GELDERN. Seit dem Frühjahr wird auf dem Gelände am Südwall in Geldern gebaut. Im Gebäude des ehemaligen Finanzamtes entsteht ein Hotel. Die Arbeiten sind gut vorangeschritten: Berge von Schutt wurden bereits abgetragen, die Verglasung am gesamten Gebäude erneuert (212 Fenster und Türen), 10.000 Meter Kabel verlegt und 2.160 Quadratmeter Fassade mit einem neuen Wärmeverbund-System versehen. Einen ersten Einblick hinter die Kulissen gewährte jetzt die Familie Janssen, die das neue Hotel betreiben wird. Sie hatte zum „digitalen Richtfest“, der Freischaltung der Internetseite des neuen Hotels, eingeladen. Bei diesem Anlass lüftete Marc Janssen auch das Geheimnis um den Namen der neuen Herberge: „Ja-Hotel“ mit dem Zusatz „by See Park“ wird zukünftig in großen Buchstaben auf der Fassade zu lesen sein.

Das „Ja“ leitet sich vom Familiennamen der Janssens ab, das neue Logo ist farblich an den Schriftzug des See Parks angelehnt – ganz bewusst, wie Marc Janssen betont: „Es gibt Parallelen und Unterschiede zwischen den beiden Hotels. Wir wollen die Qualitäts- und Service-Standards des See Park für das Ja-Hotel übernehmen, die Ausrichtung wird aber unterschiedlich sein.“ Der See Park ist als Vier-Sterne Wellness- und Tagungshotel bekannt, das neue Stadthotel soll Start- und Ausgangspunkt für diejenigen sein, die tagsüber aktiv sind. „Das können beispielsweise Familien sein, die den Niederrhein erleben und erkunden möchten, aber auch Gäste, die beruflich in Geldern sind“, erklärt Marc Janssen.

Die Eröffnung ist für Ostern 2020 geplant, am 9. April sollen die ersten Gäste begrüßt werden. 54 Zimmer und sechs vollausgestattete Apartments wird es in dem neuen Hotel geben. Gratis Highspeed-W-Lan wird den Gästen beste digitale Möglichkeiten bieten, das Einchecken ist dank „Mobile Key“ rund um die Uhr möglich. „Zwischen 6.30 und 23 Uhr steht zudem aber auch ein persönlicher Ansprechpartner an der Rezeption zur Verfügung“, ergänzt Marc Janssen. Er werde auch gerne Tipps für Ausflüge am Niederrhein geben.

Die Zimmer, zwischen 18 und 32 Quadratmeter groß, werden mit Wohlfühlbett, Klimaanlage und Bad mit bodenebener Dusche ausgestattet. Mit 49 Zoll-Smart-TVs ist neueste Technik auch hier zu finden. Zusätzlich stehen den Hotelgästen ein Fitnessraum, Snack- und Getränkeautomat, Waschsalon und ein überwachter Fahrrad-Abstellraum zur Verfügung. Ein Einzelzimmer kostet pro Nacht ab 60 Euro, ein Doppelzimmer ab 75 Euro. Wer in Geldern geboren ist, bekommt einen Rabatt, ebenso wie Gruppen und Gelderner Unternehmen.

JaLounge offen für Jedermann

Offen für alle Gäste wird die „JaLounge“ sein, in der man täglich frühstücken und Kaffee trinken sowie abends mit Freunden einen Cocktail in gemütlicher Atmosphäre genießen kann. Ein „Ort der Kommunikation“ soll die JaLounge werden, betont Marc Janssen, aber auch Arbeiten in entspannter Atmosphäre soll hier ermöglicht werden. Im (Co-)Working-Bereich können sich die Gäste in ruhige Arbeitsnischen zurückziehen oder den Meetingraum für bis zu zwölf Personen mieten. Gratis Highspeed-W-Lan steht ebenso zur Verfügung wie Kicker und Playstation für den „Pausensport“.

Die Arbeiten am Südwall gehen gut voran.

Gesucht werden noch Mitarbeiter für das Ja-Hotel. Etwa neue 25 Stellen sollen ab April besetzt werden. Über die Berufsmöglichkeiten informiert der Karrieretag am 3. Dezember im See Park. Viele Informationen rund um das neue Stadthotel bietet auch die Internetseite www.JaHotel.de, die ab sofort freigeschaltet ist. Zimmerbuchungen sind hier bereits möglich, bei einem Gewinnspiel werden die ersten Übernachtungen im neuen Hotel verlost.

Eine erste große Belegung für das neue Ja-Hotel konnte Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers zum digitalen Richtfest bekannt geben: Die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland, der über 440 Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet angehören, wird im September 2021 ihre Stadtmarketing-Börse in Geldern veranstalten. Rund 250 Gäste werden dazu erwartet. „Mit dem neuen Ja-Hotel und den Kapazitäten des See Park können wir eine Veranstaltung dieser Größenordnung nun auch nach Geldern holen“, freut sich der Wirtschaftsförderer.