"René Schneider beim Besuch des Imkervereins Niederrhein während Sommertour, Bienenzucht, Imkerei"
24. August 2026 Von NN-Online · Sonsbeck

Wenn Wachstum zum Problem wird

René Schneider besucht den Imkerverein Niederrhein

SONSBECK. Für viele Pflanzen sind sie unverzichtbar – und damit auch für die Artenvielfalt und die Landwirtschaft: Bienen. Beim Imkerverein Niederrhein dreht sich alles um die schwarz-gelben Tierchen. Bei seiner mittlerweile 14. Sommertour hat der Landtagsabgeordnete René Schneider den Verein besucht und dabei einen Einblick in die Imkerei und das Vereinsleben bekommen. In diesem Jahr ist Schneider unter dem Motto „Guck mal: Da wächst was!“ unterwegs. Er besucht Menschen, Unternehmen und Einrichtungen in seinem Wahlkreis, bei denen Entwicklung, Wachstum und Zukunft eine besondere Rolle spielen. Beim Imkerverein Niederrhein zeigt sich allerdings: Wachstum kann auch zur Herausforderung werden.

Denn die Asiatische Hornisse breitet sich zunehmend aus und bedroht dabei auch heimische Bienen. Bis zu 3.000 Tiere können in einem Nest leben. Ein Volk dieser Größe verspeist dann auch bis zu 17 Kilogramm Insekten, unter anderem auch Bienen. Für Imker bedeutet die Ausbreitung der invasiven Art zusätzliche Arbeit und eine wachsende Herausforderung. „Den Kampf gegen die Asiatische Hornisse können wir nicht gewinnen – aber wir wollen ihn nicht verlieren“, fasst Hermann Hücklekemkes vom Imkerverein die Situation zusammen. Der Verein beteiligt sich deshalb aktiv an der Entfernung der Nester. Über ein digitales Meldeportal des Kreises können Bürger Nester melden. Anschließend kümmern sich geschulte Kräfte um die Entfernung. Dabei erleben die Ehrenamtlichen immer wieder große Dankbarkeit von Menschen, auf deren Grundstücken ein Nest entdeckt wurde. Für Schneider zeigt das Beispiel, wie wichtig das Engagement vor Ort ist – aber auch, dass die Ehrenamtlichen bei einer sich ausbreitenden invasiven Art nicht allein gelassen werden dürfen.

„Die Menschen vor Ort leisten hier unglaublich viel. Aber bei einer Art, die sich immer weiter ausbreitet, braucht es mehr als das Engagement einzelner Vereine“, sagt Schneider. Als umweltpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist er regelmäßig mit Imkern in Austausch, um konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Situation in den Landtag einzubringen.

Begeisterung für Bienen

Abseits der Asiatischen Hornisse bekam Schneider die Gelegenheit, die Imkerei selbst kennenzulernen. Dabei traut sich der Abgeordnete auch ganz nah heran an die summenden Tiere. Gunter Fuß nahm eine Wabe aus einem Bienenvolk und zeigte Schneider, was sich im Inneren der Bienenkiste abspielt. Zwischen Waben, Honig und tausenden summenden Bienen bekam der Landtagsabgeordnete auf diese Weise einen unmittelbaren Eindruck davon, wie viel Arbeit und Aufmerksamkeit hinter einem Bienenvolk steckt. Dass die Imkerei für viele Vereinsmitglieder weit mehr als ein Hobby ist, betonte auch Schriftführerin Marion Krüger-Fuß „Imkern ist ein Familienhobby“, erzählt sie. 64 Mitglieder sind aktuell offiziell im Verein organisiert. Doch bei der Arbeit mit den Bienen und bei den Vereinsaktivitäten sind oft auch Familie und Freunde dabei. Wie viel Ruhe die Arbeit mit den Bienen erfordert, schilderte Julian Prenzlow aus Alpen. Der Imker trägt an diesem Tag ein T-Shirt mit der Aufschrift „Honey Dealer“ und sagt: „Bienen werden alarmiert durch schnelles Atmen, also CO₂. Es ist wichtig, mit Ruhe bei den Tieren zu sein. Und so bekommt man auch sehr viel Ruhe zurück.“
Imker Gunter Fuß zeigt Bienenwabe und erklärt Bienenkiste, Nahaufnahme Imkerei.

Imker Gunter Fuß nahm eine Wabe aus einem Bienenvolk und zeigte Schneider, was sich im Inneren der Bienenkiste abspielt. Foto: privat Foto: Chrisi Stark

Für Schneider ist genau diese Mischung aus Naturschutz, Ehrenamt und persönlicher Leidenschaft das Besondere am Imkerverein Niederrhein. „Man merkt sofort, dass hier Menschen mit ganz viel Herzblut dabei sind. Sie kümmern sich um ihre Bienen, leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Natur und geben ihr Wissen weiter. Gleichzeitig stehen sie mit der Asiatischen Hornisse vor einer großen Herausforderung, die nur mit Unterstützung durch das Land bewältigt werden kann. Die Arbeit der Ehrenamtlichen darf nicht als selbstverständlich betrachtet werden.“, so der Abgeordnete.

René Schneider besuchte auf seiner Sommertour den Imkerverein Niederrhein. Foto: privat

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