Windenergie-Stiftung fördert neue Instrumente
„Dä Geldersche EnergieWende“ unterstützt den Musikverein Pont
GELDERN. Auf dem Dachboden vom „Haus der Stiftung“ trifft sich mehrmals pro Woche der Musikverein Pont. Und das erkennt man auf den ersten Blick: Überall stehen Pauken, Schlagzeuge, Blasinstrumente und vieles mehr.
Grund zur Freude gab es nun für den Ponter Musikverein durch eine Spende der Gelderner Windenergie-Stiftung „Dä Geldersche EnergieWende“. Diese hat die Anschaffung einer neuen Pauke sowie eines neuen „Stage-Pianos“ mit einem nennenswerten Betrag unterstützt. „Der Ponter Musikverein leistet wichtige Arbeit über die Dorfgrenze hinweg. Er führt insbesondere junge Menschen an die Musik heran, ermöglicht musikalische Bildung und bringt Generationen zusammen. Gerade Vereine wie dieser und engagierte Ehrenamtliche tragen wesentlich dazu bei, das gesellschaftliche Leben in unseren Dörfern lebendig zu halten“, so Bürgermeister Sven Kaiser, der gemeinsam mit dem stellvertretenden Stiftungsvorsitzenden Bernd Wienhofen die beiden Vorstandsmitglieder Johannes Lax und Daniela Janssen im Probenraum besuchte.
Im Haupt- und Jugendorchester des Musikvereins spielen rund 50 Menschen. Einschließlich der inaktiven Mitglieder zählt der Verein sogar knapp 100 Personen. Und der Andrang wird zur Freude des Musikvereins nicht kleiner: „Wir haben aktuell viel Zuwachs, auch aus anderen Ortschaften wie Hartefeld und Veert“, erzählt Daniela Janssen. Die älteste Neueinsteigerin sei 71 Jahre alt gewesen. Ab drei Jahren können auch Kinder Mitglied im Verein werden.
Die Nachfrage nach Auftritten des Ponter Musikvereins ist unverändert hoch. Neben Karnevalssitzungen und Schützenfesten veranstaltet der Verein zudem eigene Konzerte – zuletzt unter dem Motto „Zurück in die Kindheit“ in der Aula der Liebfrauenschule. Dabei nahmen die Musiker ihre Zuschauer mit auf eine Reise nach Hogwarts, zum Todesstern oder in die beliebtesten Zeichentrickserien der Kindheit.
Die vielen Auftritte des Musikvereins haben hingegen zwangsläufig zur Folge, dass regelmäßig auch neue Instrumente beschafft werden müssen. Als zuletzt etwa das alte Piano nicht mehr eingesetzt werden konnte, musste Ersatz beschafft werden – was dank der Hilfe der Gelderner Windenergie-Stiftung „Dä Geldersche Energiewende“ schnell möglich war.
Ein echtes Wunderwerk
Und das neue Instrument ist ein richtiges Wunderwerk: „Das Piano kann im Zweifelsfall ganz viele Instrumente ersetzen“, erklärt Daniela Janssen. Auch die neue Pauke stand schon lange auf der Wunschliste der Schlagzeuger. „Wir bespielen unser Pauken-Set bereits seit 30 Jahren. Dank guter Pflege sind die Pauken noch gut in Schuss. Mit der Anschaffung einer weiteren Pauke konnte unser Set also gut ergänzt werden“, erzählt Johannes Lax. „Dadurch können nun auch schwierigere Stücke bewältigt werden, ohne dass zwischendurch umgestimmt werden muss. So steigt automatisch die Qualität unserer Musik.“
Das meiste Geld, das der Verein durch Auftritte einnimmt, fließt in Schüler-Instrumente. „Wir verleihen die Instrumente zunächst an Schüler, denn direkt zu Beginn der Ausbildung wäre die Anschaffung für einige Familien ein hoher Kostenfaktor“, so Daniela Janssen. Der Transport der Instrumente erfolgt bei Veranstaltungen mithilfe eines großen Blumenanhängers. „Musik ist mit viel Aufwand verbunden, aber es ist ein tolles Hobby“, sagt sie. „Wenn es einen packt, dann richtig.“
Ein weiterer hoher Kostenfaktor für den Verein ist der Ankauf von Noten. Dafür gibt der Musikverein mehrere Tausend Euro pro Jahr aus. Mit dem Kauf erhalten die Musiker die Lizenz, die Stücke aufzuführen. „Wir müssen immer ganz genau überlegen, welche Noten wir anschaffen möchten und auch, auf welchem Schwierigkeitsniveau“, erklärt Johannes Lax. Denn alle Stücke gibt es in mindestens drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen – je nach Können der Orchester.
„Man muss gut einschätzen können, was für eine Gruppe man hat. Das erfordert eine gute Leitung. Wenn dann noch die Motivation und die Gemeinschaft stimmen, entsteht etwas, das über das Musizieren hinausgeht“, lobt Bernd Wienhofen. „Richtig“, bestätigt auch Daniela Janssen und ergänzt: „Auch die Chemie zwischen den Menschen muss stimmen.“ Wenn es nicht passe, funktioniere es nicht.
„Die Kumpanei, die in einem Verein wie dem Ponter Musikverein stattfindet, ist einfach toll. Hier kommen Menschen unterschiedlichen Alters zusammen, verbringen ihre Freizeit miteinander und ziehen an einem Strang“, sagte Wienhofen abschließend.