„Jeckomio“ in Grefrath: Sommerparty geht in die zweite Runde
Gelungene Premiere in 2025 – „jecke kölsche Sommer-Sause“ geht weiter am 12. September im Eissport- und Event-Park
GREFRATH. Karneval, Niederrhein, Spätsommer – drei Dinge, die auf den ersten Blick nur bedingt zusammenpassen. Doch wie die Premiere von „Jeckomio“ im vergangenen Jahr gezeigt hat, ist genau das Gegenteil der Fall. „Es war ein Experiment und für uns ein ganz neues Thema“, sagt Bernd Schoenmackers, Geschäftsführer des Eissports- und Event-Parks in Grefrath, wo die „jecke kölsche Sommer-Sause“ 2025 zum ersten Mal stattgefunden hat. Das Fazit: Experiment geglückt – rund 1.500 Besucher feierten vor und im Eisstadion. Und so steigt nun am Samstag, 12. September, die zweite Auflage von „Jeckomio“ in Grefrath.
Auch „Hundeprofi“ Martin Rütter, Mitveranstalter von „Jeckomio“, hat beste Erinnerungen an die Premiere. Er habe sich genau in der Halle umgesehen, „wie es läuft, vor allem abseits der Bühne“, da er auch bei seinen eigenen Tourneen sehr anspruchsvoll sei. „Und da muss ich dem Eisstadion-Team ein großes Kompliment machen“, sagt Rütter, der „viel positives Feedback“ etwa in den sozialen Medien erhalten habe, aber auch am Abend selbst. „Friedlich, freundlich“ sei die Stimmung gewesen, die Besucher hätten ausgelassen, aber ohne Zwischenfälle gefeiert.
„Karneval im Sommer funktioniert am Niederrhein“
Der Zeitpunkt von „Jeckomio“ ergibt für die Veranstalter durchaus Sinn. „Ich höre selbst das ganze Jahr über Karnevalsmusik. Und auch am Niederrhein funktioniert Karneval im Sommer“, weiß Peter Hoebertz. Der Sänger und DJ aus Krefeld, bekannt aus der 11. Staffel von „The Voice of Germany“, steht erneut selbst auf der Bühne und ist überzeugt: „Die Leute haben Bock auf diese Party.“
Martin Rütter verrät, dass er sich schon oft gefragt habe, weshalb Karneval nicht grundsätzlich im Sommer gefeiert wird, „wenn es nicht so kalt ist“. Die Erfahrung aus dem vergangenen Jahr habe gezeigt: „Die Leute kommen durch die Tür, hören die Musik und sind sofort in Stimmung.“
„Eine gute Zeit“: Mit „Jeckomio“ dem Alltag entfliehen

Pressegespräch im Grefrather Eissport- und Event-Park zu „Jeckomio“ 2026 mit (v. l.) Timo Kölsch, Bernd Schoenmackers, Peter Hoebertz, Martin Rütter und Detlev Steves. Foto: Michael Bühs Foto: NN / Michael Bühs
„Wir freuen uns, dass wir wieder hier sein dürfen“, sagt Timo Kölsch von Veranstalter Mina Entertainment, der „ein fantastisches Line-Up“ auch für die zweite Runde von „Jeckomio“ verspricht. Neben Peter Hoebertz stehen die beiden Bands „Kasalla“ und „Druckluft“ in Grefrath auf der Bühne. „Ihre Musik läuft teils das ganze Jahr über“, sagt Hoebertz, „denn es sind nicht nur Karnevals-, sondern auch Heimatlieder.“ Entsprechend betont Rütter: „Es ist nicht nur etwas für Hardcore-Karnevalsfans.“
„Kasalla“ und „Druckluft“ im Eisstadion Grefrath
„Kasalla“ feiern in diesem Jahr nicht nur Jubiläum, sondern starten auch mit einer großen Tour und einem brandneuen Studioalbum in die nächste Runde. Dabei bringen sie das pralle Leben, das Weinen vor Glück, das Mitsingen mit Gänsehaut auf die Bühne.
„Druckluft“, 2009 als Schülerband gestartet, ist seit 2015 als Band im kölschen Karneval unterwegs und inzwischen aus der Brassmusik-Szene nicht mehr wegzudenken. Bundesweit schafften sie in der Session 2025/26 den Durchbruch mit dem Song „Karnevalsmaus“, der Platz eins der Charts erreichte. „Eine coole Truppe“, weiß Martin Rütter. Dass sie dabei sind, „hat auch mit ein wenig Glück zu tun“, gesteht Peter Hoebertz schmunzelnd. Er habe den Kontakt zur Band hergestellt, noch bevor sie mit der „Karnevalsmaus“ durchgestartet sind. „Damals war‘s ein Schuss ins Blaue, jetzt freuen wir uns umso mehr.“
Wie im vergangenen Jahr, so wird „Jeckomio“ nicht nur wieder von der Sparkasse Krefeld unterstützt, sondern am 12. September im Innen- und Außenbereich gefeiert – sprich in der Eishalle und auf dem Vorplatz. „So kann man auch mal nach draußen ‚fliehen‘, dort beispielsweise etwas essen und der Jux-Kapelle zuhören“, sagt Hoebertz. Aus Sicht von Martin Rütter ist diese Kombination „das größte Pfund“ von „Jeckomio“ und dem Eisstadion. Speziell der Außenbereich sei bei schönem Wetter „ein riesengroßer Gewinn“.
Gezielte Veränderungen bei Runde zwei von „Jeckomio“
Bei aller positiver Erfahrung aus dem vergangenen Jahr bleibt immer Raum für Veränderung. Eine betrifft beispielsweise besagte Jux-Kapelle aus den Niederlanden. Diese habe 2025 für eine solche Stimmung im Außenbereich gesorgt, „dass die Leute draußen gar nicht mitbekamen, wenn die großen Namen drinnen auf der Bühne standen“, berichtet Martin Rütter. „Deshalb wird es diesmal auch draußen eine Beschallung geben, um beispielsweise ansagen zu können, wer gerade drinnen auftritt.“ Weiter wolle man beim Einlass mehr auf Gruppen eingehen, den Shuttle-Service gelte es zu verbessern, und es werde Vergünstigungen für Gruppen-Tickets geben.
Während die Planungen für die 2026er-Ausgabe von „Jeckomio“ in vollen Gange sind, gehen die Gedanken der Verantwortlichen bereits weiterin die Zukunft. So habe er für das Format „eine Vision“, sagt Rütter: Man wolle über die Jahre immer weiter wachsen, möglicherweise bis zu einem richtigen Festival. „Unser Gedanke war es, Teil eines größeren Ganzen zu sein“, sieht auch Bernd Schoenmackers das Potenzial von „Jeckomio“. Und Detlev Stevens zieht schon Vergleiche mit „Parookaville“ und kann sich eine ähnliche Entwicklung vorstellen: „Die haben auch mal klein angefangen.“
Zunächst aber steht der 12. September an: Um 18 Uhr startet der Einlass, um 19.30 Uhr beginnt das Musikprogramm auf der Bühne. „Dann geht es recht zügig, ohne größere Pausen zwischen den Acts“, kündigt Peter Hoebertz an. Ab 23 Uhr wird bei Musik von DJ Lukas weitergefeiert.
Weitere Informationen zu „Jeckomio“ und Ticket-Vorverkauf unter www.jeckomio.com.
Freuen sich auf Runde zwei von „Jeckomio“ im Eisstadion in Grefrath: (v. l.) Peter Hoebertz, Martin Rütter, Detlev Steves und Bernd Schoenmackers. Foto: Michael Bühs