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Erkunden zusammen ihre Gemeinsamkeiten in der Historie und von heute: Schüler aus Rees sowie vom „Eligant Lyceum“ im niederländischen Zutphen. Foto: Stadt Rees
15. Juni 2025 Von NN-Online · Rees

Treffen von Schülern aus Rees und Zutphen

EU-Projekt „Gemeinsame Geschichte – gemeinsame Zukunft“

REES. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Rees und Zutphen in den Niederlanden ist im vollen Gange. So haben sich in diesem Rahmen Schüler aus Rees und der „Het Eligant Lyceum“ Schule in Zutphen getroffen. Neben einem gegenseitigen Kennenlernen und der Entwicklung erster Projektideen zeigten die Zutphener den Gästen die Stadt und das „Musea Zutphen“ mit Geschichte und Kunst.

Das von der Euregio Rhein-Waal geförderte EU-Projekt besteht insgesamt aus drei Bausteinen. Die grenzüberschreitenden Exkursionen mit den deutschen und niederländischen Schülern sind die Grundlage zu geschriebenen sowie illustrierten Geschichten zu ihrer jeweiligen Hansestadt. Außerdem wird sich ein wissenschaftlicher Beraterkreis mit deutschen und niederländischen Experten mit der gemeinsamen Hanse-Geschichte befassen und Impulse für grenzüberschreitende Aktionen geben.

Der Kreativität sollen in diesem Projekt keine Grenzen gesetzt sein. Geschichten und künstlerische Verarbeitung können so durchaus auch die Grenze zur Fantasy-Welt überschreiten und in die Gegenwart hineinspielen. Aus all dem wird dann ein Buch mit reich illustrierten Geschichten in Deutsch und Niederländisch entstehen. Gemeinsame Treffen der beiden Geschichtsvereine in Rees und Zutphen runden das Projekt ab. Hier werden dann Ideen über gemeinsame Aktionen ausgetauscht.

Das Fundament dieses Projektes ist ein gemeinsames, weit zurückreichendes, historische Erbe. Ist Zutphen die älteste mittelalterliche Stadt des Gelderlandes (gegr.um 1195), so gilt das gleiche für Rees (gegr.1228) im Hinblick auf den Unteren Niederrhein nördlich von Duisburg.

„Bereits im Hochmittelalter waren Rees und Zutphen und ihre Regionen wirtschaftlich und kulturell eng miteinander verbunden. Hier sprach man im doppelten Sinn die gleiche Sprache. Die gemeinsame Mitgliedschaft in der Hanse bekräftigte diese Beziehungen“, so Dr. Veit Veltzke, früher Leiter des LVR-Niederrheinmuseums in Wesel und jetzt Hansebeauftragter der Stadt Rees und Leiter dieses Projektes. Diese gemeinsame Geschichte soll nun den Hintergrund für eine gelebte Städtefreundschaft bilden. „Unsere Überzeugung ist, dass wir mit der Entdeckung und Vermittlung unserer gemeinsamen Geschichte auch die heutige europäische Idee einer grenzüberschreitenden Freundschaft stärken können,“ so Veit Veltzke weiter.

Die Basis dafür legte er schon im Rahmen der Vor-Hanseplanungen für die Stadt Rees. Beim Hansetag in Danzig im vergangenen Jahr, bei dem Rees in den heutigen Städtebunde „Die Hanse“ aufgenommen wurde, fand bereits ein erster Ideenaustausch mit Zutphen statt. Veit Veltzke und seine niederländischen Kollegen hoffen, dass dieses Projekt den Anschub für eine langfristige lebendige Städtefreundschaft mit breiter Bürgerpartizipation geben wird. Das Projekt „Rees und Zutphen: gemeinsame Geschichte – gemeinsame Zukunft“ wird durch das Interreg-Programm Deutschland-Nederland sowie seinen Programmpartnern ermöglicht und von der Europäischen Union (EU) kofinanziert.

Erkunden zusammen ihre Gemeinsamkeiten in der Historie und von heute: Schüler aus Rees sowie vom „Eligant Lyceum“ im niederländischen Zutphen. Foto: Stadt Rees

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