Dr. med. Olaf Nosseir (Chefarzt Chirurgie), Natalia Motyka (Qualitätsmanagement), Paula Hinz (Medizinische Fachangestellte), Corinna Hansen (Stationsleitung Sankt Raphael), Jennifer Lorenz (Stationsleitung Sankt Christophorus), Yannik Gerads (Physiotherapeut), Georgia Baumgärtner (Arzthelferin) und Marco Plum (Geschäftsführer) freuen sich über die Rezertifizierung. Foto: Sankt Josef-Hospital Xanten
3. Juli 2026 Von NN-Online · Xanten

Endoprothetikzentrum des Sankt Josef-Hospitals Xanten erneut erfolgreich rezertifiziert

Größter Leistungserbringer für Hüft- und Knieendoprothetik am unteren Niederrhein bestätigt erneut seine hohe Behandlungsqualität

XANTEN. Das Endoprothetikzentrum (EPZ) des Sankt Josef-Hospitals Xanten ist erneut erfolgreich nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) rezertifiziert worden. Im Rahmen eines eintägigen Vor-Ort Audits überprüften die Auditoren Dr. med. Klaus-Dieter Luitjens und Dr. med. Klaus Küppers, im Auftrag der Zertifizierungsstelle ClarCert die Einhaltung der anspruchsvollen Anforderungen an Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Mit der erfolgreichen Rezertifizierung bestätigen die ärztlichen Auditoren unabhängigen Experten erneut die hohe Qualität der endoprothetischen Versorgung am Sankt Josef-Hospital.

Für das Krankenhaus ist die erfolgreiche Rezertifizierung weit mehr als ein regelmäßig wiederkehrendes Prüfverfahren. Sie dokumentiert die kontinuierliche Entwicklung eines medizinischen Schwerpunktes, der sich über viele Jahre hinweg zu einem der bedeutendsten Versorgungsangebote der Region entwickelt hat. Bereits früh gehörte das Sankt Josef-Hospital zu den ersten Einrichtungen in Deutschland, die sich den hohen Anforderungen des EndoCert-Systems stellten.

Heute ist das Krankenhaus mit mehr als 1.100 Hüft- und Kniegelenkersatzoperationen im Jahr 2026 der größte Leistungserbringer für Endoprothetik am unteren Niederrhein. Das Einzugsgebiet reicht inzwischen weit über den Kreis Wesel hinaus.

Geleitet wird das Endoprothetikzentrum von Chefarzt Dr. med. Olaf Nosseir. Gemeinsam mit einem hochqualifizierten Team aus Ärztinnen und Ärzten, OP-Fachpersonal, Anästhesie, Pflege, Physiotherapie sowie zahlreichen weiteren Berufsgruppen gewährleistet das Zentrum eine Versorgung, die weit über den eigentlichen operativen Eingriff hinausgeht. Im Mittelpunkt der Rezertifizierung stehen dabei nicht allein die Erfahrung der Operateurinnen und Operateure oder die Anzahl der Eingriffe. Bewertet werden unter anderem standardisierte Behandlungsabläufe, Patientensicherheit, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Ergebnisqualität und die kontinuierliche Weiterentwicklung aller Versorgungsprozesse.

Im Rahmen der Rezertifizierung wurden neben den organisatorischen Strukturen und den Behandlungsprozessen auch die medizinischen Ergebnisse bewertet. Besonders positiv hoben die Auditoren die sehr niedrige Transfusionsrate hervor.

Von diesen hohen Standards profitieren nicht nur die Patientinnen und Patienten des Endoprothetikzentrums. Das Sankt Josef-Hospital verfolgt hausweit einen umfassenden Qualitätsansatz. So erhält jede stationär aufgenommene Patientin und jeder stationär aufgenommene Patient grundsätzlich ein MRSA-Screening – unabhängig davon, ob die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts dies im Einzelfall vorsehen. Darüber hinaus erfolgt für alle stationären Patientinnen und Patienten eine pharmakologische Visite, bei der die gesamte Medikation systematisch überprüft und hinsichtlich möglicher Wechselwirkungen sowie Optimierungspotenziale bewertet wird. Beide Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Patientensicherheit und gehen über den in vielen Krankenhäusern üblichen Standard hinaus.

Das Leistungsspektrum umfasst die Primärversorgung mit Hüft- und Knieendoprothesen, den Einsatz spezieller Allergieprothesen sowie komplexe Wechseloperationen bereits implantierter Gelenke. Eine Besonderheit des Sankt Josef-Hospitals ist die konsequente Implantation aller Hüftprothesen in minimalinvasiver Technik. Durch den muskelschonenden Zugang profitieren Patientinnen und Patienten in der Regel von geringeren postoperativen Schmerzen, einer schnelleren Mobilisation und einer zügigeren Rückkehr in den Alltag. Im Bereich der Knieendoprothetik kommen – sofern medizinisch sinnvoll – neben Vollprothesen auch moderne Teilgelenkersatzverfahren zum Einsatz.

Ebenso konsequent wurde in den vergangenen Jahren der gesamte Behandlungspfad weiterentwickelt. Mit dem Programm EndoFIT bereitet das Sankt Josef-Hospital Patientinnen und Patienten bereits vor einem geplanten Gelenkersatz auf den Eingriff vor. Das Konzept folgt dem Leitgedanken „Rehabilitation beginnt vor der Operation“. Ziel ist es, die körperlichen Voraussetzungen für den Eingriff zu verbessern, den Patientinnen und Patienten Sicherheit zu vermitteln und den Genesungsprozess bestmöglich zu unterstützen.

Die Fortschritte der vergangenen Jahre spiegeln sich auch in den Behandlungszeiten wider. Dank moderner Operationsverfahren, optimierter Schmerztherapie und strukturierter Nachbehandlung können viele Patientinnen und Patienten das Krankenhaus bereits vier bis fünf Tage nach einer Hüftoperation verlassen und ihre ambulante oder stationäre Rehabilitation aufnehmen.

Im Zusammenhang mit der bundesweiten Diskussion über Gelenkersatzoperationen und das gesetzliche Zweitmeinungsverfahren weist das Endoprothetikzentrum auf einen Aspekt hin, der in der öffentlichen Wahrnehmung häufig weniger Beachtung findet. Nach den Erfahrungen des Behandlungsteams schöpfen viele Patientinnen und Patienten konservative Therapiemöglichkeiten über Jahre hinweg aus und entscheiden sich oftmals erst sehr spät für einen operativen Eingriff. Zu diesem Zeitpunkt sind Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und der Verlust an Selbstständigkeit häufig bereits erheblich. Ziel einer modernen Endoprothetik ist deshalb nicht eine möglichst frühe Operation, sondern der medizinisch richtige Zeitpunkt – dann, wenn konservative Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind und durch einen Gelenkersatz Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität nachhaltig verbessert werden können.

Dr. med. Olaf Nosseir blickt auf die Entwicklung des Endoprothetikzentrums mit großer Dankbarkeit zurück: „Als wir vor vielen Jahren den Weg der Zertifizierung eingeschlagen haben, stand für uns der Anspruch im Vordergrund, den Menschen in unserer Region eine hochwertige endoprothetische Versorgung anzubieten. Dass wir heute der größte Leistungserbringer am unteren Niederrhein sind und jährlich mehr als 1.100 Patientinnen und Patienten behandeln, ist das Ergebnis einer außergewöhnlichen Teamleistung. Viele Kolleginnen und Kollegen begleiten unser Zentrum seit den Anfängen. Sie haben mit ihrer Erfahrung, ihrem Engagement und ihrer Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, diese Erfolgsgeschichte erst möglich gemacht. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank. Die erneute Rezertifizierung ist deshalb vor allem eine Auszeichnung für das gesamte Team. Gleichzeitig erleben wir in unserem Alltag häufig, dass Patientinnen und Patienten deutlich zu lange mit einer notwendigen Operation warten. Wenn Schmerzen den Alltag bestimmen und Menschen ihre Selbstständigkeit verlieren, geht es längst nicht mehr nur um ein neues Gelenk, sondern um Lebensqualität.“

Geschäftsführer Marco Plum sieht in der erfolgreichen Rezertifizierung zugleich eine Bestätigung der strategischen Entwicklung des Krankenhausstandortes: „Die Krankenhausplanung Nordrhein-Westfalens zeigt deutlich, dass sich Spezialisierung und nachweisbare Qualität langfristig durchsetzen. Unser Endoprothetikzentrum ist dafür ein eindrucksvolles Beispiel. Die überregionale Reputation unseres Hauses haben wir uns nicht durch Größe, sondern durch konsequente Qualitätsarbeit, hohe medizinische Kompetenz und die Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterentwicklung erarbeitet. Dass sich heute Patientinnen und Patienten weit über die Region hinaus bewusst für eine Behandlung in Xanten entscheiden, bestätigt diesen Weg. Darauf werden wir aufbauen und unser Leistungsangebot auch künftig mit Innovationen und einem klaren Qualitätsanspruch weiterentwickeln.“

Die erneute Rezertifizierung bestätigt damit nicht nur die hohe Qualität der medizinischen Versorgung, sondern auch den erfolgreichen Weg des Sankt Josef-Hospitals, Spezialisierung und wohnortnahe Versorgung miteinander zu verbinden. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet dies die Sicherheit, auch künftig auf eine nach objektiven Qualitätskriterien geprüfte Versorgung auf hohem fachlichem Niveau vertrauen zu können.

Dr. med. Olaf Nosseir (Chefarzt Chirurgie), Natalia Motyka (Qualitätsmanagement), Paula Hinz (Medizinische Fachangestellte), Corinna Hansen (Stationsleitung Sankt Raphael), Jennifer Lorenz (Stationsleitung Sankt Christophorus), Yannik Gerads (Physiotherapeut), Georgia Baumgärtner (Arzthelferin) und Marco Plum (Geschäftsführer) freuen sich über die Rezertifizierung. Foto: Sankt Josef-Hospital Xanten

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