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Gesellig war‘s beim Jubiläumsfest. NN-Foto: Gerhard Seybert
4. Juli 2025 · Michael Bühs · Rees

„Vertrauen und Optimismus“

Ralf Praest blickt auf ein Jahrzehnt Buena Ressa Music Club zurück und freut sich auf das, was noch kommt

REES. Mit einem großen Fest hat der Buena Ressa Music Club jüngst sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Vor der Sommerpause wirft der 2. Vorsitzende Ralf Praest in NN-Interview einen Blick zurück auf die Anfänge des Clubs, in die Zukunft und auf das Programm im zweiten Halbjahr 2025, das wieder musikalische Highlights verspricht.

Herr Praest, der Buena Ressa Music Club feiert sein zehnjähriges Bestehen. Seine Wurzeln reichen jedoch weiter zurück. Wie kam es zur Gründung des Clubs als Verein?

Ralf Praest: Vor zehn Jahren wollten sieben Musiker und Musikbegeisterte einen Ort finden, um zu Proben, Musik zu machen und die Zeit mit dem schönsten Hobby der Welt zu verbringen. Durch sehr schnell steigendes Interesse wurde der Verein aufgrund der Räumlichkeit gegründet. In dieser Räumlichkeit, unserem Wohnzimmer der guten Musik, halten wir uns heute noch auf und heißen jeden mit einem Lächeln Willkommen.

Welche Herausforderungen galt es, zum Start des Clubs in den eigenen Räumen an der Empeler Straße zu bewältigen?

Praest: Die Räumlichkeit war da, allerdings hatte jeder der sieben Personen viele Visionen. In erster Linie mussten Theke, Beschallung, Renovierung, Gestaltung, Equipment und vieles mehr in Eigenregie und mit eigenen Mitteln gestemmt werden. Besonders zu erwähnen ist unser Vorstandsmitglied Jan Leppink, der zu Beginn die technische Einrichtung allein geschultert hat. An dieser Stelle wurde auch der Maßstab unserer klanglichen Qualität gelegt, die jeder Künstler sehr zu schätzen weiß.

Gab es ein Vorbild, an dem sich der Club anfangs bei seinem Konzept, eher unbekannten Künstlern in Rees eine Bühne zu bieten, orientiert hat?

Praest: Die Idee zum Namen Buena Ressa stammte von Egon Schottek, abgeleitet vom Buena Vista Social Club. Der aus dem gleichnamigen Film bekannte Club in Kuba, war in den 1940er Jahren ein Treffpunkt für Musiker und Tänzer und bot eine Bühne für den Austausch von Musik und Kultur. Diese Offenheit gegenüber Musik und Kultur möchten auch wir so gut, wie es eben geht abbilden.

Inzwischen gastieren auch namhafte Musiker in Rees. Gibt es Bands und Solokünstler, deren Auftritte Ihnen speziell im Gedächtnis geblieben sind?

Praest: In den letzten Jahren gingen viele Künstler ein und aus. Bekannte Größen wie Sarah Smith, Ozzie Ostermann, Birth Control, Bröselmaschine, Martin Engelin, Charlie T., Peddie Zimmermann sowie Vanessa Harbeck treten regelmäßig im Club auf. An diese Konzerte, aber natürlich nicht nur an diese, denken wir gerne zurück. Neben regionalen Bands, die wir gerne herzlich Willkommen heißen, gibt es aber auch Abende, wie eine Veranstaltung der Lebenshilfe, an die wir mit Freuden zurückdenken.

Seit einigen Jahren gibt es den „hauseigenen“ Buena Ressa Chor. Wie ist dieser entstanden?

Praest: 2016 gründeten wir den Buena Ressa Chor. Von Egon Schottek gegründet übernahm schnell Rainer Dahmen die Chorleitung. „Da kommt Rainer, euer neuer Chorleiter“, sagte Egon und übergab unserem Rainer ohne vorherige Absprache den Chor. Eines der besten Beispiele dafür, dass Vertrauen und Optimismus vieles bewegt, denn für diese Entscheidung sind wir bis heute dankbar. Der Chor ist äußerst beliebt, über 50 Sängerinnen und Sänger proben wöchentlich moderne rockig-poppige Musik und nutzen regelmäßig zahlreiche Möglichkeiten, um in Rees und Umgebung aufzutreten.

Wie herausfordernd war es im Laufe der zehn Jahre, den Club als Verein rein ehrenamtlich zu betrieben?

Praest: Es gab immer Zeiten, die herausfordernd waren, gerade in Zeiten von Corona. Allerdings dürfen wir dankend betonen, dass der Abbau des Ehrenamts einen weiten Bogen um unseren Club gemacht hat. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer, die uns wöchentlich an Kasse, Theke, Tontechnik und in vielen anderen Bereichen unterstützen, machen den Club zum dem, was er ist.

Wie ist der Club für die Zukunft aufgestellt?

Praest: Wir wachsen stetig, sowohl in Mitgliederzahlen als auch in den Anfragen von Künstlern. Der schmerzhafte Verlust unseres Gründers Egon Schottek hat uns gezeigt, dass alles endlich ist. Daher streben wir hinsichtlich des Clubs nicht nach schnellem Wachstum, sondern nach Stabilität. Wir möchten für unsere Gäste, unsere Helfer und unseren Vorstand jederzeit ein Programm, was wir gemeinsam genießen können, ohne uns zu überladen.

Abschließend noch ein Blick auf das zweite Halbjahr 2025: 20 Veranstaltungen stehen ab Mitte August bis Jahresende im Club auf dem Programm. Worauf freuen Sie sich besonders?

Praest: Kurzum: Wir freuen uns auf jede Veranstaltung. Als Club und Gastgeber in jeglichem Sinne, möchten wir jedem Künstler den verdienten Respekt entgegenbringen. Jede Erwähnung würde unseren Künstlern an dieser Stelle einfach nicht gerecht. Worauf freuen wir uns besonders? Auf viele lächelnde Gäste, die zu später Stunde an jedem Wochenende zufrieden unseren Club verlassen.

Mit einem großen Fest hat der Buena Ressa Music Club jüngst sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. NN-Foto: Gerhard Seybert

Mit einem großen Fest hat der Buena Ressa Music Club jüngst sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. NN-Foto: Gerhard Seybert

Gesellig war‘s beim Jubiläumsfest. NN-Foto: Gerhard Seybert

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