Stadtwerke Rees meistern technische Herausforderungen im Zuge des Betuwe-Ausbaus
Bauprojekt an der Hüttenstraße in Millingen erfolgreich abgeschlossen. Stadtwerke Rees halten Zeit- und Budgetplan ein.
MILLINGEN. Nach rund drei Monaten Bauzeit stehen die Arbeiten der Stadtwerke Rees an der Hüttenstraße in Millingen kurz vor dem Abschluss. Derzeit führen die Straßenbauer noch letzte Restarbeiten aus und bringen die Feinasphaltdecke auf.
Damit endet ein technisch anspruchsvolles Infrastrukturprojekt, das im Zusammenhang mit dem dreigleisigen Ausbau der Betuwe-Bahnstrecke durchgeführt wurde – und zwar planmäßig sowohl hinsichtlich des Zeitablaufs als auch der veranschlagten Kosten.
Im Mittelpunkt der Maßnahme stand die Verlegung beziehungsweise Umlegung einer wichtigen Gasversorgungsleitung im Bereich der künftigen Bahntrasse. Hierfür waren umfangreiche Tiefbauarbeiten erforderlich, die eine Vollsperrung der Hüttenstraße zwischen den Hausnummern 31 und 35 notwendig machten. Trotz der komplexen Rahmenbedingungen verliefen die Arbeiten während der gesamten Bauzeit ohne nennenswerte Zwischenfälle.
Eine besondere technische Herausforderung stellte die Querung der bestehenden Bahngleise dar. Um den Bahnverkehr nicht zu beeinträchtigen und Eingriffe in die Gleisanlagen zu vermeiden, entschieden sich die Stadtwerke für ein grabenloses Rohrvortriebsverfahren.
Dabei wurde ein rund 24 Meter langes Mantelrohr mit einem Durchmesser von DN 250 präzise unter den Gleisen hindurch gepresst. Anschließend konnte die neue Gasleitung mit einem Durchmesser von DN 150 sicher in dieses Schutzrohr eingezogen werden. Durch dieses Verfahren blieb die Oberfläche im Bereich der Gleisanlagen weitgehend unberührt und die Arbeiten konnten besonders schonend und sicher ausgeführt werden.
„Mit dem Abschluss dieser Baumaßnahme haben wir einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung des Betuwe-Ausbaus geleistet“, sagt Tobias Fleuth, Technischer Leiter der Stadtwerke Rees. „Die Arbeiten im Bereich einer stark frequentierten Bahnstrecke gehören zu den technisch anspruchsvollsten Aufgaben im Leitungsbau. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass sämtliche Arbeiten ohne Komplikationen verlaufen sind. Besonders erfreulich ist, dass wir das Projekt sowohl innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens als auch im geplanten Budget abschließen konnten.“
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sei die intensive Vorbereitung des Projekts sowie die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten gewesen. Bereits in der Planungsphase mussten zahlreiche technische und organisatorische Anforderungen berücksichtigt und mit den zuständigen Stellen abgestimmt werden.
Während der Bauausführung arbeiteten die Stadtwerke Rees eng mit den beauftragten Fachunternehmen und Ingenieurbüros zusammen. Beteiligt waren das Ingenieurbüro Auschrat aus Essen, das Tiefbauunternehmen Otto Schubert aus Ochtrup sowie die Firma Hydronik aus Emmerich.
Die Stadtwerke Rees bedanken sich ausdrücklich bei den Anwohnern sowie allen Verkehrsteilnehmern für das Verständnis während der Bauzeit. Trotz der unvermeidbaren Einschränkungen durch die Vollsperrung konnten die Auswirkungen auf das Umfeld durch eine sorgfältige Baustellenorganisation möglichst gering gehalten werden. Fußgänger konnten den Bereich während der gesamten Bauzeit weiterhin passieren.
Die jetzt abgeschlossene Maßnahme ist Teil des groß angelegten Ausbaus der Betuwe-Route. Das deutsch-niederländische Schieneninfrastrukturprojekt gehört zum Transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-V) und soll den Güterverkehr zwischen dem Hafen Rotterdam und dem Ruhrgebiet sowie weiteren europäischen Wirtschaftszentren leistungsfähiger gestalten. Ziel ist es, künftig mehr Gütertransporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern und dadurch Straßen zu entlasten sowie den klimafreundlichen Schienengüterverkehr weiter auszubauen.
Mit der erfolgreichen Verlegung der Versorgungsleitungen haben die Stadtwerke Rees die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, damit die weiteren Arbeiten am Ausbau der Bahnstrecke ohne Einschränkungen fortgesetzt werden können. Gleichzeitig wurde die Versorgungssicherheit im Gasnetz langfristig gewährleistet und an die zukünftigen Anforderungen angepasst.