natürlich ist die Meisterschaft für uns am wichtigsten und dafür sollen meine Spieler verletzungsfrei bleiben.“ Personell werde er trotzdem eine „gute Truppe“ mit Spielern des Oberliga-Teams ergänzt mit Spielern der zweiten Mannschaft aufs Feld schicken.

Die Sportfreunde Broekhuysen wollen auch in diesem Jahr ihre „Außenseiter-Chance“ wieder wahren – allerdings ohne Druck. „Wir gehen ganz entspannt hin und wollen am ersten Turniertag erstmal in die Endrunde um die Plätze eins bis vier einziehen – und dann werden wir weitersehen“, sagt Sportfreunde-Trainer Sebastian Clarke. Der Bezirksligist reist mit den Spielern an, „die Lust auf Hallenfußball haben“. Für ihren Trainer gilt das in jedem Fall. „Ich glaube, das merkt man auch, wenn ein Trainer Lust darauf hat. Das gibt er auch an seine Spieler weiter“, meint Clarke. In den vergangenen beiden Jahren sei das neben einer guten Portion Disziplin das Erfolgsrezept der Broekhuysener gewesen.

„Wir haben sofort zugesagt“

Als Neuling bei den Hallenfußball-Kreismeisterschaften ist in diesem Jahr der SV Rindern dabei. Bedingt durch die Absagen anderer Mannschaften haben die Organisatoren des GSV Geldern beim A-Ligisten angefragt. „Der SV Rindern freut sich zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte dabei sein zu dürfen. Wir haben nicht lange gezögert und sofort zugesagt“, verrät Joris Ernst, Trainer der „Zebras“. Für sein Team sei es eine Ehre, bei so einem traditionsträchtigen Turnier dabei sein zu dürfen. „Wir sind zwar der totale Underdog, aber das ist auch okay. Wir wollen uns vernünftig präsentieren. Wir werden definitiv nicht Spalier stehen, sondern versuchen, uns zu wehren“, kündigt Ernst an.