Heiner Wilmer: „Es ist genial, Kirche zu sein!“
Ernannter Bischof von Münster besucht Bistumsstand beim Katholikentag
NIEDERRHEIN. „In Schweiß kommen“ wollte er nicht, aber immerhin 300 Meter absolvierte der ernannte Bischof von Münster, Dr. Heiner Wilmer, auf dem Laufband am Stand des Bistums Münster beim Katholikentag in Würzburg. Dann widmete sich Wilmer lieber dem eigentlichen Zweck seines Besuches am Bistumsstand: dem Gespräch mit und dem Kennenlernen von Menschen.
Der jetzige Bischof von Hildesheim hatte im gemeinsamen Zelt der norddeutschen Bistümer zunächst den Stand seines jetzigen Bistums besucht, danach einen Zeltrundgang unternommen, bis er schließlich zu den Münsteraner Laufbändern gekommen war. An diesen können die Besucher auf zwei Laufbändern Strecke machen. Pro Kilometer spendet das Bistum zehn Euro für das Projekt „Kryla (Flügel) – Zentren für soziale und psychologische Unterstützung“ im Exarchat Donezk der Ukrainischen Griechisch Katholischen Kirche (UGKK), die Treffen für alleinlebende Frauen der kfd St. Ludwig Ibbenbüren sowie das Angebot [U25] der Caritas Münster zur Suizidprävention.
„Die Atmosphäre hier am Stand ist sehr schnell, das Bild einer Kirche, die nicht stillsteht, die unterwegs ist“, sagte Wilmer augenzwinkernd nach seinem Sprint. Ebenso positiv beschrieb er, der zugleich Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) ist, die Atmosphäre beim Katholikentag: „Es ist großartig, wie ein großes Familientreffen. Es ist wunderbar, hier zu sein, und es ist genial, Kirche zu sein.“ Anschließend tauschte sich der Bischof mit den Helfern am Stand aus. Auch für Gespräche mit Besuchern stand er insgesamt eine gute Dreiviertelstunde zur Verfügung. Dr. Heiner Wilmer wird am Sonntag, 21. Juni, in sein neues Amt als Bischof von Münster eingeführt werden.