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Hanns Evers steht als zertifizierter Trauerbegleiter zur Verfügung. Foto:St. Mariä Himmelfahrt
2. Januar 2026 Von NN-Online · Kleve

Trauer zeigt sich bei jedem Menschen anders

Trauerbegleitung in der Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt

KLEVE. Seit Ende November steht in der katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Kleve neben dem qualifiziertem hauptamtlichem Seelsorgeteam mit dem Seelsorger Hanns Evers zusätzlich ein vom Bundesverband Trauerbegleitung (BVT) zertifizierter Trauerbegleiter zur Verfügung. In Absprache mit dem leitenden Pfarrer Propst Johannes Mecking und dem Seelsorgeteam hat er einen entsprechenden Zertifizierungskurs absolviert, der von der Kirchengemeinde wertschätzend unterstützt wurde.

Trauerbegleitende bieten fachliche Unterstützung beim jeweils individuellen Umgang mit einem Verlust. Dabei geben sie üblicherweise keine Tipps oder guten Ratschläge, sondern stellen die jeweiligen eigenen Fähigkeiten der Trauernden in den Mittelpunkt und versuchen ein Umfeld zu schaffen, in dem sie sich wohlfühlen und in den veränderten Gegebenheiten zurechtfinden können. Den Betroffenen soll ermöglicht werden, ihren ganz eigenen Weg durch die Trauer zu gehen. „Das ist natürlich schwer und so muss man immer wieder genau hinschauen und sehen, was guttut und was nicht“, berichtet Evers.

Weiter schildert er, dass Trauer etwas ganz Normales und keinesfalls eine Krankheit ist, sondern eine ganz natürliche Reaktion, ein ganz natürlicher Prozess bei einem Verlust. Solche Reaktionen können sehr vielschichtig sein. Sie gehen von einer inneren Leere über Schlafstörungen, Appetitlosigkeit bis hin zu Stunden und Tagen, in denen Betroffene keine klaren Gedanken mehr fassen können. Oft gibt es auch Wut, Schmerz und Verzweiflung. Aufkommende Sinn- und Schuldfragen sind ebenfalls keine Seltenheit, wobei die Aufzählung noch lange nicht abschließend ist.

Trauer ist sehr individuell und zeigt sich bei jedem Menschen, der sie erlebt, anders. Dabei ist sie ein wichtiges Gefühl, das dabei hilft, sich mit dem Abschied auseinanderzusetzen. „Unser Umfeld“, so Evers, „erwartet auch von Trauernden oft, dass sie schnell wieder funktionieren, obwohl sie eigentlich noch gar nicht so weit sind. So fühlen sich Betroffene oft missverstanden und nicht gesehen. Da kann es dann gut sein, sich Unterstützung zu holen, um über das durch die Trauer Erlebte und die damit verbundenen Gefühle in den Austausch zu kommen.“

Die Trauerbegleitung der katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt ist für alle Menschen offen und nicht an die Konfession gebunden. Den Kontakt zur Trauerbegleitung vermittelt das Pfarrbüro an der Kapitelstraße 12 in Kleve unter Telefon 02821/ 24761 oder per E-Mail an stmariaehimmelfahrt-kleve@bistum-muenster.de.

Hanns Evers steht als zertifizierter Trauerbegleiter zur Verfügung. Foto:St. Mariä Himmelfahrt

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