Kein guter Tag für die Schulsozialarbeit in Kleve
Offene Klever äußern sich zur vorgesehenen Neuverteilung der Stellen
Ratsmitglied Marco Hendricks von den OK kann nicht verstehen, warum der Jugendhilfeausschuss diese Folge der Neuverteilung mit großer Mehrheit akzeptiert hat. „Ein weiteres Indiz dafür, dass das Berechnungsmodell der Stadtverwaltung auf tönernen Füßen steht, sind die zugrunde gelegten Zahlen der Schüler: Teilt man diese durch die Klassen an der jeweiligen Schule, dann ergibt das nicht selten Klassenstärken von mehr als 33 Kindern“, so Hendricks.
Der Fachbereichsleiter habe im Jugendhilfeausschuss eingeräumt, dass die von ihm vorgelegten Zahlen geringe Abweichungen enthalten könnten. Hendricks: „Offenbar als gering gelten die rund 100 Schüler die der Grundschule „An den Linden“ auf dem Papier hinzugerechnet worden sind. Im Gegensatz zur Willibrord-Grundschule bekommt die Grundschule „An den Linden“ so in Zukunft mehr als doppelt so viele Stellen für Schulsozialarbeit.“
Hendricks stellt fest: „Der Rat bekommt davon nichts mit. Zwar bewilligt er Haushaltsmittel, aber in Kleve wird er an manchen Diskussionen und Entscheidungen nicht beteiligt. Nicht einmal eine Kenntnisnahme ist vorgesehen. Und der Schulausschuss war nicht einmal mitberatend beteiligt. Die Konzeption der Stadt sieht einen jährlichen Bericht zur Schulsozialarbeit im Fachausschuss vor. Dieser wäre vor der Beschlussfassung nützlich gewesen, um Vergleiche anstellen zu können. Eine Anhörung der Schulleitungen, die mit dem getroffenen Resultat leben müssen, fand im Fachausschuss nicht statt. Und in der Schulleiter-Dienstbesprechung soll die Neuverteilung ganz anders dargestellt worden sein.“
Die Offenen Klever wollen das so nicht stehen lassen: „Wir haben uns für mehr Schulsozialarbeit eingesetzt. Deshalb werden wir eine so drastische Kürzung nicht hinnehmen“, teilt Hendricks mit.