NIEDERRHEIN. Hunderttausende Menschen sind bereits vor dem Krieg aus der Ukraine geflüchtet. Viele weitere Familien versuchen gerade, das Land zu verlassen. Ein Erkundungsteam der Partnerorganisationen I.S.A.R. Germany und BRH Bundesverband Rettungshunde ist derzeit auf dem Weg an die polnisch-ukrainische Grenze. Aufgabe ist es, den genauen Bedarf an Hilfe in Erfahrung zu bringen. Dazu wird eng mit den örtlichen Behörden zusammengearbeitet.

Das Team hat bereits 150 Schlafsäcke, Babynahrung und Spielzeug mit dabei. Die Spenden sollen auf ukrainischer Seite an die Menschen übergeben werden, die stundenlang auf den Grenzübertritt warten müssen. Weitere 1.500 Schlafsäcke können zeitnah nachgeliefert werden. Zum Team gehört auch ein Psychologe, der den Menschen an der Grenze für Gespräche zur Verfügung steht. I.S.A.R. Germany ist eine für internationale Hilfseinsätze zertifizierte Hilfsorganisation aus Nordrhein-Westfalen. Das mit dem BRH gemeinsam aufgestellte Emergency Medical Team (EMT) ist seit 2018 durch die Weltgesundheitsorganisation zertifiziert. Bei Bedarf kann das Team schnell alarmiert werden, um im Grenzgebiet zur Ukraine zeitnah medizinische Hilfe zu leisten. Außerdem können die Organisationen ihre Erfahrungen aus dem Management humanitärer Einsätze einbringen. Auch dazu gibt es mit den polnischen Behörden bereits einen Austausch.
In den nächsten Tagen wird zudem ein Übertragungswagen der Partnerfirma ixet an die Grenze gebracht werden. Geschäftsführer und I.S.A.R. Vizepräsident Mario Teschke wird ein Kommunikationszentrum aufbauen. Flüchtlinge haben dann die Möglichkeit, kostenlos mit ihren Angehörigen zu telefonieren. Außerdem wird ein WLAN-Netz für 1.500 gleichzeitige Nutzer entstehen. Die Firma ixet sammelt auch Powerbanks und Ladekabel. Diese können direkt bei der Firma in eine Sammelbox gelegt beziehungsweise per Post geschickt werden: ixet e.K.
Königsberger Straße 13c, 
46499 Hamminkeln (bitte darauf achten, dass die Powerbanks geladen sind).

ISAR Helfer Steven Bayer bereitet den Transport des Assesment-Teams vor.
Foto: Maik Späth/ISAR Germany

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