Finanzielle Unterstützung für Studierende der HSRW

Hochschule hilft mit Corona-Hilfsfonds und dem Deutschlandstipendium

KREIS KLEVE. Einige Studierende der Hochschule Rhein-Waal (HSRW) hat die Coronavirus-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben besonders hart getroffen. „Viele von ihnen arbeiten in den Sektoren wie der Gastronomie, um sich ihr Studium zu finanzieren. Das fällt jetzt natürlich erstmal weg“, sagt Dr. Oliver Locker-Grütjen, Präsident der Hochschule Rhein-Waal. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AsTa) hat nun mit der Unterstützung der HSRW und des Fördervereins der Hochschule „Campus Cleve“ einen Corona-Hilfsfonds ins Leben gerufen, um die Studierenden zu unterstützen. Des Weiteren können Studenten mittels eines Deutschlandstipendiums weitere finanzielle Unterstützung erhalten.

Hochschule Rhein-Waal
Lassen die Studierenden nicht alleine: Hans-Josef Kuypers, Peter Wack (beide Förderverein Campus Cleve), Hochschulpräsident Dr. Oliver Locker-Grütjen und Sparkassenvorstand Wilfried Röth (v.l.)
Foto: HSRW

„Unsere Studierenden finanziell zu unterstützen, ist uns ein wichtiges Anliegen – nicht nur bei der Förderung durch das Deutschlandstipendium. Wegen der aktuellen Corona-Pandemie stehen viele Studierende vor einer großen finanziellen Herausforderung, die wir gemeinsam meistern wollen“, sagt Locker-Grütjen. Studierende sollen deshalb beim Corona-Hilfsfonds eine Einmalzahlung in Höhe von 250 Euro für ihren Lebensunterhalt bekommen können. Diese müsse auch nicht zurückgezahlt werden. „Es gibt schon jetzt mehr Anträge als wir auszahlen können“, sagt Locker-Grütjen. Der Allgemeine Studierendenausschuss sei gerade dabei, alles zu prüfen und die Zahlungen entsprechend auszuzahlen. Um sich vor einem Betrug zu schützen, fänden zwar Überprüfungen ab, insgesamt sollen die Zahlungen aber so unbürokratisch wie möglich ausgezahlt werden.

Wilfried Röth, Schatzmeister beim Förderverein der Hochschule und Vorstandsmitglied der Sparkasse Rhein-Maas begrüßt diese Initiative sehr. „Das ist sehr wichtig für die Region, dass wir den Studierenden in dieser Zeit beistehen. Wenn sie später einmal zurückblicken, werden sie immer sagen: In Kleve wurde mir geholfen“, sagt Röth. Das sei auch im Hinblick auf den hart umkämpften Arbeitsmarkt wichtig. Denn die Hochschule wolle nicht nur gute Absolventen in die Welt entlassen, sondern auch die Region mit ihnen versorgen.

Sparkasse Rhein-Waal finanziert fünf Stipendien

Die Sparkasse Rhein-Maas engagiert sich deshalb auch im Rahmen des Deutschlandstipendiums. Mit 9000 Euro, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung nochmal verdoppelt werden, finanziert die Sparkasse fünf Stipendien. Auch der Förderverein der Hochschule gibt fünf Studierenden die Chance, ein Stipendium zu erhalten. Mithilfe von weiteren privaten Spendern und sogar Professoren der HSRW werden jedes Jahr 70 bis 80 Stipendien vergeben, sagt Locker-Grütjen. Ein Jahr lang erhalten die Stipendiaten dabei 300 Euro monatlich. Für die Studierenden sei diese Förderung von großer Bedeutung, denn sie könnten sich so voll und ganz auf ihr Studium konzentrieren.

Um ein Stipendium zu erhalten, müssen Studierende sehr gute Leistungen im Studium erbringen und darüber hinaus fachliches oder soziales Engagement unter Beweis stellen. Noch bis zum kommenden Sonntag können sich Studierende für ein Deutschlandstipendium bewerben. Allerdings könnten private Förderer keine konkreten Studierenden unterstützen. „Ihre Förderung ist nicht personenbezogenen, aber sie können eine bestimmte Fachrichtung zum Beispiel im betriebswirtschaftlichen Bereich auswählen“, sagt Locker-Grütjen. Hans-Josef Kuypers, Geschäftsführer des Fördervereins „Campus Cleve“ ist stolz auf das Engagement: „Wir freuen uns sehr, dass uns schon jetzt eine Vielzahl an Spenden erreicht hat und wir somit bereits einigen Studierenden unter die Arme greifen konnten.“