Inmitten der Natur macht Lernen und Entdecken Spaß

Gruppen lieben Aufenthalt in der Jugendbildungsstätte Forsthaus Hasenacker

LABBECK. Auf dem Weg zum Forsthaus Hasenacker in Labbeck kommt der Gedanke „Hier ist die Welt noch in Ordnung“. Der richtige Platz für einen Wellness-Urlaub inmitten der Natur. Auf dem Gelände ist‘s erst mal vorbei mit der Ruhe: Hier herrscht munteres Treiben. Denn man ist angekommen an der Jugendbildungsstätte des Bildungs & Freizeitwerk Herne.

Das Forsthaus wurde als Herrensitz für die Grafen von Kleve bereits vor 600 Jahren gebaut, später als Forsthaus genutzt , steht seit 1990 unter Denkmalschutz und ist bereits seit 1974 in Trägerschaft des Bildungs- und Freizeitwerks Herne. Seit 1990 ist es vom Land NRW als Jugendbildungsstätte anerkannt.
NN-Foto: Lorelies Christian

Seit vielen Jahren nutzen Schulklassen und andere Jugendgruppen das denkmalgeschützte Gebäude mit Anbau und das 30.000 Quadratmeter große Grundstück mit Wiesen, Teichen, großer Feuerstelle und Sport- und Spielplätzen für gemeinsame Aktivitäten. „Bereits nach einem Tag sind unsere Kinder wie ausgewechselt, entspannt, vergessen ihr Handy und lassen sich für die Angebote begeistern!“ – so die Rückmeldung der begleitenden Lehrer beim Einrichtungsleiter Tim Jansen. „Das hören wir natürlich gerne“, gibt er unumwunden zu und führt es zum einen auf den besonders einladenden Ort inmitten der Natur zurück, zum anderen auf die vielfältigen Bildungsangebote, die „seine Teamer“ mit den Kindern durchführen. Ob die Höhlenmenschen sich im Speerwerfen üben, die Römer passende Kleidung oder Handwerkszeug herstellen oder die Ritter das Mittelalter wieder auferstehen lassen, der Phantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Viele Gruppen bleiben eine halbe, andere eine ganze Woche (Montag bis Freitag), wieder andere buchen sich fürs Wochenende ein und gestalten ihr Programm selbst. 68 Betten sind in Einzel- Zweibett- und Vierbettzimmern aufgestellt. Bei der Vorstellung schmunzelt Tim Jansen „Wir bekommen durchweg sehr gute Bewertungen, das besondere Sternchen bekommt immer unsere Küche“. Das Zwölf-Kopf-Team sorgt für gesunde abwechslungsreiche Kost, bietet auch Alternativen bei Allergien oder Unverträglichkeiten.

Einrichtungsleiter Tim Jansen mit Bufdi Greta Kummer im Außenbereich am Forsthaus Hasenacker.
NN-Foto: Lorelies Christian

Nicht nur die Schüler (meist Grundschule oder fünfte / sechste Klasse) fühlen sich wohl in Labbeck, auch das Personal schätzt diesen besonderen Ort als Arbeitsplatz sehr. „Meine Schwester Afra hat hier bereits ihren Bundesfreiwilligendienst gemacht und arbeitet inzwischen als Teamerin hier mit, jetzt habe ich eine Bufdi-Stelle angetreten“, berichtet Greta Kummer aus Alpen. Die 18-Jährige hat in Rheinberg ihr Abitur gemacht und nutzt das Jahr, Erfahrungen zu sammeln, sich zu orientieren und eigenverantwortlich Arbeiten zu übernehmen. „Ich werde bei der Programmgestaltung mitwirken und auch die Vorbereitungen dazu treffen“, beschreibt sie ihr hauptsächliches Aufgabengebiet. Zusätzlich wird sie in die Verwaltungsarbeiten hineinschnuppern und auch den hauswirtschaftlichen Teil kennenlernen. Tim Jansen betont: „Wir unterstützen die Persönlichkeitsentwicklung unserer Bufdis und helfen bei der Entscheidungsfindung zur beruflichen Perspektive unter anderen durch Bildungstage beim Verband.“ Da der Einrichtungsleiter nur mit einer weiteren hauptamtlichen Bildungsreferentin zusammenarbeitet, ist die Mitarbeit von Bufdis und Honorarkräften (Teamer, zum Beispiel Studenten Lehramt oder Sozialarbeit) dringend erforderlich. „Wir freuen uns auf Unterstützung von Leuten aus der Region“, wirbt Jansen.
Doch – Hand aufs Herz – fällt einem denn nicht die Decke auf den Kopf an diesem Ort, wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen? Thomas Jansen lacht: „Nein, ganz und gar nicht. Unsere Gäste schätzen gerade diese Abgeschiedenheit. Sie trägt zur Teambildung ungemein bei. Das Haus mit seinen Seminar- und Aufenthaltsräumen, die Mehrzweckhalle, Wald und Wiesen rundum bieten für jedes Wetter zahlreiche Freizeitgestaltungsmöglichkeiten. Der Platz an der Feuerstelle wird wie ein offenes Klassenzimmer genutzt, die Teiche bieten sich für alle möglichen Forschungsexperimente an. Langeweile kommt hier nicht auf!“

INFO
Anfragen und Bewerbungen bei:
Tim Jansen, Hausleitung, Telefon 02838/3268, E-mail: tim.jansen@jubi-hasenacker.de
Weitere Infos unter www.jubi-hasenacker.de