"Trauerseeschwalben-Fütterung am Wasser, Foto von Achim Vossmeyer, Naturzentrum Kleve"
10. Juni 2026 Von NN-Online · Rees

Von Afrika bis zum Niederrhein: Exkursion zu Trauerseeschwalben bei Rees

Veranstaltung zur Rückkehr der grazilen Flieger beim Naturschutzzentrum in Rees-Bienen am 21. Juni

REES. Das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve mit Sitz in Rees-Bienen, Niederstraße 3, bietet am Sonntag, 21. Juni, einen Vortrag mit Exkursion zu den Trauerseeschwalben am Bienener Altrhein an.

Von Afrika bis zum Niederrhein sind es bis zu 12.000 Kilometer. So weit entfernt liegen teilweise die Überwinterungsgebiete dieser seltenen Seeschwalbenart. Und dennoch kehren sie Jahr für Jahr an den Niederrhein zurück. An einigen Gewässern rund um Rees finden sich die letzten Trauerseeschwalben Nordrhein-Westfalens.

Wer einmal diese besonders seltenen Vögel beobachten will, findet bei dieser Veranstaltung mit dem Naturschutzzentrum die passende Gelegenheit. Schon seit der Jahrhundertwende ist der Altrhein als Brutplatz der Trauerseeschwalbe bekannt, doch in den 1980er Jahren verschwanden die Vögel aufgrund verschlechterter Lebensbedingungen im Gebiet. Erst aktive Schutzmaßnahmen des Naturschutzzentrums, das den Tieren spezielle künstliche Brutflöße auf dem Gewässer anbot, führten wieder zu einer Rückkehr dieser grazilen Flieger.

Im Rahmen eines Vortrags und auf der anschließenden Exkursion zum Brutplatz erfahren die Teilnehmer viel Wissenswertes aus dem Leben der Trauerseeschwalben. Und mit Glück können auch die ersten Küken beobachtet werden. Die Teilnehmer sollten für die etwa zweieinhalbstündige Veranstaltung, falls vorhanden, ein Fernglas und festes Schuhwerk mitbringen sowie dem Wetter entsprechend gekleidet sein.

Beginn ist 10 am Naturschutzzentrum. Anmeldung unter Telefon 02851/96330 und per E-Mail an info@nz-kleve.de; die Teilnehmerzahl ist begrenzt, die Teilnahme kostenlos. Referent ist Diplom-Biologe Achim Vossmeyer.

Fütterung bei den Trauerseeschwalben. Foto: Achim Vossmeyer/NZ Kleve

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