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Stellen das neue VHS-Programm  auch für Emmerich und Rees vor: (v. l.) Susanne Hoos, Alf-Thorsten Hausmann, Sigrid Mölleken, Sabine Boers und Mike Brendt. Foto: Stadt Rees
23. Januar 2026 · Michael Bühs · Rees

Neues VHS-Programm für Emmerich und Rees liegt aus

Frühjahrssemester 2026 wird vielfältig und abwechslungsreich – Blick auf Finanzierung (noch) entspannt

EMMERICH/REES. Sprachkurse, Vorträge, Bildungsreisen und -urlaube, kreative Workshops: Das Programm der VHS Kleve mit den Angeboten in Emmerich und Rees ist auch im Frühjahrssemester 2026 wieder vielfältig. „Wir sind ein preiswerter und breit aufgestellter Anbieter“, betont VHS-Leiter Alf-Thorsten Hausmann bei der Vorstellung des neuen Programms, das einmal mehr auch neue Kurse beinhaltet. Eine weitere gute Nachricht: Die angespannte Finanzlage vieler Kommunen hat derzeit keine Auswirkungen auf die Arbeit der Volkshochschule.

Ein ganz neues Angebot startet in Rees: Dort bietet Maria Baumann erstmals zwei Töpferkurse sowie einen Töpferworkshop für Kinder an. „Wir profitieren davon, dass Frau Baumann ihr eigenes Töpferstudio hat“, freut sich Hausmann über die neue Zusammenarbeit. Die ersten Anmeldungen liegen bereits vor, und die Kurse sollen voraussichtlich in jedem Fall stattfinden, auch wenn die Mindestzahl nicht erreicht werden sollte. „Wir nutzen dann Fördergelder der NRW-Entwicklungspauschale“, erläutert Hausmann. Damit könne man Maßnahmen finanzieren, die eine Weiterentwicklung der VHS darstellen.

Im Bereich EDV und digitale Kompetenzen stehen praxisnahe Kurse im Mittelpunkt. Neben dem Kurs Zehn-Finger-Computerschreiben, der sich sowohl an Jugendliche ab 14 Jahren als auch an Erwachsene richtet, werden in Rees auch PC-Grundkenntnisse für Einsteiger ohne Vorkenntnisse vermittelt und Excel-Grundlagen; hier wird der sichere Umgang mit Tabellen und Funktionen erlernt. Für ältere Teilnehmende gibt es in Emmerich die Handy-, Tablet- und Laptophilfe („Silver Surfers“) in der Stadtbücherei, bei der individuelle Fragen rund um Apps, Internetnutzung und Downloads geklärt werden. „Wir haben sie im vergangenen Jahr erstmals auch in Emmerich angeboten, und sie ist direkt sehr gut eingeschlagen“, berichtet Hausmann. Das Angebot findet bis Mai einmal im Monat statt, eine Teilnahme ist bei Bedarf möglich.

Breites Sprachangebot

Auch das Sprachkursangebot ist wieder breit aufgestellt: In Rees finden Englisch-, Französisch, Spanisch- und Niederländischkurse statt. Hinzu kommen Englisch- und Französisch-Sprachkurse in Emmerich. Teils starten sie neu für Anfänger, teils werden sie aus dem vergangenen Semester für Teilnehmer vor Vorkenntnissen fortgesetzt. Zusätzlich wird ein Englisch-Onlinekurs im Rahmen eines Bildungsurlaubs angeboten.

Im Themenbereich Natur und Umwelt laden Exkursionen zu Naturerlebnissen zu unterschiedlichen Jahres- und Tageszeiten ein. Angebote wie „Die Bislicher Insel im Winter erleben“, „Frühlingserwachen im Nationalpark Maasduinen“, „Unterwegs im Reichswald: Zwischen Geldenberg und dem Britischen Ehrenfriedhof“ sowie „Kranenburg bei Nacht“ verbinden Naturerfahrung mit ökologischen und historischen Aspekten. Ergänzt wird das Programm durch den Vortrag „Leben im Rhein“ im Emmericher Rheinmuseum, der ökologische Zusammenhänge und Lebensräume im und am Fluss erläutert.

Ein besonderes Highlight im kommenden Semester sind die Studien- und Kulturreisen der VHS Kleve. Nach den sehr positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre werden erneut zwei begleitete Reisen angeboten: Im Juli geht nach Verona, hier steht unter anderem ein Besuch der Oper auf dem Programm; im August folgt eine Reise nach Lettland und Estland, die von der Fachbereichsleiterin Aija Sarmina-Edelhoff begleitet wird und den Teilnehmenden ihre Heimat näherbringt. Wichtig: Der Zustieg in den Bus, auf dem Weg zum Flughafen, ist auch in Emmerich und Rees geplant.

Darüber hinaus werden zwei Bildungsurlaube zu den Themen Stressabbau und Emotionale Intelligenz im Schlösschen Borghees in Emmerich angeboten.

Im Zuge der Planungen des neuen Semesterprogramms hat man auch bei der VHS die Diskussionen um die angespannte Haushaltslage zahlreicher Kommunen registriert. Immerhin finanzieren sich die Volkshochschulen primär durch eine Mischung aus öffentlichen Mitteln von Bund, Länder und Kommunen sowie eigenen Einnahmen, vor allem aus Kursgebühren. Zwar ist die Unterhaltung von Volkshochschulen eine Pflichtaufgabe der Kommunen, wie Hausmann erläutert, dennoch könnten sie auf der Suche nach Einsparpotenzialen auch ins Blickfeld der Kämmerer geraten. „Wir sind hier aber ohnehin sehr gut aufgestellt“, betont Hausmann. „Der Anteil der Finanzierung durch die Kommunen ist bei uns relativ gering.“ NRW-weit lag der Anteil der Gelder aus Kommunen im Jahr 2024 durchschnittlich bei 27,9 Prozent – bei der VHS Kleve waren es lediglich 12,3 Prozent. „Wir greifen also einerseits nur zu einem durchaus geringen Anteil auf Gelder unserer Kommunen zurück“, sagt Hausmann, „andererseits achten wir auch darauf, dass wir sie sinnvoll ausgeben.“

Öffentliche Mittel

Die öffentlichen Mittel ermöglichen es der VHS, mit den Preisen für ihre Angebot „sehr attraktiv“ zu bleiben. So müssten Teilnehmer etwa für Sprachkurse deutlich weniger zahlen als etwa bei privaten Sprachschulen, „zudem gibt es für Teilnehmer die Möglichkeit der Förderung“, ergänzt Hausmann.

Dabei spiegelt der Preis nicht die Qualität wider. So nutzen beispielsweise Firmen die Angebote der VHS Kleve im Bereich der Sprachkurse, und Kommunen melden ihre Mitarbeiter für IT-Schulungen an.

Weitere Infos und Anmeldemöglichkeiten im Programmheft sowie unter www.vhs-kleve.de.

Stellen das neue VHS-Programm auch für Emmerich und Rees vor: (v. l.) Susanne Hoos, Alf-Thorsten Hausmann, Sigrid Mölleken, Sabine Boers und Mike Brendt. Foto: Stadt Rees

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