Willkommen in Down Under!
Tiergartengäste können nun Kängurus ganz nahe kommen
KLEVE. Nach monatelanger Vorbereitung ist es nun endlich soweit: Das neue Outback im Tiergarten Kleve ist ab sofort täglich von 9 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Insgesamt elf Bennettkängurus aus verschiedenen zoologischen Einrichtungen – darunter der Zoo Saarbrücken, der Aachener Tierpark und der Tierpark Altenfelden – sind in den vergangenen Monaten in den Tiergarten Kleve eingezogen und haben ihre neue Heimat am Niederrhein bezogen.
Zuvor hatten Mitarbeiter des Tiergartens gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern vom Team Tiergarten die ehemalige Przewalskianlage mit viel Einsatz in eine moderne und begehbare Australienanlage umgestaltet. Nachdem sich die Tiere in den vergangenen Wochen gut eingelebt hatten und eine erste Testphase mit stundenweiser Öffnung erfolgreich verlief, kann das neue Outback nun dauerhaft besucht werden. „Mit dem neuen Känguru-Outback ist für uns ein echtes Herzensprojekt fertig geworden“, erklärt Tiergartenleiter und Zootierarzt Dr. Martin Polotzek. „Unser Ziel war es, eine Anlage zu schaffen, die nicht nur den Tieren optimale Bedingungen bietet, sondern unseren Gästen auch das Gefühl vermittelt, mitten durch Australien zu spazieren, und so für die bedrohte australische Tierwelt begeistert.“
Besucher können die neue Anlage auf einem Rundweg direkt durchqueren und den Bennettkängurus dabei besonders nahe kommen. Zahlreiche thematische Details, australische Dekorationselemente und naturnahe Gestaltungselemente sollen die Gäste gedanklich nach „Down Under“ versetzen. Bennettkängurus gehören zu den bekanntesten Beuteltieren Australiens und Tasmaniens. Die Tiere können mit ihren kräftigen Hinterbeinen Sprünge von mehreren Metern Länge erreichen und dabei über 50 Stundenkilometer schnell werden. Typisch für Kängurus ist außerdem der Beutel der Weibchen, in dem die Jungtiere, die bei der Geburt lediglich so groß wie ein Gummibärchen sind und nur 0,5 Gramm wiegen, einen Großteil ihrer Entwicklung verbringen.
Neben dem Tiererlebnis spielt auch die Zoopädagogik im neuen Outback eine zentrale Rolle. Zoopädagogin Judith Schindler entwickelte eigens ein interaktives Konzept, das insbesondere Kinder und Familien für die bedrohte Tierwelt Australiens sensibilisieren soll. „Wir haben uns beim neuen Outback bewusst für ein interaktives zoopädagogisches Konzept entschieden, um so auch besonders familienfreundlich Wissen zu vermitteln und Menschen für Tiere zu begeistern“, erläutert Schindler. So können Kinder durch alte Fernrohre Tiersilhouetten entdecken, die verschiedene australische Tierarten darstellen – darunter auch hochbedrohte oder bereits ausgestorbene Arten wie den Beutelwolf. Über Klapptafeln erfahren die Gäste anschließend spannende Informationen über die Tiere, ihren Lebensraum und die Gefährdung der australischen Tierwelt „Zoos sollen heute nicht nur Tiere zeigen, sondern auch Wissen vermitteln und Menschen für den Natur- und Artenschutz sensibilisieren“, betont Tiergartenleiter Dr. Polotzek. „Australien besitzt eine einzigartige Tierwelt, von der viele Arten inzwischen stark bedroht sind. Mit dem neuen Outback möchten wir unseren Gästen diese faszinierende Tierwelt näherbringen und gleichzeitig auf die Herausforderungen des Artenschutzes aufmerksam machen.“
Fotostrecke
Das neue Outback erweitert das Angebot des Familienzoos am Niederrhein um eine weitere begehbare Erlebnisanlage. Die Besucher können nun täglich von 9 bis 18 Uhr nach Down Under reisen. Außerdem warten neben dem neuen Outback auch noch zahlreiche Jungtiere bei Baumstachler, Erdmännchen, Rüsselspringer und Gürteltier auf die Gäste im Tiergarten Kleve, der auch an allen Feiertagen von 9 bis 18 Uhr geöffnet ist. Weitere Informationen unter www.tiergarten-kleve.de.