Vereinigte Wählergemeinschaften beantragen Prüfung für zweites Frauenhaus im Kreis Kleve
51 abgewiesene Frauen würden akuten Handlungsbedarf zeigen
„Diese Zahl macht deutlich, dass der Schutz von Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, aktuell nicht ausreichend gewährleistet ist“, betont Udo Holtmann, sachkundiger Bürger der VWG im zuständigen Fachausschuss. „Ein zweites Frauenhaus könnte nicht nur zusätzliche Schutzplätze schaffen, sondern auch die Erreichbarkeit und Versorgungssicherheit im gesamten Kreisgebiet deutlich verbessern.“
Der Antrag wird zur Beratung und Beschlussfassung am 21. Mai im Fachausschuss für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Demografie eingebracht. Ziel ist ein konkreter Prüfauftrag an die Kreisverwaltung, um die Voraussetzungen für ein weiteres Frauenhaus zu klären. Dazu sollen Gespräche mit potenziellen Trägern geführt sowie personelle, finanzielle und strukturelle Anforderungen untersucht werden. Ein Bericht mit den Ergebnissen soll bis spätestens 31. Oktober vorgelegt werden.
Patricia Gerlings-Hellmanns, Kreistagsmitglied der VWG, erklärt: „Jede Frau, die Hilfe sucht, muss einen sicheren Zufluchtsort finden können – ohne Wenn und Aber. Dass mehr als 50 Frauen abgewiesen wurden, ist ein unhaltbarer Zustand. Wir müssen handeln.“
Die Vereinigten Wählergemeinschaften hoffen auf eine zielführende Diskussion und breite Unterstützung im Fachausschuss und im Kreistag für einen stärkeren Schutz von Frauen im Kreis Kleve.