Auf dem Kalkarer Marktplatz versammelten sich Landwirte, Aussteller, Kalkars Bürgermeisterin Britta Schulz (6.v.l.) und Georg Remy von der Messe Kalkar (5.v.l.), um die „GreenLive“ vorzustellen. Der elektrische Futtermischwagen war auch bereits dabei. NN-Foto: SP

KALKAR. Zum zehnten Mal gastiert die deutsch-niederländische Fachmesse für Landwirtschaft und Gartenbau „GreenLive“ im Messe- und Kongresszentrum Kalkar. „Diese Messe lebt von der Regionalität. Für viele Landwirte aus der Region – dazu zählt auch die Niederlande – ist es schön, dass sie mal nicht viele Kilometer fahren müssen, um eine solche Fachmesse besuchen zu können“, sagt Josef Peters, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Kleve. Erwartet werden ab kommenden Montag bis Mittwoch jeweils zwischen 13 und 22 Uhr, erneut zwischen 15.000 und 20.000 Besuchern.

„Dass die Messe bereits zum zehnten Mal stattfindet, ist ein ganz wichtiges Zeichen für die Landwirtschaft. Das Agrarforum im Oktober hat bereits gezeigt, dass es ganz wichtig ist, die Probleme in der Landwirtschaft nicht einfach wegzudiskutieren“, sagt Kalkars Bürgermeisterin Britta Schulz. Das Engagement der Landwirte habe sie dabei in den letzten Wochen positiv überrascht.

232 Aussteller

Auf der „GreenLive“ können sich Fachbesucher über die aktuellsten Neuheiten informieren. 232 Aussteller aus Deutschland und den Niederlanden zeigen auf der 12.000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche ihre Produkte. „Damit sind wir ausgebucht“, sagt Georg Remy von der Messe Kalkar. Themen seien in diesem Jahr unter anderem die Milchviehhaltung, Landtechnik, Stallbau, Futtermittel, Pflanzenschutz und Saatgut sowie Energietechnik, Agrartechnik und Kommunaltechnik.

Elektromobilität wird zudem ebenfalls eine Rolle spielen. Die Firma Heinz Pieper Landtechnik aus Rees stellt auf dem Messegelände einen selbstfahrenden Futtermischwagen mit 100 Prozent elektrischem Fahr- und Mischantrieb aus. Die integrierte Maschine mischt und transportiert das Futter und legt es anschließend vor. Durch den Elektroantrieb entstehen nur geringe Betriebskosten. „Viele Landwirte haben sogar eine Photovoltaikanlage, mit der sie ihren eigenen Strom herstellen. Dadurch entstehen ihnen letztlich gar keine Betriebskosten“, sagt Carsten Graaf von der Firma Heinz Pieper Landtechnik.

„Kartoffel-Spezial“ mit spannenden Vorträgen

Bestandteil der „GreenLive“ ist nach der Premiere in 2018 zum zweiten Mal das „Kartoffel-Spezial“. „Hier wird es hochspannende Vorträge geben“, verspricht Remy. Am Montag spricht Gero Schlinker von „Betaseed“ zum Beispiel um 15 Uhr über die Herausforderungen im Zückerrübenanbau sowie züchterische und ackerbauliche Lösungsansätze für die nächsten Jahre. In diesem Jahr setzt sich das „Kartoffel-Spezial“ außerdem mit dem Klimawandel auseinander und fragt dabei: „Ist der Einfluss der Sonne auf unser Klima so gering wie immer gesagt wird?“