Guido Gleißner macht nicht die verlorene Wahl zu schaffen sondern der Umgang seiner Parteifreunde mit im. Foto: privat

WEEZE. Der Weezer CDU-Parteivorsitzende Max von Elverfeldt bedauert zutiefst die Entwicklung um die Person von Guido Gleißner, der als CDU-Kandidat die Weezer Bürgermeisterwahl haushoch verloren hat (die NN berichteten). Am Tag nach der Wahl habe es in Absprache mit Guido Gleißner eine Zusammenkunft der Wahlkreiskandidaten (die nun keine Kandidaten mehr sind sondern gewählte Ratsmitglieder), des Parteivorsitzenden und des CDU-Mitglieds Ulrich Francken gegeben, um „in Gleißners Abwesenheit über die Frage zu sprechen, ob er weiter die Fraktion führen soll. Das Ergebnis der Beratung war eindeutig. Es hat allerdings keine Abstimmung dazu gegeben“, so von Elverfeldt.

Nach Kenntnis der Niederrhein Nachrichten (NN) hat sich in der Versammlung der Wahlkreiskandidaten deren große Mehrheit gegen einen Fraktionsvorsitzenden Gleißner ausgesprochen. „Das Ergebnis wurde ihm am selben Abend auf Bitten der Runde noch von einem Fraktionsmitglied mitgeteilt. Das dies enttäuschend sein muss, ist auch für uns sehr nachvollziehbar“, sagt der Parteivorsitzende. Dann habe die Angelegenheit eine Dynamik entwickelt, die nicht mehr zu stoppen gewesen sei, denn Guido Gleißner sei mit einer persönlichen Erklärung an die Öffentlichkeit gegangen. Max von Elverfeldt und Ulrich Francken für die CDU hätten zuvor als langjährige Weggefährten das Gespräch mit Guido Gleißner gesucht und geführt.
„Wir haben ihm geraten, wie wir mit diesem Ergebnis persönlich umgehen würden, wären wir betroffen. Es wurde auch besprochen, wie die CDU Weeze sich nach diesem Ergebnis personell aufstellen kann oder sollte.“  Die Beratung direkt am nächsten Tag nach der Wahl hält von Elverfeldt weiterhin für richtig und nicht verfrüht. „Nach solchen Verlusten muss die Partei die Themen anfassen und die Optionen prüfen“. Dazu gehöre auch die Frage, wer die Fraktion führen soll. Durch die öffentliche Diskussion sei allerdings ein Schaden entstanden, den er jetzt befrieden müsse. Das kann man auch anders sehen: Der Schaden ist wohl eher dadurch entstanden, dass die Versammlung ohne Guido Gleißner, der übrigens über die Liste in den Rat einzieht, stattfand. Nicht durch die öffentliche Diskussion darüber.
Gleißner muss sich jetzt nach langen Jahren des erfolgreichen Einsatzes für die CDU  wie eine „Persona non grata“ fühlen. Das hätte man ihm ersparen müssen. Er selbst ist  „fassungslos, wie man mit mir nach 21 Jahren umgeht“. Von Elverfeldt und Francken bedauern, dass Guido Gleißner für seinen Fleiß nicht die notwendige Zustimmung bekommen habe. „Die Wahl ist eine Persönlichkeitswahl. Das eindeutige Ergebnis müssen wir alle respektieren. Wir möchten die Leistungen seiner Zeit als Fraktionsvorsitzender ausdrücklich hervorheben.“ Die CDU Mitglieder werden  zu einem Gespräch am Donnerstag eingeladen, um die Umstände zu erklären. „Wir bedauern, dass die interne Diskussion bereits jetzt den Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat. Dagegen und gegen die Kritik des unchristlichen Miteinanders verwahren wir uns. Wir möchten zunächst den Mitgliedern Rede und Antwort stehen.“