Genießen, stöbern, Gutes tun
Der 38. Klever Ostermarkt verbindet Tradition, Handwerkskunst und soziales Engagement
KREIS KLEVE. Ein echter Klassiker steht bevor: Der Klever Ostermarkt-Verein lädt am 14. und 15. März zur 38. Auflage des Klever Ostermarkts auf Haus Riswick ein. Auch in diesem Jahr sind wieder alle Ortsverbände der Landfrauen mit vereinten Kräften am Start.
„Wir haben wieder viele tolle selbstgemachte Köstlichkeiten vorbereitet“, freut sich Hildegard Geurtz, Vorsitzende des Bezirksverbands Kleve im Rheinischen Landfrauenverband, auf die geballte Ladung Landfrauen-Power – und natürlich auf zahlreiche Gäste. Denn wie immer wird der Erlös gespendet. Im Durchschnitt kommen rund 6.000 zahlende Besucher – hinzu kommen die Landfrauen selbst, zahlreiche weitere Helfer sowie Kinder, die keinen Eintritt zahlen. Je nach Wetterlage sorgt dieser Andrang (neben den Standgebühren) für eine stattliche Spendensumme, die unter anderem dem SOS-Kinderdorf, den Hospizen in der Region, der Kinderkrebshilfe Düsseldorf, dem Klever Frauenhaus, der Beratungsstelle Impuls sowie I.S.A.R. Germany zugutekommt.
In diesem Jahr locken rund 56 Stände, darunter zehn neue Aussteller. Gleich zwei von ihnen – Hildegard van Duin aus Bedburg-Hau und Diana Grütters aus Kleve – widmen sich der Keramik. „Das liegt aktuell im Trend“, weiß Maria Baumann vom Organisationsteam. Erstmals dabei ist auch Christine Waczynski aus Neukirchen-Vluyn, die mit Acrylmalerei und dekorativen Kugeln moderne Farbakzente für Haus und Garten setzt. Die „Plotterzwerge“, Lena Tebaay und Jasmin Roosendahl aus Emmerich, laden zur kreativen Gestaltung von Textilien und Dekoartikeln ein, während Maren Queling aus Reichswalde edle Holz-Accessoires fertigt. Handgemachte Strick- und Häkelwaren bieten erstmals Renate Heinen (Uedem) und Elke Bolling (Weeze) an. Nachhaltigen Schmuck und Dekorationen aus Recycling-Perlen, altem Silberbesteck und Treibholz steuern Christina Benedetti und Jonas Goosens aus Weeze bei. Der Naturhof Kevelaer reist mit einem ganzen Team rund um Wolle und Naturprodukte an. Besonders gespannt darf man auf die upgecycelten Weinfässer von Georg Lueb aus Rees-Millingen sein, die zu Pflanzkübeln, Feuertischen und dekorativen Gartenobjekten umfunktioniert werden. Ein besonderer Blickfang dürften zudem Lea und Leon Janßen von der L2 Print Factory aus Kleve bieten, die mit ihrem 3D-Drucker live vor Ort produzieren.
Natürlich trifft man beim Ostermarkt auch auf viele bekannte Gesichter. Die Kreativgruppe um Landfrau und Floristik-Meisterin Andrea Schura zeigt, wie schmucke Ostersträuße gebunden werden. An Dekoration für die anstehenden Feiertage mangelt es an den Ständen ohnehin nicht. Hinzu kommt eine große Auswahl an Leckereien aus den Landfrauen-Küchen: Liköre, Marmeladen, Chutneys und vieles mehr. Für den Mittagstisch sorgt das Kantinenteam von Haus Freudenberg. Das Ostermarkt-Café „Op de Dääl“ wird traditionell von den Landfrauen gemeinsam mit der Bäckerei Heicks & Teutenberg reichhaltig bestückt. Mit Kaffee, Kuchen, Brot und Ostergebäck ist garantiert, dass niemand hungrig nach Hause gehen muss. Ein Waffelstand darf ebenso wenig fehlen wie herzhafte Quiche, Fischbrötchen oder der Rostbratwurststand der DLRG.
Auch die kleinen Besucher gehen nicht leer aus: In der Landfrauenküche darf fleißig gebastelt werden. Kinderschminken und weitere kreative Angebote sorgen für Abwechslung. Wer möchte, kann zudem den Besuchergang von Haus Riswick erkunden und entdecken, wie moderne Landwirtschaft funktioniert – einfach der blauen Linie folgen. Wenn das Wetter mitspielt, gibt es am Sonntag auch Musik: Für 13.30 Uhr und 15 Uhr hat sich Stephan Billen mit einem Chor angekündigt. Am Samstag um 12 Uhr zeigt die Tanzgruppe des Kranenburger Trainstops ihr Können.
Gut zu wissen: Das Gelände ist barrierefrei zugänglich und somit auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Nach Rücksprache mit den Parkplatzeinweisern der DLRG kann zum Ein- und Aussteigen bis direkt ans Ostermarkt-Gelände herangefahren werden. Ein Tipp für alle, die es lieber etwas ruhiger mögen: „Am Nachmittag ist meistens ziemlich viel los, aber gleich morgens um 10 Uhr kann man noch sehr entspannt bummeln und einkaufen“, raten die Landfrauen. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. „Im letzten Jahr hatten wir leider etwas Pech, aber aktuell sieht es doch sehr gut aus“, hofft man auf trockene Tage – und möglichst keinen Sturm. „Das hatten wir auch schon mal und mussten kurzfristig absagen“, erinnert sich Marlies Wollschläger an einen ausgefallenen Veranstaltungstag. Doch das soll die Ausnahme bleiben, zumal sich die Stände sowohl auf dem Außengelände als auch im Gebäude befinden. Ebenfalls wichtig für die Besucher: Hunde sind generell nicht erlaubt. Haus Riswick ist das Versuchs- und Bildungszentrum der Landwirtschaftskammer NRW – diese Regelung dient der Sicherheit des Tierbestands.
Geöffnet ist der Markt an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen drei Euro Eintritt, Kinder in Begleitung haben freien Eintritt.
An- und Abreise: Die Riswicker Straße (K 5) wird am 14. und 15. März von der Einmündung Mühlenstraße bis zur Einmündung Koppelstraße zur Einbahnstraße in Fahrtrichtung Till-Moyland. Die Einbahnstraße wird eingerichtet, um auf der Fahrbahn der Riswicker Straße zusätzliche Parkplätze für Besucher der Veranstaltung bereitstellen zu können. Gäste des Ostermarktes können ihre Fahrzeuge rechtsseitig auf der Fahrbahn der Riswicker Straße in Fahrtrichtung Till-Moyland parken. Außerdem kann der Parkplatz von Haus Riswick genutzt werden. Eine Umleitungsstrecke ab dem Einmündungsbereich Koppelstraße wird über die Koppelstraße, Kirchstraße und Kalkarer Straße (B 57) bis zum Klever Ring eingerichtet. Generell empfiehlt sich natürlich eine Anreise mit dem Fahrrad.
Freuen sich gemeinsam auf den 38. Klever Ostermarkt und zahlreiche Besucher (v.l.): Andrea Schura, Maria Baumann, Hildegard Geurtz, Marlies Wollschläger, Birgit Vingerhoet und Ulla Schulte-Spechtel. NN-Foto: Rüdiger Dehnen