Kukulies: „Ehrenamtliche wurden nicht diskreditiert“
Bürgermeister-Kandidat der AfD Emmerich zu „Tafelmissbrauch“-Aussage
EMMERICH. Nachdem sich die Ehrenamtlichen des Mittagstisches in Emmerich gegen Vorwürfe der AfD gewehrt hatten, man lasse „Tafelmissbrauch“ zu, nimmt nun der Bürgermeister-Kandidat der AfD, Christoph Kukulies, dazu Stellung. Die von Ehrenamtlichen des Mittagstisches und „politischen Mitbewerbern“ erhobenen Anschuldigungen „entbehren entweder einer sachlichen Grundlage oder stellen Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen dar“.
Man habe weder der Tafel noch ihren Mitarbeitenden unterstellt, Sozialbetrug zu unterstützen oder zu begünstigen. Die in einem Flyer veröffentlichte Aussage „Tafelmissbrauch beenden!“ stehe „für unsere klare Forderung, Asylbewerbern vorrangig Sachleistungen zukommen zu lassen und die Leistungen der Tafel insbesondere deutschen Staatsbürgern und Rentenbeziehern – einschließlich ausländischer Rentenempfänger – bereitzustellen“, sagt Kukulies.
Als Bürgermeisterkandidat schätze und unterstütze er die Arbeit aller Ehrenamtlichen ausdrücklich. „Wer – ob als Bürger oder als Bürgermeisterkandidat – offen Probleme wie Sozialmissbrauch oder die Situation am Franz-Wolters-Platz anspricht, spaltet nicht die Gesellschaft“, sagt Kukulies. Es sei notwendig, Missstände klar zu benennen – ohne dabei rassistisch oder ausgrenzend zu agieren. Weiter betont er: „Der Flyer wird nicht zurückgezogen. Es war weder beabsichtigt noch geschehen, die Ehrenamtlichen der Tafel zu diskreditieren. Entsprechend sehe ich auch keinen Anlass für eine Entschuldigung.“