Stadtgutschein: Förderzeitraum verlängert

Unternehmer vor Ort unterstützen – mit dem Gelderner Stadtgutschein nach wie vor lokal einkaufen

Sie freuen sich, dass die Politik den Förderzeitraum für den Stadtgutschein verlängert hat (v.l.): Gelderns Wirtschaftsförderer Lucas van Stephoudt, Citymanagerin Janette Heesen, Werbering-Schatzmeister Carsten Spütz, Gastgeber Stephan Sommer und Bürgermeister Sven Kaiser. Archivfoto: Stadt Geldern

GELDERN. Ursprünglich sollte der neue Gelderner Stadtgutschein nur bis Ende April dieses Jahr gefördert werden. Nun hat die Politik aber den Weg für einen längeren Förderzeitraum freigemacht. „Wir freuen uns, dass der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing die Begrenzung des Förderzeitraumes in seiner jüngsten Sitzung aufgehoben und verlängert hat“, erklärt Wirtschaftsförderer Lucas van Stephoudt. „Das ist ein gutes Zeichen für die lokale Wirtschaft“, ergänzt Citymanagerin Janette Heesen.

Somit werden die Stadtgutscheine auch weiterhin mit 15 Prozent des jeweiligen Gutscheinwertes gefördert. Solange, bis die gesamte Fördersumme der Stadt Geldern aufgebraucht ist. 150.000 Euro stehen insgesamt zur Verfügung.

Schnell sein lohnt sich. Denn seit Einführung des Stadtgutscheins im November wurden Gutscheine im Wert von knapp 480.000 Euro verkauft. 320.000 Euro wurden bereits in den Gelderner Geschäften und Einrichtungen eingelöst und flossen so in die lokale Wirtschaft. Ein positives Zeichen: Nach einem etwas ruhigerem Start ins Jahr zog der Verkauf der Stadtgutscheine im März wieder stark an – viele wurden vor Ort auch schon wieder eingelöst.
Nach wie vor werden die Stadtgutscheine von den Kunden vor allem stationär erworben – im März lag der Anteil bei 88 (stationär) zu zwölf Prozent (online).

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Erhältlich ist der Stadtgutschein online über die Internetseite www.geldern-lokal.de sowie stationär bei der Volksbank, der Sparkasse, Spielwaren Laumann, im Hagebaumarkt und im Modegeschäft Barbara Valkysers. Einlösbar sind die Stadtgutscheine bis Dezember 2023. Mehr als 70 Akzeptanzstellen sind es insgesamt, die mittlerweile am System der Stadtgutscheine teilnehmen. Neu dabei sind unter anderem das Modegeschäft H&M oder die Tankstelle Stoffmehl.

Angebot weiterentwickelt

Seit Einführung des Stadtgutscheins im November wurde das Angebot des neuen Gutscheins stetig weiterentwickelt. Anfang des Jahres wurde beispielsweise auch der Zehn-Euro-Gutschein eingeführt. Ebenso kam der für Unternehmer steuerfreie 44-Euro-Gutschein hinzu.
Aufgrund der derzeitigen Pandemie-Einschränkungen für den Einzelhandel appelliert die Gelderner Wirtschaftsförderung daran, lokal einzukaufen. „Unterstützen Sie in der schwierigen Pandemiezeit die Unternehmerschaft vor Ort und kaufen Sie lokal ein“, sagt Janette Heesen. Trotz der Einschränkungen bleibe das lokale Einkaufen nämlich möglich. Viele Einzelhändler bieten Call&Collect oder Click&Meet an. Heesen: „Und wer noch ein passendes Geburtstagsgeschenk sucht – wieso nicht einfach einen Stadtgutschein verschenken?“

Click & Meet

Bei Click & Meet ruft man den Unternehmer vor Ort an bestellt online oder nutzt WhatsApp-Services und stöbert vor Ort. Für den Einkauf vor Ort benötigt man einen tagesaktuellen negativen Schnelltest, der in einem der Testzentren durchgeführt und bestätigt werden muss. Testen lassen kann man sich zum Beispiel im Testzentrum im Bürgerforum, im Barbaragebiet (Testzentrum Cuypers Apotheken), beim Drive-In-Testzentrum des DRK in Veert oder am Testzentrum des Clemens-Hospitals. Alle Infos zu den Testzentren auch auf geldern.de/corona

Call & Collect

Bei Call & Collect ruft man bei den Unternehmen an, bestellt online oder nutzt WhatsApp-Services (Infos zu Unternehmern und den jeweiligen Einkaufsmöglichkeiten auch unter www.geldern-lokal.de/einkaufen) und holt die Ware an der Haustür ab.

ISEK-Maßnahme
Issumer Straße erst 2022

In diesem Zusammenhang teilt die Stadt Geldern mit, dass die geplante ISEK-Maßnahme an der Issumer Straße dieses Jahr nicht mehr begonnen wird. Aufgrund der coranabedingt ohnehin schon schwierigen Situation für die Geschäftstreibenden sollen die Arbeiten erst im kommenden Jahr durchgeführt werden. Die Stadt wollte so eine zusätzliche Belastung für die ansässigen Händler verhindern. Eine Anliegerbeteiligung zum gemeinsamen weiteren Vorgehen ist für Anfang Mai geplant.