Eine Stadt der kurzen Wege

EMMERICH. Sucht man im Intenet nach „Emmerich next“ findet man Folgendes: „Emmerich next ist ein Gemeinschaftsprojekt von WFG und Stadt Emmerich am Rhein.“

Modern, einheitlich, authentsich

Weiter heißt es: „Ziel unserer Zusammenarbeit ist, Emmerich am Rhein in der Außendarstellung ein modernes, einheitliches und authentisches Erscheinungsbild zu verleihen. Dazu sollen die bestehenden Potentiale weiterentwickelt und Emmerich am Rhein als Marke gestärkt werden. Am Ende des Projektes sollen ein Konzept für ein ganzheitliches Stadtmarketing und ein neues Stadtlogo stehen.“

Ergebnisse liegen vor

In Sachen „Emmerich next“ fand (Beginn: Juni 2021) eine Bürgerbefragung statt, deren Ergebnisse nun vorliegen und binnen kurzem unter www.emmerich-next.de allen Interessenten zugänglich gemacht werden. Bürgermeister Peter Hinze sieht es so: „Wir sind ein attraktiver Wohn- und Lebensstandort für viele Menschen. Das müssen wir nur richtig erzählen.“

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Nicht in der Schublade verschwinden

Im ersten Schritt der Operation „Emmerich next“ sollten allerdings zunächst die Bürger erzählen. Tim Terhorst, Leiter der Stabsstelle Kommunikation und Archiv: „Zunächst einmal sind wir froh über die Beteiligung. Wir wollen mit den Ergebnissen arbeiten. So viel ist sicher: Sie werden nicht in einer Schublade verschwinden.“ 607 Mal wurde der Fragebogen online beantwortet, circa 40 Bürger reichten ihre Antworten in Papierform ein. (Emmerich am Rhein, Bevölkerung: 30.869. Stand: 31. Dezember 2020.)
Wer den Menschen Fragen stelle, müsse natürlich auch aushalten, dass nicht alle Antworten positiv ausfielen, erklärten alle Verantwortlichen übereinstimmend. Und noch eines sei wichtig: „Unsere Ohren sind immer offen“, so Sara Kreipe von der Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing-GmbH (WFG) Emmerich am Rhein.

Ein breiter Mix

Die meisten Teilnehmer der Befragung sind übrigens „Ur-Emmericher“ (57 Prozent leben seit ihrer Geburt in der Rheinstadt), 49 Prozent leben und arbeiten hier. Kreipe: „Wir sind eine Stadt mit kurzen Wegen.“
Wie sehr identifizieren sich die Emmericher mit ihrer Stadt? 14,3 Prozent antworteten mit stark, 46 Prozent mit „eher stark“. Und was fällt den Bürgern ein, wenn sie um einen einzigen Begriff gebeten werden? Hier entstand ein breiter Mix: Ruhig und grün wurden ebenso genannt wie langweilig, grau, hässlich und dreckig. Alle diese Antworten, so Terhorst, seien nicht überraschend ausgefallen. „Wir haben eine Menge Arbeit vor uns.“ Sara Kreipe: „Emmerich ist ja auch weit mehr als die Innenstadt.“ Zurück zu den Worten des Bürgermeisters: „Wir sind ein attraktiver Wohn- und Lebensstandort für viele Menschen. Das müssen wir nur richtig erzählen.“

Auch Ecken und Kanten

Beim Erzählen kann auch ein Logo wichtig sein, denn es vermittelt ein Image. Demnächst sollen mindestens drei Logo-Vorschläge erarbeitet und vorgestellt werden. „Es geht darum, dass wir die Bürger auf dem Weg mitnehmen. Es geht darum, ein Logo zu erstellen, das authentisch, bürgernah und modern ist.“ Auch „Ecken und Kanten“ dürfe man dabei nicht ausblenden. Wolle man das Image einer Stadt ändern, reiche es nicht, bunte Mülleimer aufzustellen. Emmerich, so viel scheint festzustehen, steht vor einem Image-Wandel.
Um den Dialog mit den Bürgern aufrecht zu erhalten, wird es am Mittwoch, 22. und am Samstag, 25. September, Marktgespräche geben. „Da werden wir einen Kaffeewagen auf dem Markt platzieren und hoffen, mit möglichst vielen Bürgern ins Gespräch zu kommen“, so Sara Kreiper.

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