Udo Holtmann ist sachkundiger Bürger im zuständigen Fachausschuss. Foto: privat
16. Mai 2025 · Niederrhein

Vereinigte Wählergemeinschaften beantragen Prüfung für zweites Frauenhaus im Kreis Kleve

51 abgewiesene Frauen würden akuten Handlungsbedarf zeigen

KREIS KLEVE. Die Vereinigten Wählergemeinschaften (VWG) im Kreistag des Kreises Kleve fordern in einem aktuellen Antrag die Prüfung zur Einrichtung eines weiteren Frauenhauses im Kreisgebiet. Hintergrund ist die alarmierende Zahl von 51 Frauen, die im Jahr 2024 aufgrund fehlender Kapazitäten vom Frauenhaus in Kleve abgewiesen werden mussten.

„Diese Zahl macht deutlich, dass der Schutz von Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, aktuell nicht ausreichend gewährleistet ist“, betont Udo Holtmann, sachkundiger Bürger der VWG im zuständigen Fachausschuss. „Ein zweites Frauenhaus könnte nicht nur zusätzliche Schutzplätze schaffen, sondern auch die Erreichbarkeit und Versorgungssicherheit im gesamten Kreisgebiet deutlich verbessern.“

Der Antrag wird zur Beratung und Beschlussfassung am 21. Mai im Fachausschuss für Arbeit, Gesundheit, Soziales und Demografie eingebracht. Ziel ist ein konkreter Prüfauftrag an die Kreisverwaltung, um die Voraussetzungen für ein weiteres Frauenhaus zu klären. Dazu sollen Gespräche mit potenziellen Trägern geführt sowie personelle, finanzielle und strukturelle Anforderungen untersucht werden. Ein Bericht mit den Ergebnissen soll bis spätestens 31. Oktober vorgelegt werden.

Patricia Gerlings-Hellmanns, Kreistagsmitglied der VWG, erklärt: „Jede Frau, die Hilfe sucht, muss einen sicheren Zufluchtsort finden können – ohne Wenn und Aber. Dass mehr als 50 Frauen abgewiesen wurden, ist ein unhaltbarer Zustand. Wir müssen handeln.“

Die Vereinigten Wählergemeinschaften hoffen auf eine zielführende Diskussion und breite Unterstützung im Fachausschuss und im Kreistag für einen stärkeren Schutz von Frauen im Kreis Kleve.

Udo Holtmann ist sachkundiger Bürger im zuständigen Fachausschuss. Foto: privat