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Gipskrippe in Art-deco Stil, um 1930, bis heute unbekannte Manufaktur aus den Niederlanden. Foto: Museum Forum Arenacum
28. November 2024 Von NN-Online · Kleve

Weihnachten im Winter 1944/45

Im Museum Forum Arenacum eröffnet am 1. Dezember eine neue Ausstellung

RINDERN. Der Winter 1944/45 war für die Menschen in der Grenzregion zwischen Nimwegen und Kleve eine Zeit der Not und des Leids. Zerstörte Häuser, zerrissene Familien, Hunger und Kälte bestimmten den Alltag. Gleichzeitig war die Region Schauplatz der letzten Kämpfe des Zweiten Weltkriegs. Dennoch versuchte man, Weihnachten zu feiern – ein Fest der Hoffnung, das in dieser dunklen Zeit eine besondere Bedeutung hatte. Morgen eröffnet im Museum Forum Arenacum in Rindern die Ausstellung „Weihnachten im Winter 1944/45 in unserer Grenzregion“ im Rahmen von „80 Jahre Befreiung“. Sie regt an darüber nachzudenken, wie Soldaten und Zivilbevölkerung das Weihnachtsfest inmitten des Krieges erlebten. Soldaten an der Front sangen Lieder wie „Stille Nacht“, die sie an Heimat und Familie erinnerten. In den zerstörten Dörfern fanden die Menschen Trost in kleinen Momenten der Besinnung und im Zusammenhalt. Ein besonderes Highlight der Ausstellung sind die historischen Weihnachtskrippen aus der Sammlung von Jacob Graansma. Jede Krippe erzählt eine Geschichte von Geburt und Erneuerung – eine universelle Botschaft, die auch in den dunkelsten Zeiten Bestand hat. Die Ausstellung zeigt, dass Weihnachten in Kriegszeiten mehr als ein religiöses Fest war. Es stand und steht noch immer für Menschlichkeit, Hoffnung und Frieden. Diese Gefühle verbinden Menschen miteinander, unabhängig von Herkunft oder Konflikten. Das Museum Forum Arenacum lädt ein, über den Preis der Freiheit und die Kraft der Hoffnung nachzudenken. Die Ausstellung, die vom 1. Advent bis zum 6. Januar zu sehen ist, steht für einen eindrucksvollen Appell, die Vergangenheit vor 80 Jahren lebendig zu machen und uns zugleich daran zu erinnern, dass Frieden immer möglich ist – auch in den schwierigsten Momenten. So formulierte Dietrich Bonhoeffer Weihnachten 1944 im Gestapo Keller in Berlin: Von guten Mächten wunderbar geborgen. Das Museum ist sonntags von 14 bis 16.30 Uhr geöffnet.

Gipskrippe in Art-deco Stil, um 1930, bis heute unbekannte Manufaktur aus den Niederlanden. Foto: Museum Forum Arenacum

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