Eva Brinkmann mit ihrem Kinderbuch „Fabio Farbenfroh“. NN-Foto: vs
11. Dezember 2024 · Verena Schade · Bedburg-Hau

Für mehr Toleranz im Leben

Eva Brinkmann aus Bedburg-Hau stellt ihr Buch „Fabio Farbenfroh“ vor

BEDBURG-HAU. Fabio ist ein kleiner Affe – und er mag‘s bunt. Nähme man es ganz genau, dann wäre Fabio aber eigentlich Willi. Und es ist zuallererst mal Tilda, die es bunt mag. „Sie hat ihren Willi geliebt und er musste überall mit dabei sein“, sagt Eva Brinkmann, Autorin des Anfang September erschienenen Kinderbuchs, das eine Lanze bricht: für mehr Toleranz im Leben.

Doch zurück zu Tilda. Die ist mittlerweile schon vier Jahre alt. Es gab aber eine Zeit, in der sie jeden Abend eine Geschichte vor dem Einschlafen hören wollte. Unangefochten die Hauptfigur: Willi. „Ich habe mir Abenteuer überlegt, die Willi erlebt und irgendwann befand Tilda, dass so ein umtriebiger Affe in braun doch eher langweilig wirkt“, sagt die 36-Jährige, die eigentlich Lehrerin ist, aber schon immer gern Geschichten erzählt hat. Nur aufgeschrieben hatte sie diese bislang noch nicht. Mit der Geburt von Sohn Hannes und der damit einhergehenden Elternzeit sollte sich das ändern. „Ich dachte mir: Wenn ich es jetzt nicht angehe, dann wahrscheinlich nie“, sagt Eva Brinkmann. Also machte sie sich ans Werk. In „Fabio Farbenfroh“ dreht sich alles um einen kleinen, weißen Affen, der in einem Dschungel zuhause ist, der irgendwann in grauer Vorzeit von den alten Affen nach Farben aufgeteilt wurde. Fabio wird beigebracht: Die andersfarbigen Affen sind blöd, mit denen sollte man besser nichts zu tun haben. Doch damit kann sich Fabio nicht abfinden. Also bricht er auf, um die Affen kennenzulernen, die so komisch sein sollen. Er macht sich frei von Vorurteilen und wird während seiner spannenden Reise (natürlich erlebt er dabei einige Abenteuer) immer bunter. Und am Ende ist klar: Wir sind eins und bunt ist toll – nur zusammen ist die Welt wundervoll! „Kinder sind erstmal offen für alles, geprägt werden sie durch die Gesellschaft“, weiß Brinkmann, die mit ihrem Buch auch zum Nachdenken anregen will und generell Geschichten mag, die sowohl Kinder als auch Erwachsene ansprechen. „Man darf anders sein“, findet sie. Was sie auch gut findet: „In Hannes‘ und Tildas Kindergarten ist rund um das Buch ein tolles Projekt entstanden, es wurde ganz viel darüber geredet, gemalt und gebastelt und es gab einen Familientag im Wald, in dem sich ganz viele bunte Affen versteckt hatten.“ Auch beim Vorlesetag in der 1. Klasse kam „Fabio Farbenfroh“ gut an. Und in der Reeser Bücherei wurde (im Nachgang zum Interkulturellen Tag) daraus ebenfalls vorgelesen und die Vorlage genutzt, um anschließend mit bunten Armbändern und Knüddelbildern kreativ zu werden.

„Da steckt ganz viel Liebe und Herzblut drin“, sagt Eva Brinkmann, die bewusst darauf verzichtet hat, einen Verlag anzuschreiben. Rund ein Jahr hat es von der ersten Zeile bis zum fertigen Buch gedauert. Der aufwendigste Teil: Die Illustration. „Zeichnen kann ich überhaupt nicht“, gibt Brinkmann gern zu, „aber ich wusste ganz genau, wie es aussehen soll“. Über eine Internetplattform suchte sie sich eine junge Illustratorin, die in der Ukraine zuhause ist. „Das war eine ganz tolle Zusammenarbeit“, freut sie sich, dass ihre Skizzen so gut umgesetzt wurden. Dann hieß es für die gesamte Familie (zu der noch Ehemann Markus gehört): testen. Papierstärke, Format, Druck, Einband. Viele Muster wurden angesehen und ausprobiert, damit auch die Haptik passt. „Das war dann schon so eine Art Familienprojekt“, freut sich die 36-Jährige, dass alle mitgezogen haben. Sie freut sich auch, dass die Resonanz auf ihr Buch bislang durchweg positiv ausgefallen ist und würde sich über weitere Leser freuen. Die Altersempfehlung ist zwei bis sieben Jahre.

Unter www.fabiofarbenfroh.de kann das Buch für 15 Euro bestellt werden (Abholung in Bedburg-Hau oder Versand per Post). Hier findet man auch Leseproben und Kontaktdaten.

Eva Brinkmann mit ihrem Kinderbuch „Fabio Farbenfroh“. NN-Foto: vs

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