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Mit ihrem Theaterstück möchten die sechs Spielerinnen ein Gedenken aussprechen, dass die unzähligen unschuldigen Opfer der NS-Zeit nicht vergessen werden. Foto: privat
9. Januar 2026 Von NN-Online · Rees

Theatermädels zeigen „Anne Frank“ im Bürgerhaus Rees

Aufführung zum Holocaust-Gedenktag am Freitag, 30. Januar

REES. Im Rahmen des Holocaust-Gedenktags am Dienstag, 27. Januar, möchten die Theatermädels der Theater- und Kulturwerkstatt Haldern ihr Theaterstück „Anne Frank – Das Schicksal einer jüdischen Familie während des Nationalsozialismus“ zeigen. Ein Stück von Jugendlichen für Menschen von zehn bis 99 Jahren.

Nach einer ergreifenden und beeindruckenden Premiere im Juni vergangenen Jahres freuen sich die Spielerinnen auf einen weiteren Auftritt im Bürgerhaus in Rees am Freitag, 30. Januar. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, Einlass ist ab 17.30 Uhr. Karten gibt es für zehn Euro, ermäßigt für acht Euro, an der Tageskasse.

Die Spielerinnen Florentine Konik, Clara-Maria Kelly, Fine von Oldenburg, Jannika Marpe, Liselotte Hengstermann und Leni Vos haben ihr eigenes Stück zum Thema Anne Frank inszeniert. Gemeinsam mit der Theaterpädagogin Silja Böhling Buhl haben sie sich auf die Suche gemacht. Warum ist das alles passiert? Warum wurde es zugelassen? Wer hat das Recht dazu, eine Bevölkerungsgruppe zu vernichten? Wie konnte es so weit kommen?

Unterstützt wurde das Projekt von der Kindheitspädagogin Klara Böhling, die immer einen Blick darauf hatte, wie weit die Teilnehmerinnen in das Thema eintauchen können, wieviel sie den Zuschauern zumuten können. Gemeinsam haben sie sich auf die Suche gemacht, haben viel über das Thema recherchiert. Was bedeuten Begriffe wie Holocaust, Euthanasie, Nationalsozialismus und Antisemitismus? Sie haben versucht, diese Begriffe mit Bildern und Inhalten zu füllen.

Immer wieder haben sie sich gefragt: „Wie haben Anne und ihre Familie sich gefühlt, wie hätten wir uns gefühlt? Anne war ein Mädchen wie wir, in unserem Alter. Neugierig und lebensfroh. Nur weil sie Jüdin, war konnte sie ihr Leben nicht leben. Sie erlitt gemeinsam mit ihrer Familie ein unfassbares, grausames Schicksal.“

Die Familie Frank hatte zwei besondere Helfer während ihrer Zeit im Hinterhaus-Versteck: Miep und Jan. Die Spielerinnen haben sich auch mit der Rolle der Helfer auseinandergesetzt. Was bedeutete es damals, Juden zu helfen, was bewegte diese Menschen, und welche Zweifel brachte es auf? Die Gruppe möchte mit ihrem Stück Kinder, Jugendliche und Erwachsene aufklären über die Begriffe Antisemitismus, Holocaust, Nationalsozialismus. Begriffe, die täglich in den Medien zu hören sind – aber weiß jeder, was die Begriffe bedeuten? An Wänden sieht man häufig das Wort Nazi gesprüht, aber wer waren die Nazis und was wollten sie? Weiß wirklich jeder, wer Hitler war und was der Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur ist?

Das sind Fragen, die die sechs Schülerinnen beantworten möchten. Sie möchten mit ihrem Stück sensibilisieren und zeigen ihre emotionale Betroffenheit. Sie möchten „wachrütteln“, das so etwas nie wieder passieren darf. Und sie möchten ein Gedenken aussprechen, dass die unzähligen unschuldigen Opfer der NS-Zeit nicht vergessen werden. Ein Theaterstück gegen das Vergessen.

Mit ihrem Theaterstück möchten die sechs Spielerinnen ein Gedenken aussprechen, dass die unzähligen unschuldigen Opfer der NS-Zeit nicht vergessen werden. Foto: privat

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