Fairtrade-AG: Schülerinnen vom Stiftsgymnasium Xanten engagieren sich für Partnerschule in Nigeria
Um Spenden zu sammeln und den Fairen Handel zu unterstützen, organisiert die Fairtrade-AG das ganze Jahr über vielfältige Verkaufsaktionen
XANTEN. Mit viel Einsatz, Kreativität und Herz engagieren sich die Schülerinnen der Fairtrade-AG des Städtischen Stiftsgymnasiums Xanten für mehr globale Gerechtigkeit.
Im Mittelpunkt ihres Projekts steht die Unterstützung der Partnerschule St. Joseph‘s Institute im nigerianischen Agbani. Dieses besondere Anliegen motiviert die AG-Mitglieder, sich regelmäßig einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. „Wir helfen Gleichaltrigen – und das fühlt sich richtig gut an“, berichten die Schülerinnen der Fairtrade-AG.
Um Spenden zu sammeln und den Fairen Handel zu unterstützen, organisiert die Fairtrade-AG das ganze Jahr über vielfältige Verkaufsaktionen: bei Pausenverkäufen in der Schule, am Elternsprechtag, beim Tag der offenen Tür sowie bei Veranstaltungen außerhalb der Schule, etwa im evangelischen Altenzentrum. Dort bieten die Schülerinnen fair gehandelte Produkte an und kommen mit vielen Menschen ins Gespräch. Die große Unterstützung zeigt ihnen immer wieder, wie aus vielen kleinen Beiträgen etwas Großes entstehen kann.
Besonders wertvoll ist für die AG der direkte Kontakt zur Partnerschule. Über ihren Ansprechpartner Mike Chukwuma erfahren die Schülerinnen genau, wofür die Spenden benötigt werden. So können sie gezielt helfen und sicher sein, dass ihre Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird.
Die bisherigen Erfolge können sich sehen lassen: Durch die Spendenaktionen wurden bereits ein Volleyballfeld sowie mehrere Nähmaschinen finanziert. Zuletzt konnten sogar zwei Ledernähmaschinen und zwei Lederschleifmaschinen im Wert von über 560 Euro angeschafft werden. Ein wichtiger Beitrag dazu entstand durch einen Vortrag der Fairtrade-AG anlässlich des Weltgebetstages der Frauen in Kooperation mit Klaus Wolfertz vom Freundeskreis Nigeria. Im Anschluss an diesen Vortrag in der Mensa der Marienschule spendeten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher großzügig.
Ein ganz besonderes Erlebnis war für die Schülerinnen eine Videokonferenz mit der Partnerschule in Nigeria. Der direkte Austausch über den Schulalltag und kulturelle Unterschiede machte das Projekt für alle Beteiligten noch greifbarer. Auch der persönliche Besuch ihres Ansprechpartners in der AG stärkte die Verbindung und das gegenseitige Verständnis.
Die Fairtrade-AG blickt bereits in die Zukunft: Als nächstes Projekt möchten die Schülerinnen die farbliche Gestaltung der Schulwände in Nigeria unterstützen. Langfristig wünschen sie sich zudem, Produkte aus der Partnerschule auch hier vor Ort anbieten zu können – ein nachhaltiger Kreislauf, von dem alle profitieren.
Das Engagement der Fairtrade-AG zeigt eindrucksvoll, wie Schülerinnen und Schüler mit Eigeninitiative, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein etwas bewegen können. Ihr Einsatz ist ein wertvoller Beitrag zu einer solidarischen und nachhaltigen Welt – und ein Beispiel dafür, wie Schule über den Unterricht hinaus wirken kann.
Mike Chukwuma überbringt die freudige Nachricht, dass das Fairtrade-Team des Stiftsgymnasiums zwei Ledernähmaschinen und zwei Lederschleifmaschinen durch Spenden finanziert. Foto: privat
Tanz der nigerianischen Schüler als Dankeschön. Foto: privat
Nähunterricht mit den fianzierten Nähmaschinen des Fairtrade-Teams. Foto: privat