Vom ersten Sportplatz zum modernen Kunstrasen
Der SV Asperden blickt auf 80 Jahre Vereinsgeschichte zurück – Festwochenende vom 26. bis 28. Juni
ASPERDEN. Einen runden Geburtstag muss man gebührend feiern – und genau das hat der SV Asperden 1946 vor. Blickt der Traditionsverein doch auf sein 80-jähriges Bestehen zurück!
Schon seit vielen Wochen laufen die Vorbereitungen für das Festwochenende vom 26. bis 28. Juni auf Hochtouren. Die Gäste dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Denn da die Feier zum 75. wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, wird jetzt einiges nachgeholt.

Die 1. Mannschaft 1947 (v.l.): Johann Knops, Gustav Flören, Hans Mildenberger, Leo Janssen, Leo Dennissen, Willi Verrieth und Hannes Flören: knieend (v.l.): Josef Dennissen, Walter Willemsen (†), Heinrich Janz, Alfons Noel, Johann van Kempen und Walter Hermsen.
Am Samstag, 27. Juni, geht es um 13 Uhr, weiter. Zur Einstimmung auf ein großes Highlight gibt es Jugendspiele des SV Asperden, bevor um 15 Uhr der Anpfiff zum Jubiläumsspiel ertönt. Es treten an der SV Asperden Alte Herren & Friends gegen die Borussia Dortmund Traditionsmannschaft. „Wir haben neben den Alten Herren auch Spieler aus verschiedenen Gocher Vereinen dabei“, erzählt Pitzner, „sp wollen wir die Gemeinschaft in Goch fördern und die Zuschauer können sich auf eine Mannschaft mit vielen bekannten Gesichtern freuen.“ Funfact am Rande: Als Patrick Pitzner 2018 die Nachfolge von Ulli Köhler antrat, war er mit 28 Jahren einer der jüngsten Vorsitzenden eines Fußballvereins in ganz Deutschland. Für fussball.de war Pitzner damals die „Kultfigur der Woche“. Karten für das Jubiläumsspiel kann bereits jetzt erwerben: Vorverkaufsstellen sind das Restaurant „Zum Schwan“, Knobenhof 15; Mecklenburgische Versicherung Jessica Peters-Düring, Steinstraße 7a, Goch; es gibt Tickets an den Heimspieltagen der Senioren des SV Asperden, Puttenbruch 17, und online unter https://svasperden.ticketbro.com/de
Im Vorverkauf kosten Karten acht Euro, an der Tageskasse zehn Euro. Nach dem Spiel ist noch lange nicht Schluss: Dann klingt der Tag bei freiem Eintritt im Festzelt aus. DJ Jannik Hosser sorgt für passende musikalische Begleitung. Tradition, Gemeinschaft und Familie werden am Sonntag, 28. Juni, ganz groß geschrieben. Der offizielle Festakt mit geladenen Gästen aus Politik, Sport und Vereinswesen findet von 10 bis 12 Uhr statt. Dabei wird auf die bewegte Geschichte des Vereins zurückgeblickt und verdienten Persönlichkeiten gedankt. Um 13 Uhr startet der Familiennachmittag für Jung und Alt. Beim Fußballgolf können alle Geschicklichkeit, Spaß und Teamgeist unter Beweis stellen. Ein weiteres Highlight ist eine Ausstellung im alten Feuerwehrhaus, die an allen drei Festtagen, während der Veranstaltungen zu sehen ist. „Wir zeigen Bilder, alte Trikots und schriftliche Zeugnisse der Vereinsgeschichte“, macht Ulli Köhler neugierig, „da kann man in Erinnerungen schwelgen.“
Blick in die Chronik
Dafür bietet die Vereinsgeschichte jede Menge Gelegenheit. Gegründet wurde der SV Asperden kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, 1946, von Johann „Hannes“ Flören (1. Vorsitzender), Theodor Hemmers (2. Vorsitzender), Gustav Flören (Geschäftsführer), Bernhard Pellen (Kassierer) und Leo Dennissen (Jugendobmann) in der Gaststätte Dores-Janssen (Dorfstraße, heute Graefenthalstraße, neben Schlecker). Einem handgeschriebenen Aufruf, der an den Bäumen aufgehangen wurde, folgten damals 50 begeisterte Asperdener – der SV Asperden war gegründet. Natürlich musste so bald wie möglich ein Sportplatz her und fündig wurde man am „Halmans Büschken“. Die Mitglieder packten kräftig mit an, mit Hacken und Spaten wurde die Fläche bespielbar gemacht. Zur Einweihung wurde der SV Rindern eingeladen. Viele Projekte stemmt der SV Asperden in den folgenden Jahrzehnten aus eigener Kraft. So musste die Platzanlage 1960 instandgesetzt werden. Es wurde planiert, eingesät, es wurden neue Tore aufgestellt und neue Ballfänge errichtet. Ende der 1960er-Jahre war dennoch Schluss: Der Fußballverband Niederrhein Kreis 8 Kleve-Geldern bemängelte, dass die Anlage den modernen Anforderungen nicht mehr gerecht werde. Der SV Asperden musste eine Lösung finden. Schließlich konnte im Herbst 1976 auf der Fläche am Puttenbruch mit dem Bau des Platzhauses, des Sportplatzes und der Flutlichtanlage begonnen werden. Die große Einweihung wurde am 21. Mai 1978 gefeiert. Immer wieder wurde in den folgenden Jahren auf der Platzanlage weitergearbeitet: 2004 wurde das Platzhaus umgebaut und im Dezember des gleichen Jahres mit Ex-Schalker Olaf Thon der Abschluss der Bauarbeiten gefeiert. Im Februar 2004 wurde der SV Asperden „digital“ und präsentiert sich seitdem mit einer modernen Homepage (www.sv-asperden.de). Ein weiterer Meilenstein: Der 2020 fertigstellte Kunstrasenplatz, der den alten, dringend sanierungsbedürftigen Ascheplatz ablöste. Der Anstoß zum Bau eines Kunstrasens kam aus der Politik. Der genaue Standort wurde dann gemeinsam mit den Vereinen SpVGg Kessel und DJK Ho/Ha ausgesucht. Hier haben alle drei Vereine gemeinsam und im Sinne des Sports entschieden, wo der Platz gebaut werden soll. Neben dem Kunstrasenplatz gibt es noch einen Rasenplatz. Noch viel ausführlicher wird die Geschichte des SV Asperden auf der Homepage und bei eingangs erwähnten Ausstellung dargestellt. Hier finden sich auch Infos zu den einzelnen Abteilungen: 1. mansnchaft, Jugend, Damen und Alte Herren. Mit dem Festwochenende möchte der SV Asperden nicht nur auf acht Jahrzehnte Vereinsgeschichte zurückblicken, sondern vor allem all den Menschen danken, die den Verein über Generationen hinweg geprägt und unterstützt haben.
Programm
Freitag, 26. Juni:
ab 20 Uhr Vereinsabend im Festzelt
Samstag, 27. Juni:
ab 13 Uhr Jugendspiele des SV Asperden
ab 15 Uhr: Jubiläumsspiel SV Asperden Alte Herren & Friends gegen Borussia Dortmund Traditionsmannschaft; Ausklang mit DJ im Festzelt
Sonntag, 28. Juni:
ab 10 Uhr: Festakt mit geladenen Gästen
ab 13 Uhr Familiennachmittag
An allen drei Tagen ist die Ausstellung zu 80 Jahre SV Asperden im Alten Feuerwehrgerätehaus zu sehen.
Die Einweihung des Kunstrasenplatzes; das letzte Spiel auf dem alten Ascheplatz fand am 30. Oktober 2019 statt. Fotos/Archiv: SV Asperden