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Eine große Ehre: Theodor Hoffacker durfte sich in das Goldene Buch der Stadt Xanten eintragen. Foto: Stadt Xanten
19. Februar 2026 Von NN-Online · Xanten

Theodor Hoffacker trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Xanten ein

Ein Jahrhundert im Dienst der Gemeinschaft

XANTEN. Es sind Momente wie diese, in denen die Zeit für einen Augenblick stillzustehen scheint. Am vergangenen Mittwoch, 18. Februar, ehrte die Stadt Xanten eine ihrer prägendsten Persönlichkeiten: Ehrendomkapitular Theodor Hoffacker trug sich anlässlich seines 100. Geburtstages und seines 75-jährigen Priesterjubiläums in das Goldene Buch der Stadt ein. In einer feierlichen Stunde im Beisein von Familie, Propst Stefan Notz, Bezirksbundesmeister Wilhelm Willemsen und Diözesanbundesmeister Ludger Koppers wurde ein Lebenswerk gewürdigt, das weit über die Grenzen der Region hinausstrahlt.

Theodor Hoffacker ist weit mehr als ein Geistlicher; er ist eine Identifikationsfigur des Niederrheins. Als „Seelsorger mit Herz und Humor“ verbindet er Generationen. Besonders seine tiefe Verwurzelung im Schützenwesen prägt sein Wirken bis heute.

Bürgermeister Rafael Zur zeigte sich sichtlich bewegt von der ungebrochenen Ausstrahlung des Jubilars: „Sein Engagement, sein unermüdlicher Einsatz für die Schützen und seine Lebensfreude sind ein leuchtendes Zeugnis für gelebte Treue und unerschütterliche Menschlichkeit.“

Ein besonders bewegender Moment der Feierstunde war der Rückblick auf Hoffackers schwerste Zeit – die Kriegsgefangenschaft im Hürtgenwald. Inmitten von Chaos und Lebensgefahr war es ein einfacher Rosenkranz, der über sein Schicksal entscheiden sollte. Bei einer Durchsuchung entdeckte ein gegnerischer Soldat die Gebetskette. Doch statt Repression folgte ein Moment tiefer Menschlichkeit. Die beiden Männer begannen, über ihren gemeinsamen Glauben und die Religion zu sprechen.

Aus diesem kurzen Augenblick der Verbundenheit erwuchs ein tiefes Vertrauen, das Theodor Hoffacker letztlich nicht nur die Freiheit, sondern das Leben rettete. Diese existenzielle Erfahrung machte ihn zu einem authentischen Botschafter für Frieden und Versöhnung, der bis heute glaubhaft vermittelt, dass der Glaube Brücken schlagen kann, wo eigentlich nur Mauern stehen.

Ein weiteres Thema des Tages war Hoffackers Liebe zur Musik und zum Reisen. Er erinnerte sich an seine Pilgerreise nach Santiago de Compostela. Wenn abends die Gitarre ausgepackt wurde, spielten Sprache oder Herkunft keine Rolle mehr. Die Musik verband Menschen unterschiedlichster Nationen – ein Spiegelbild seines eigenen Lebensstils: offen, verbindend und stets dem Nächsten zugewandt.

Ein Vorbild für Jung und Alt

Das Besondere an Theodor Hoffacker ist seine Fähigkeit, auch im hohen Alter die Jugend zu begeistern. Seine Gabe, Traditionen nicht als starre Regeln, sondern als lebendige Werte zu vermitteln, macht ihn zu einem modernen Vorbild. Xanten verneigt sich vor einer großen Persönlichkeit, deren Wirken noch lange nachhallen wird.

Der Eintrag von Theodor Hoffacker in das Goldene Buch der Stadt Xanten. Foto: Stadt Xanten

Der Eintrag von Theodor Hoffacker in das Goldene Buch der Stadt Xanten. Foto: Stadt Xanten

Eine große Ehre: Theodor Hoffacker durfte sich in das Goldene Buch der Stadt Xanten eintragen. Foto: Stadt Xanten

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