Theodosius-Chor begeisterte zum 50-jährigen Jubiläum
Mitwirkung am Ostkirchentag beim Pontifikalamt in der Basilika zu Kevelaer
KEVELAER. Der Theodosius-Chor des Kevelaerer Männer-Gesang-Vereins (KMGV) hat wie in jedem Jahr zum Ostkirchentag das Pontifikalamt in der Basilika getaltet.
Er ist einer der wenigen deutschsprachigen Chöre, die die Liturgie des Johannes Chrysostomus (Liturgie der Ostkirche) überwiegend in ukrainischer oder kirchenslavischer Sprache singen. Seine Anfänge liegen im Jahr 1976. In diesem Jahr trat der Rektor der Wallfahrt, Domkapitular Richard Schulte Staade, mit der Bitte an den KMGV heran, eine Messe im Ostkirchen-Ritus mitzugestalten. Der Chor kam der Bitte gerne nach und kann nun in 2026 sein 50-jähriges Jubiläum begehen.
Die Mitwirkung am Ostkirchentag beim festlichen Pontifikalamt in der Basilika zu Kevelaer ist der Höhepunkt im Chorjahr. Die Besonderheit des festlichen Gottesdienstes besteht darin, dass die „Göttliche Liturgie des heiligen Johannes Chrysostomus“ vom Gesang getragen ist. Mit der herrlichen Klangfülle und der tiefen Symbolik der auf Ukrainisch oder Kirchenslavisch vorgetragenen Gesänge möchten Dirigent und Sänger auch das ökumenische Anliegen überbringen und den ukrainischen Christen ein Stück Heimat hier im Westen bieten. Es sprach sich herum.
So waren an diesem Sonntag so viele Gläubige gekommen, dass die Basilika vollkommen gefüllt war. Die Wallfahrer waren wieder von überall her angereist, zum Beispiel aus dem Ruhrgebiet, aus dem Köln-Bonner Raum und sogar aus Tchechien.
Die Gottesdienste beschließt der Chor regelmäßig mit dem bekannten Lied „Gebet für die Ukraine“ von Mykola Lysenko nach einem Text von Oleksandr Konyskyi. Beindruckend und sehr berührend war dieses Mal, dass die Anwesenden in großer Zahl mitsangen, und so die ganze Kirche von diesem musikalischen Gebet erfüllt war. Nach dem Lied war zunächst absolute Stille, und manche Träne war zu sehen. Danach setzte brandender Applaus ein.
Der Apostolische Exarch für die Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien, Bischof Bohdan Dzjurakh, bedankte sich beim Theodosius-Chor für das langjährige Engagement und überreichte dem Chor und jedem Sänger als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung eine aufwendig gestaltete Urkunde.
Gefreut hat sich der Chor auch über die auf den Auftritt folgenden Einladungen zu Gottesdiensten in Bonn und Köln. Finanziell getragen wird der Theodosiuschor durch den KMGV und durch Spenden. Wer gerne im KMGV und/oder im Theodosiuschor mitsingen möchte, meldet sich bitte beim Vorsitzenden Josef Lipka unter Telefon 02832/2286.