Sein Motto lautet: „Zugucken geht nicht“

Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) für Joachim Janshen aus Wetten

WETTEN. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zeichnete jetzt Joachim Janshen aus Wetten für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement und seine Verdienste um den Erhalt des kulturellen Lebens in Kevelaer-Wetten mit dem Rheinlandtaler aus. Mit dem Rheinlandtaler ehrt der LVR Persönlichkeiten, die sich um die Kulturpflege im Rheinland besonders verdient gemacht haben. Joachim Janshen hat sich seit mehr als 50 Jahren um das dörfliche Leben in Wetten verdient gemacht. Durch sein Engagement unter anderem in der St. Franziskusbruderschaft und im Geselligen Verein Wetten hat er Spuren hinterlassen und das Dorfleben mit geprägt. Die Bildung eines Heimatausschusses aller Wettener Vereine, die Erneuerung des Dorfkerns oder der Erhalt der Mundart des „Wettener Platt“ sind nur einige Gebiete, auf denen Joachim Janshen aktiv war.

Zur Verleihung des Rheinlandtalers fanden sich (v.l.) Anne Henk-Hollstein, Bürgermeister Dominik Pichler, Joachim Janshen, die erste stellvertretende Landrätin des Kreises Kleve Hubertina Croonenbroek, Maria van Leuven, Peter Hohl und die CDU-Landtagsabgeordnete Margret Vosseler im Niederrheinischen Museum in Kevelaer ein. NN-Foto: Gerhard Seybert
Zur Verleihung des Rheinlandtalers fanden sich (v.l.) Anne Henk-Hollstein, Bürgermeister Dominik Pichler, Joachim Janshen, die erste stellvertretende Landrätin des Kreises Kleve Hubertina Croonenbroek, Maria van Leuven, Peter Hohl und die CDU-Landtagsabgeordnete Margret Vosseler im Niederrheinischen Museum in Kevelaer ein. NN-Foto: Gerhard Seybert

Die Laudation auf Joachim Janshen hielt Anne Henk-Hollstein, stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland. „Joachim Janshen ist ein positives Beispiel dafür, wie persönliches Engagement zum Vorbild für andere werden kann. Das Dorfjubiläum „850 Jahre Wetten“, die Etablierung des Frühlings- und Bauernmarkts oder die Partnerschaft Wettens mit dem sachsenanhaltinischen Lebendorf stehen dafür exemplarisch. Als er gefragt wurden, warum er sich ehrenamtlich engagiert, hat er nur drei Worte gesagt: „Zugucken geht nicht.“

Als junger Mann trat Janshen in die Bruderschaft St. Franziskus auf der Berendonk ein. Sie fördert als Schützenverein den Zusammenhalt, das gesellige Miteinander, organisiert Feste und Treffen, wie etwa das noch heute stattfindende und mittlerweile traditionelle Vogelschießen.  Joachim Janshen war lange Jahre Vorsitzender der Bruderschaft und engagierte sich in besonderer Weise für das Miteinander und das Zusammenwachsen der Bauernschaft mit dem Dorf Wetten. Schon 1961 war er Festkettenträger. Seine vereinsmäßige Heimat sind neben der St. Franziskusbruderschaft die Geselligen Vereine Wetten e.V.

Hier wurde er schon 1968 Mitglied. So wurde unter seiner Regie die alte Dorfschule renoviert, der Dorfplatz in Wetten neu hergerichtet und mit dem Junkerbrunnen als Dorfmittelpunkt neu in Wert gesetzt worden. Neben diesen materiellen Zeichen von Vergangenheit und Zukunftsfähigkeit seien es vor allem die immateriellen Werte, die die Identität eines Dorfes in besonderem Maße prägten. Dazu gehört etwa die Sprache, der unverkennbare Dialekt. Auf den Rückgang des Wettener Plattsr eagierte Joachim Janshen mit der Einführung eines Mundartabends reagiert. Das große Jubiläum „850 Jahre Wetten“ hat er federführend organisiert, eine Festschrift, zahlreiche Aktivitäten und vor allem den historischen Umzug mit Szenen aus der Dorfgeschichte initiiert.