Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.OKWeitere InformationenCookies Auflistung
Kantor Christophe Knabe spielt auf der historischen Heynemann-Orgel von 1778. Foto: Musica Sacra
29. März 2026 Von NN-Online · Kleve

Vom Tod zum Leben

Christophe Knabe, Sonja Dehn und Hans-Wilhelm Paeßens gestalten die Passionsmusik am Karfreitag

BIMMEN. Traditionell am Karfreitag, 3. April, um 17.30 Uhr veranstaltet der Förderkreis „Musica Sacra“ in der Düffelt seine Passionsmusik in der Martinuskirche in Bimmen.

In diesem Jahr wird sie von Christophe Knabe (Kantor in St. Willibrord), Sonja Dehn (Altistin aus Köln) und Hans-Wilhelm Paeßens (Sprecher) gestaltet. Bildlich und textlich betrachtet wird ein vom Künstler Werner Steinbrecher (1946-2008) mit Bildtafeln gestalteter „Auferstehungsweg“. Dieser „Auferstehungsweg“ gilt als gelungene Fortführung traditioneller Kreuzwegbetrachtungen. Dabei wird deutlich: Karfreitag, Ostern, Pfingsten stehen als Ereignisse nicht für sich allein, sondern sind ein in 13 Stationen zusammengefasster Weg, der aus unendlichem Leid und Gewalt, aus Hoffnungslosigkeit und Tod allmählich, Schritt für Schritt, zu der Erkenntnis führt, dass das Leben weitergeht. Das Gestern wird angenommen, das Heute wird neu verstanden, Hoffnung keimt auf und Mut für das Morgen entsteht. Der Tod und die Dunkelheit des Karfreitags weichen dem langsam aufstrahlenden Licht des Ostermorgens, das Leben bricht sich wieder Bahn bis hin zum pfingstlichen Jubel in allen Sprachen. Dazu erklingen Werke von Gabriel Fauré, Georges Bizet, Louis Vierne, Hugo Wolf, Karl Jenkins und Gustav Mahler für Orgel und Altstimme. Als Instrument steht Kantor Knabe die historische und unter Denkmalschutz stehende Heynemann-Orgel aus 1778 zu Verfügung. Unter dem Eindruck der zuvor gezeigten Bilder und der vorgetragenen Texte greifen Organist und Altistin diesen immensen Spannungsbogen „vom Tod zum Leben“ mit dem „Urlicht“ aus Mahlers 2. Symphonie, die den Beinamen „Auferstehungssymphonie“ trägt, als abschließenden Höhepunkt noch einmal eindrucksvoll auf. Gute Tradition ist es auch, dass die Kollekte am Ausgang in voller Höhe einem sozial-karitativem Zweck zugeführt wird. In diesem Jahr geht der Erlös an UBU, ein Verein, der behinderte Menschen in Uganda unterstützt und fördert.

Kantor Christophe Knabe spielt auf der historischen Heynemann-Orgel von 1778. Foto: Musica Sacra

Prospekte
weitere Artikel