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Der Schwerpunkt des Programms „Kultur am Kapellenplatz“ liegt zwar auf der Orgel- und Chormusik, doch auch an die breitere Masse ist gedacht. Foto: Paul Lammers
15. Januar 2026 · Thomas Langer · Kevelaer

Von sinfonischem Kino bis zu „letzten Liedern“

„Kultur am Kapellenplatz“ startet bald: Programmheft und neue Website jetzt verfügbar

KEVELAER. Der Name ist Programm: Unter dem Titel „Kultur am Kapellenplatz“ gab es schon 2025 viele kulturelle Highlights in Kevelaer. Das werden der Orgelbauverein und die Basilikamusik auch 2026 unter gemeinsamem Banner fortführen – präsentieren dabei aber eine Neuerung.

Zum mittlerweile zweiten Mal gibt es nämlich nicht nur ein hochwertiges Heft (erhältlich unter anderem in der Basilika und im Kerzengeschäft Jacobs), das ausführliche Infos zum Programm liefert, sondern auch eine brandneue Homepage unter https://kultur-am-kapellenplatz.de/. Hier kann man sich nicht nur informieren, sondern über einen Online-Shop auch gleich Tickets sichern, zusätzlich zum Kerzengeschäft Jacobs und der Abendkasse. „Über die Homepage informieren wir zudem, falls es Änderungen gibt“, sagt Leenders.

Das Konzept selbst bleibt unverändert: Die gut 25 Veranstaltungen teilen sich in fünf Programmreihen ein. „Mit unseren Voraussetzungen liegt der Schwerpunkt auf der Orgel- und Chormusik“, sagt Martin Leenders. Denn es sei vor allem die einzigartige Seifert-Orgel, über die man internationale Künstler für Kevelaer gewinnen könne.

In der Kategorie „Chormusik“ wird das Format bereits am Dienstag, 27. Januar, mit einem Konzert zum Holocaust-Gedenktag eröffnet. Mit dabei sind der Frauenchor duodecim aus Kempen und der bekannte Cellist Emanuel Wehse. Der Kevelaerer Organist Elmar Lehnen, der das Konzert begleitet, verspricht „ein Konzert fürs Herz“. Die übrigen Konzerte dieser Kategorie werden zumeist von Kevelaerer Chören bespielt. „Damit wollen wir zeigen, welche Qualität wir hier vor Ort haben“, sagt Martin Leenders. Einer dieser hochkarätigen Chöre ist der Knabenchor, der dieses Jahr sein 10. Jubiläum feiert.

Doch im Programm steckt natürlich noch einiges mehr: „Es sind darüber hinaus viele Traditionsveranstaltungen dabei“, sagt Elmar Lehnen, zum Beispiel die internationalen Orgeltage mit Koryphäen aus der ganzen Welt. Neben Lehnen selbst spielen dafür im März Henry Fairs (England) und Ben van Oosten (Niederlande) auf. „Ben van Oosten ist einer der bekanntesten und renommiertesten Organisten aus der Szene“, erklärt Leenders. Interessanter Fakt: Seine deutsch-romantische CD hat er in der Marienbasilika aufgenommen. Vom Ergebnis darf man sich bald live vor Ort überzeugen. Ein anderes Highlight dieser Kategorie „Orgelpur“ ist das Stummfilm-Kino. Hier wird Prof. Wolfgang Seifen den Film Nathan der Weise (1922) mit einer Orgelimprovisation begleitet.

Die übrigen drei Kategorien sollen noch einmal eine breitere Zielgruppe ansprechen: Bei „Orgelplus“ geht die Orgel eine Partnerschaft mit anderen Instrumenten oder Gesangssolisten ein. „Kultur im Priesterhaus“ wiederum bietet Kammermusik, Lesungen und intime Singer-Songwriter-Momente. Und auch unter den „Sonderveranstaltungen“ dürfte die „Kultur am Kapellenplatz“ noch einige Gänsehautmomente bescheren. Zum Beispiel, wenn die Neubrandenburger Philharmonie Beethovens 9. Symphonie erklingen lässt. Mit prominenter Begleitung wartet hingegen „Letzte Lieder“ auf: In dieser Konzertlesung liest Christoph Maria Herbst aus dem Buch von Stefan Weiller, der sich mit Sterbenskranken unter anderem über ihre Wünsche unterhalten hat – was nicht selten „letzte Lieder“ offenbarte. „Wir erfüllen diese Musikwünsche“, erklärt Elmar Lehnen und versichert: „Es hat zwar mit dem Tod zu tun, es gibt aber auch viele schöne Momente.“ Neben der Orgel kommen an diesem Abend auch Orchester, Band und Chor zum Einsatz.

Der Überschuss aus dem Ticketverkauf soll helfen, ein wichtiges Projekt des Orgelbauvereins zu finanzieren: die Restaurierung der Orgel in der Kerzenkapelle – eines von insgesamt sechs Instrumenten, um die sich der Verein kümmert. Gebaut wurde diese nach dem historischen Vorbild der Rütter-Orgel. „Der Ruß macht ihr leider sehr zu schaffen“, sagt Elmar Lehnen.

Gerne begrüßen er und Martin Leenders auch neue Mitglieder im Verein. Mehr Informationen dazu gibt es unter https://orgelbauverein-kevelaer.de.

Der Schwerpunkt des Programms „Kultur am Kapellenplatz“ liegt zwar auf der Orgel- und Chormusik, doch auch an die breitere Masse ist gedacht. Foto: Paul Lammers

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