Erste „grundlosen“ Bäume sind gepflanzt

Aktion des Vereins „Natur und Kunst im Achterhoek“ (NuK)

KEVELAER. Die ersten Bäume aus der Aktion „grundlosen Bäume“ der Vereins „Natur und Kunst im Achterhoek“ (NuK) sind gepflanzt. Die Idee reifte im Juni des vergangenen Jahres. Werden heute in aller Regel Bäume nur noch als Ausgleichsmaßnahme gepflanzt, finden jene, die bei Sturm fallen oder wegen einer Krankheit eingehen, häufig keinen Ersatz. Der Verlust von Bäumen, Wildhecken und sich selbst überlassenen Biotopen in den letzten 50 Jahren sei gravierend. Das war für die Mitglieder des NuK Grund genug, „grundlos“ Bäume zu pflanzen.

Rundlos Bäume gepflanzt haben: Von links: Rainer Verhülsdonk, peter Schlossarek, dorothe Ophey, gerd ophey, johannes Baaken, Gerd Kronenberg, Norbert de ryck und Matthias David.
NN-Foto: Gerhard Seybert

Aus den 1.000 Euro Startkapital des Vereins ist dank vieler Spender ein Fond von inzwischen mehr als 7.000 Euro entstanden. Auf der Suche nach geeigneten Standorten für Neuanpflan-zungen habe sich zeigt, dass es gar nicht so einfach ist, wie zuvor gedacht. Bäume, die aus dem Fond bezahlt werden, sollten möglichst auf öffentlichem Grund stehen und jedermann zugängig sein.

Flächen gesucht

Seither sind viele Ortstermine in Kevelaer und seinen umliegenden Ortschaften absolviert worden. Gemeinsam mit den Heimatvereinen und Ortsvorständen wurden bei den Lokalterminen die unterschiedlichsten Flächen begutachtet. Gesucht wurden Standorte für die Anpflanzung sowie zuverlässige Gießpaten.
In Winnekendonk wurde der Verein „Natur und Kunst im Achterhoek“ als erstes fündig. Dank der Vermittlung durch den Ortsvorsteher Hansgerd Kronenberg und den Heimatverein „Ons Derp“,zeigte sich der SV Viktoria Winnekendonk 1922 bereit, einen großen Bereich auf dem Gelände des Viktoria Sportparks zur Verfügung zu stellen. Aufgrund des großen Engagements des Bauhofes der Wallfahrtsstadt Kevelaer, konnte die Bepflanzung mit Hilfe der Jugendgruppe des SOS-Kinderdorfes in dieser Woche realisiert werden.

13 Bäume gepflanzt

Hier fanden vier Vogelkirschen, vier Silberlinden, zwei Fleischrote Rosskastanien, zwei Feld- und ein Rotahorn ein neues Zuhause und beste Pflege, dank der Mitglieder der Winnekendonker Sportfreunde. Bei der Wahl der Baumarten  bevorzugte der Verein „Natur und Kunst im Achterhoek“ diejenigen, die einen hohen Pollen- und Nektarwert aufweisen und mit dem veränderten Klima gut mithalten können. Für die 13 Bäume mit einem Stammumfang zwischen 20 und 25 Zentimer, beziehungsweise einer Wuchshöhe von über drei Meter sind somit die ersten 2.500 Euro ihrem angedachten Zweck zugeführt worden. Zusätzlich wurde entlang eines Teilbereichs des Zaunes, der den Sportpark eingrenzt, eine Wildhecke gepflanzt. Die Finanzierung dieser Bepflanzung ermöglichten die Stadtwerke Kevelaer.
Mehr Information unter www.nuk-achterhoek.de