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Hagen Rether gab viel fürs Publikum im Reeser Bürgerhaus: Humor, Pointen und Bananen. Foto: Stadt Rees
28. Januar 2026 Von NN-Online · Rees

Rees: Die Wahl zwischen Küchentisch und Stammtisch

Hagen Rether im Bürgerhaus zu Politik, Feminismus und Gesellschaft

REES. Hagen Rether hatte großen Redebedarf: Im Reeser Bürgerhaus philosophierte er über Politik, Kultur und Gesellschaft, kritisierte mit vielen Spitzen die Mächtigen, die Despoten und das Patriarchat, aber auch immer wieder den bräsigen und konservativen Wähler, der auf das Schnitzel und den Verbrenner pocht und bewusst den „Schokoladenonkel“ wählt, um sich hinterher über gebrochene Wahlversprechen und eine marode Infrastruktur empören zu können.

Aus seinem eigenen Wahlverhalten und seinen politischen Überzeugungen machte Hagen Rether dabei kein Geheimnis. Er feierte die grüne Agenda und lobte den ehemaligen Wirtschaftsminister Robert Habeck als zu Unrecht gefallenen Heilsbringer: „Ich sitze lieber mit Habeck am Küchentisch als mit Merz am Stammtisch.“

Seine Auseinandersetzung mit dem Feminismus, mit den Kindern und Jugendlichen der Gegenwart und mit seiner eigenen Mannwerdung trafen zielgenau das Humorzentrum des 450-Kopf-starken Publikums.

Dann erzählte Hagen Rether, wie „Dallas“ und Anwaltsserien sein Frauenbild und seinen Alkoholkonsum prägten. Oder wie sich in Deutschland der Feminismus darin äußert, dass Frauen sogar die „Sportschau“ moderieren dürfen und Markus Lanz kürzlich einen weiblichen Gast hat ausreden lassen. Auch die zweite Halbzeit des Abends drehte sich um viele Aspekte aus Politik, Pflegenotstand, Klima und Teenager-Kinder: „Die meisten Eltern, die ich kenne, lieben ihre Kinder, aber sie können sie nicht leiden.“ Der schwarze Flügel, neben dem sich Hagen Rether auf einem Bürostuhl vielmals räkelte, kam zum Ende seines Programms zum Einsatz. Die darauf drapierten Bananen fanden dann auch als „Wurf-Zugabe“ ihren Weg ins Publikum. Es waren knapp vier Stunden Hagen-Rether-Vollprogramm mit „Liebe“ in vielen Facetten, die im Gedächtnis bleiben und sicherlich zum Nach- sowie Weiterdenken anregen. Vergessen waren die zwei Abende, die krankheitsbedingt abgesagt werden mussten. Und es war die kaltschnäuzige Antwort auf Friedrich Merz, dass es mindestens einem Deutschen nicht an Arbeitswillen fehlt.

Das Kulturbüro Niederrhein und die Stadt Rees setzen ihr Kabarett- und Comedy-Programm im Bürgerhaus fort: 31. Januar mit Lisa Feller (ausverkauft), 6. März mit Wilfried Schmickler, 17. April mit Volker Weininger, 3. Mai mit Steffi Neu und ihren Radiofreunde, 10. Oktober mit Abdel Karim, 9. November mit Stefan Verhasselt und 10. Dezember mit Herbert Knebels Affentheater. Tickets für diese und weitere Veranstaltungen gibt es unter anderem in der Touristeninformation am Markt und unter www.stadt-rees.de/shop.

Hagen Rether gab viel fürs Publikum im Reeser Bürgerhaus: Humor, Pointen und Bananen. Foto: Stadt Rees

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