KREIS KLEVE. Enger Schulterschluss von Kreis und Kommunen im Kreis Kleve zur koordinierten Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge: Am heutigen Freitag nutzten die Bürgermeisterin und Bürgermeister die Möglichkeit, sich mit Landrätin Silke Gorißen über zahlreiche Fragestellungen im Kontext des Ukraine-Kriegs auszutauschen.

Mit dabei waren auch einige Fachkräfte der Kreisverwaltung, die Detailfragen beantworten konnten. Alle betonten ihre Fassungslosigkeit über das Leid der Menschen, die nun ihr Zuhause in der Ukraine verlassen müssen und auf der Flucht sind. Einigkeit herrschte darüber, dass viele Themen schnell und pragmatisch angegangen werden müssen, auch wenn in Teilbereichen noch Regelungen von Bund und Land ausstehen.

Die Landrätin informierte über die Koordinationshilfen, die aus dem Arbeitskreis Ukraine-Hilfe der Kreisverwaltung bereits entwickelt wurden. So wurde nun auf der Homepage des Kreises Kleve die Internetseite „Ukraine-Hilfe“ online gestellt, die erste Informationen liefert. „Die Internetseite wird regelmäßig ergänzt und aktualisiert“, so Landrätin Gorißen. Über ein Kontaktformular können Bürger private Hilfeleistungen anbieten, beispielsweise dolmetschen oder ehrenamtliche Begleitung. Im Kreishaus wird dann das Kommunale Integrationszentrum (KI) die privaten Angebote kanalisieren – je nach Fragestellung in den jeweiligen Fachbereich der Kreisverwaltung oder zum Ansprechpartner in der entsprechenden Kommunen.

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Zur Unterstützung der ankommenden Kriegsflüchtlinge sucht das KI ehrenamtliche Sprachmittler für Ukrainisch. Interessenten können sich ebenfalls über das Kontaktformular oder beim KI melden (Telefon 02821/85127 oder ki@kreis-kleve.de). Die Runde besprach ferner Fragen zur Anmeldung der Flüchtlinge in der jeweiligen Kommune oder zur gesundheitlichen Betreuung der geflüchteten Menschen sowie das Thema „Corona-Impfstatus“. In wenigen Tagen wird es ein weiteres virtuelles Treffen auf Kreisebene geben, bei dem sich dann die kommunalen Ansprechpartner und die Mitarbeiterinnen des KI abstimmen. „Wir machen mit Volldampf weiter“, so der übereinstimmende Tenor aller Anwesenden. „Dabei können wir uns glücklich schätzen, dass wir selbst nicht in einer solchen Situation sind.“