"Vertreter freuen sich auf Klever Kirmes, Vorfreude Schausteller Stadt Schützen, NN-Foto Rüdiger Dehnen"
7. Juli 2026 · Verena Schade · Kleve

Es geht hoch hinaus

Vom 11. bis 19. Juli findet wieder die Klever Kirmes statt

KLEVE. Der Duft von gebrannten Mandeln und Zuckerwatte liegt schon fast in der Luft: Ab kommenden Samstag dreht sich auf dem Kirmesgelände am Spoykanal und auf dem Parkplatz an der Ludwig-Jahn-Straße wieder alles um das größte Volksfest der Stadt. Besonders freuen dürfen sich die Besucher in diesem Jahr auf die Rückkehr des Riesenrads, sagt Dirk Janßen, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Kleve-Geldern. Ob die Bilanz am Ende stimmt, entscheidet allerdings wie so oft auch das Wetter. Ein paar Tropfen Regen seien kein Problem – Dauerregen oder große Hitze dagegen echte Umsatzbremsen.

In diesem Jahr kommt wieder das Riesenrad in die Schwanenstadt.

In diesem Jahr kommt wieder das Riesenrad in die Schwanenstadt. Foto: MARO/Stadt Kleve

Das Interesse der Schausteller ist ungebrochen. Knapp 400 Bewerbungen gingen laut Christian Seißer vom Fachbereich Ordnung und Sicherheit bei der Stadt ein – sogar noch etwas mehr als im Vorjahr. Am Ende erhielten 71 Betriebe den Zuschlag. Das bewährte Konzept bleibt dabei bestehen: Neun Fahrgeschäfte, sechs Kinderfahrgeschäfte sowie ein Lauf- und Schaugeschäft sorgen für Action. Dazu kommen 17 Imbiss- und Ausschankbetriebe sowie 38 weitere Stände mit Unterhaltung, Spiel und Verkaufsangeboten. Für frischen Nervenkitzel sorgt in diesem Jahr der freischwingende „Hypnotizer“, der erst seit dem Frühjahr auf Tour ist und seine Fahrgäste in bis zu 30 Metern Höhe durch die Luft wirbelt. Noch höher hinaus geht es mit „Jekyll and Hyde“. Den besten Ausblick über das Kirmesgelände bietet aber natürlich das Riesenrad. Ebenfalls neu in Kleve ist der „X-Racer“. „Das ist die größte Achterbahn, die jemals in Kleve gestanden hat“, sagt Seißer.
Der Schützenumzug und das Pokalschießen finden wieder am Samstag zur Eröffnung der Kirmes statt.

Der Schützenumzug und das Pokalschießen finden wieder am Samstag zur Eröffnung der Kirmes statt. Foto: Stadt Kleve/Foresta

Eröffnet wird die Klever Kirmes am Samstag traditionell mit dem Schützenumzug. Los geht es um 14.45 Uhr am Marktplatz Linde, Treffpunkt ist bereits um 14 Uhr. Vier Musikvereine begleiten die Schützenvereine auf ihrem Weg durch die Innenstadt. Mit rund 420 Teilnehmern rechnet Rolf Winkels vom Kellener Schützenverein, der den Umzug seit vielen Jahren mit organisiert. Nach der Parade auf dem Koekkoekplatz zieht der Festzug gemeinsam zum Kirmesgelände. Dort werden zunächst die Preise des Stadtpokalschießens überreicht, bevor Bürgermeister und Schausteller gegen 15.45 Uhr mit dem traditionellen Fassanstich die Kirmes offiziell eröffnen. Gleichzeitig startet die „Happy Hour“ mit vergünstigten Preisen. Für die Schützen geht es anschließend am Schießstand mit dem Wettbewerb um den Bürgermeisterpokal weiter. Die Siegerehrung ist gegen 16.30 Uhr am Getränkestand von Dirk Janßen geplant.

Bis zum 19. Juli hat die Kirmes täglich geöffnet – montags bis samstags ab 14 Uhr, sonntags bereits ab 12 Uhr. Montags und dienstags endet der Kirmestag um Mitternacht, sonntags und mittwochs um 1 Uhr, freitags um 2 Uhr sowie donnerstags und samstags erst um 3 Uhr morgens. Besonders gut besucht ist traditionell der Donnerstag. „Das ist meist unser umsatzstärkster Tag“, sagt Janßen. Dann locken der Familientag mit ermäßigten Preisen sowie zahlreiche Vereine und Clubs, die den Abend für ihren gemeinsamen Kirmesbesuch nutzen. Zum festen Programm gehört außerdem der Schausteller-Gottesdienst. Er findet am Dienstag, 14. Juli, um 10.30 Uhr auf dem Autoscooter der Familie Normann statt. Am Sonntag, 19. Juli, steht von 12 bis 14 Uhr der Frühschoppen auf dem Programm. In dieser Zeit gelten ermäßigte Preise an allen Kinderfahrgeschäften und Ausschankbetrieben. Den stimmungsvollen Abschluss der Klever Kirmes bildet am Abend nach Einbruch der Dunkelheit das große Feuerwerk. „Wenn Deutschland ins WM-Finale gekommen wäre, hätte es einen Plan B gegeben“, verraten Seißer und Janßen. Da dies nicht der Fall ist, bleibt aber alles wie gehabt.

Kann bald losgehen: Vertreter von Schaustellern, Stadt und Schützen freuen sich auf die Klever Kirmes. NN-Foto: Rüdiger Dehnen

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