STRAELEN. Wer am letzten Wochenende noch daran gezweifelt hat, dass Straelen zu Recht den Titel „Blumenstadt“ trägt, der hat dem „City of Flowers“-Festival keinen Besuch abgestattet. Was das Organisationsteam den Besuchern dort am Freitag und Samstag geboten hat, spricht für musikalisches und floristisches Feingespür.

Zum dritten Mal wurde das kostenlose elektronische Musikfestival von Organisator Dirk Roosen und einem großen Team von ehrenamtlichen Helfern auf dem Klosterplatz veranstaltet. In diesem Jahr fand das Festival jedoch zum ersten Mal, aufgrund des ausgefallenen Stadtfestes, erst im August und als gesonderte Veranstaltung statt. Den Besucherzahlen hat diese Veränderung allerdings keinen Abbruch getan. Ganz im Gegenteil: „Trotz zum Teil widriger Wetterbedingungen konnten wir an beiden Tagen zusammen einen Durchlauf von 4.000 bis 4.500 Besuchern verzeichnen, welches nochmals eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr bedeutet (3.000 Besucher)“, erklärt Dominik Nellesen vom Organisationsteam und zuständig für die Presse- und Marketingarbeit vom „City of Flowers“.

Neue Währung: der Blumentaler

Erstmalig konnten die Besucher in diesem Jahr in der eigenen Währung, dem Blumentaler, zahlen. Diese konnten unter anderem für fruchtige Cocktails, Blumenhaarkränze der Landgard-Initiative „Blumen – 1000 gute Gründe“ oder für das gastronomische Angebot von „Herr Lehmann“ eingetauscht werden. Der Eintritt war an beiden Tagen frei. Entsprechend füllte sich der Klosterplatz im Laufe der Abende mit Besuchern jeden Alters, die sich schnell vom speziellen Festival-Feeling begeistern ließen: „Uns freut es wahnsinnig, dass wir alle Altersgruppen von 16 bis ins hohe Alter erreichen konnten. An beiden Tagen war das Publikum sehr gut gemischt und bester Stimmung, so dass wir alle gemeinsam eine friedliche Party feiern konnten“, so Nellesen.

Mit viel Liebe zum Detail und jeder Menge Kreativität hatten die Organisatoren das Festivalgelände gestaltet. Die grüne Couch im Flower-Power-Look, bequeme Palettenmöbel zum Chillen, blumige Kugeln in den Baumkronen, Palmen, Cocktailbar und Getränkestände sorgten für ein einladendes Ambiente. Und auch was die Bühne angeht, hatten die Organisatoren nicht zu viel versprochen: Auf die großen LED-Leinwände, die vor und hinter dem DJ-Pult angebracht waren, wurden immer wieder verschiedene Motive und Farben projiziert, was besonders in der Dunkelheit augesprochen gut zur Geltung kam. Auch die Feuerelemente sorgten beim Publikum in den Abendstunden für Begeisterungsrufe. Bereits seit Mittwoch hatte das gesamte Team am Aufbau gearbeitet, um den Klosterplatz zum Festivalbeginn am Freitag in eine blumige Festivaloase zu verwandeln: „Wir sind wahnsinnig stolz auf das, was wir in einem (in Relation zur Veranstaltungsgröße) sehr kleinen Team geschaffen haben. Teilweise wurde 30 Stunden am Stück gearbeitet“, berichtet Nellesen und fügt hinzu, „mit ganz viel Herzblut, Engagement und vielen Helfern haben wir ein Festival auf die Beine stellen können, welches es in Straelen in dieser Form und mit dieser Qualität noch nicht gegeben hat.“

Lokaler Heidliner: Eddie Thoneick

Auch musikalisch hatte das Organisationsteam im Vorfeld ein gelungenes Line-up für das „City of Flowers“ auf die Beine gestellt. Als Headliner wurde Eddie Thoneick am Samstagabend von den Straelenern gefeiert. Aber auch die Sets von „Krumm&Schief“, „Pa:ul & TFY“, „Stefan Lindenthal“ und „Heinrich & Heine“ sorgten für Partystimmung auf dem Klosterplatz: Egal ob alt oder jung – gemeinsam wurde bis in die Nacht hinein getanzt und das ohne nennenswerte Beschwerden und keinerlei Vorkomnisse: „Es gab bis auf ganz wenige Ausnahmen vorab, überhaupt keine Beschwerden von Anwohnern oder Gästen. Ebenfalls kam es zu keinerlei Zwischenfällen“, kann Nellesen abschließend berichten. Wie es im nächsten Jahr weitergeht, wird das Organisationsteam in den nächsten Wochen besprechen.