Betuwe: Bahn erwägt zusätzliche Mittel für Lärmschutz

Kommunen entlang der Betuwe-Linie fordern weitere 180 Millionen für den Ausbau des Lärmschutzes

EMMERICH/REES. Die Städte und Kommunen zwischen Emmerich und Oberhausen fordern rund 180 Millionen Euro mehr für Lärmschutz entlang der Betuwe-Linie. Die ursprünglich geplanten Maßnahmen sind für viele Bürger nicht ausreichend. Offenbar erwägt die Deutsche Bahn zusätzliche Mittel.

Der Weseler Bundestagsabgeordnete Bernd Reuther, der für die FDP im Verkehrsausschuss sitzt, fragte die Bundesregierung zum aktuellen Stand der Betuwe-Linie und zu Mitteln für mehr Lärmschutz. In ihrer Antwort gab die Bundesregierung laut Reuther zu erkennen, dass mehr Mittel für Lärmschutz bereitstünden. Sie verwies allerdings auf das Eisenbahn-Bundesamt, das die Maßnahmen genehmigen müsse. Im Rahmen der Planfeststellungsbeschlüsse wird dann eine Entscheidung fallen. Im Land Baden-Württemberg wurde den Forderungen der Bürger entsprochen und zusätzlich in Lärmschutz investiert.

Dazu sagt Bernd Reuther: „Die Bürgerinnen und Bürger am Niederrhein dürften sich durchaus Hoffnungen machen. Das Eisenbahn-Bundesamt müsse diese Mittel zur Verfügung stellen, wenn es nicht mit zweierlei Maß messen wolle.“ Ob und wie hoch die Mehrausgaben ausfallen, wird sich allerdings erst in der Zukunft zeigen. Bisher ist erst bei zwei der insgesamt zwölf Abschnitte ein Planfeststellungsbeschluss erfolgt. Für zwei weitere könnte der Beschluss noch dieses Jahr kommen. Für die Anwohner, die seit Jahren für mehr Mittel kämpfen, wäre die Umsetzung der Maßnahmen laut Reuther ein großer Erfolg und würde die Toleranz gegenüber der Betuwe-Linie deutlich erhöhen.